Musik Player Daemon (MPD) und Archlinux

Was ist der MPD und warum sollte ich ihn nutzen?

Der MPD ist ein Daemon (Hintergrunddienst) in Linux der dafür gedacht ist Musik abzuspielen/streamen. Einerseits kann man diesen Dienst statt eines Musikplayers auf dem lokalen Rechner nutzen, aber viel interessanter ist die Idee den Dienst als ferngesteuerter Musikplayer einzusetzen. Er läuft auf nahezu jeder (auch antiken) Hardware, man braucht lediglich einen alten PC/Laptop oder inzwischen läuft er sicherlich auf auf modernen NAS Systemen. Die einzige Anforderung ist eine einigermaßen taugliche Soundkarte und optional einen SPDIF Ausgang (meiner Ansicht nach immer noch die beste Variante Ton zu übertragen).

Ich persönlich nutze einen kleinen Mini PC auf Intel NUC Basis der mir als Media Center dient. Er braucht wenig Strom und läuft daher fast durchgängig. Er ist direkt mit meinem AV-Receiver und dadurch mit dem Soundsystem verbunden. Auf diesem Rechner läuft der MPD im Hintergrund und kann dann mit jedem beliebigen Gerät – sei es ein direkt von dem Media Center, von einem anderen Rechner im Netzwerk oder auch von einem Handy – ferngesteuert werden. Das ist extrem praktisch, wenn z.B. Besuch da ist, kann jeder mit einem passenden Handy-Client (ich bevorzuge bei Android MPDroid) die Musikbibliothek durchsuchen und gleichzeitig eine Playlist „zusammenklicken“.

Problem

Leider ergeben sich auf Archlinux seit dem Umstieg auf systemd einige Probleme wenn PulseAudio genutzt werden soll. Das Problem liegt hierbei an der Verbindung von MPD zum PulseAudio Server. MPD läuft standardmäßig als MPD Nutzer und kann nicht auf die PulseAudio Session des aktuellen Nutzers zugreifen. Dieses Problem kann auf verschiedene Arten gelöst werden.

Das ganze äußert sich dadurch, dass MPD in die Log Datei etwas ähnliches schreibt wie:

Cannot connect to PulseAudio: access denied

Lösung

Starte MPD und PulseAudio mit dem selben User

Wird kein Multi-User System benötigt, ist dies wohl die einfachste und sauberste Lösung. Hierzu bearbeiten wir zuerst die MPD config /etc/mpd.conf und ändern den User von mpd auf den normalen System-User mit dem auch PulseAudio läuft (euer normaler Username).

 user "username"

Als nächstes muss die systemd service Datei bearbeitet werden. Diese Datei wird bei einem System Update wieder überschrieben! Es ist eine einfache und funktionierende Lösung, könnte aber sicherlich anders besser gelöst werden. Die service Datei liegt unter /usr/lib/systemd/system/mpd.service folgendes muss ergänzt werden

[Service]
User=username
PAMName=system-local-login

Um diese Änderung zu übernehmen muss folgender Befehl ausgeführt werden:

systemctl daemon-reload

Nun kann MPD neu gestartet werden

systemctl restart mpd

Jetzt sollte alles einwandfrei funktionieren.

Alternative

Eine Alternative von der ich gelesen habe ist die Nutzung des TCP Plugins von Pulseaudio, siehe Archlinux Forum (Post #10).

 

Linux 5.1 sound with ALSA

Sounds easy?

Wars aber nicht 🙁 Hat ewig gedauert bis alles funktioniert hat… Eine genauere Erklärung folgt hier:

Ich nutze Sabayon X und wollte richtigen 5.1 Sound wenn ich Musik höre. Ich habe 5.1 in der Systemeinstellung konfiguriert. Mein erstes Problem war, dass aus dem Center absolut kein Ton erklang. Dieses Problem ließ sich noch recht einfach beheben. Konsole auf und als root folgendes ausführen:

alsamixer

Center/LFE auswählen und „M“ drücken -> unmute des Center/LFE channel

alsactl store

Soweit so gut, der Ton kam aus allen 5 Lautsprechern, sehr gut. Allerdings das nächste Problem folgte sofort: Kein Bass… Der Subwoofer blieb absolut stumm. Ok, scheinbar kein richtiger 5.1 Upmix, das lässt sich ändern :-). Nur nutzt Sabayon jetzt ALSA oder PulseAudio? Pulse ist auf jeden Fall installiert. Aber da Pulse nicht in der KDE Soundconfig auftaucht nahm ich an, dass ALSA genutzt wird und somit der Upmix über die .asoundrc laufen muss. Das ist prinzipiell auch nicht so schwer, hat bei mir nur ein paar Mal nicht funktioniert, aber nun die funktionierende config:

nano /home/username/.asoundrc

pcm.snd_card {
type hw
card 1
device 0
}
ctl.snd_card {
type hw
card 1
device 0
}
pcm.dmixer {
type dmix
ipc_key 1024
ipc_perm 0666
slave.pcm "snd_card"
slave {
period_time 0
period_size 1024
buffer_size 4096
channels 6
}
bindings {
0 0
1 1
2 2
3 3
4 4
5 5
}
}
pcm.dsnooper {
type dsnoop
ipc_key 2048
ipc_perm 0666
slave.pcm "snd_card"
slave
{
period_time 0
period_size 1024
buffer_size 4096
channels 6
}
bindings {
0 0
1 1
2 2
3 3
4 4
5 5
}
}
pcm.duplex {
type asym
playback.pcm "20to51"
capture.pcm "dsnooper"
}
pcm.20to51 {
type route
slave.pcm "surround51"
slave.channels 6
ttable.0.0 1
ttable.1.1 1
ttable.0.2 1
ttable.1.3 1
ttable.0.4 0.5
ttable.1.4 0.5
ttable.0.5 1
ttable.1.5 1
}
pcm.!default {
type plug
slave.pcm "duplex"
}

Kurzer relog und siehe da alles läuft wunderbar. Nur hätte ich mir ein wenig mehr Bass gewünscht. Hm kein Problem. Nur eine kleine Änderung am vorherige Eintrag:

pcm.20to51 {
type route
slave.pcm "surround51"
slave.channels 6
ttable.0.0 1
ttable.1.1 1
ttable.0.2 1
ttable.1.3 1
ttable.0.4 0.5
ttable.1.4 0.5
 ttable.0.5 1
ttable.1.5 1
}

Wunderbar, der MPlayer spielt die Musik genau so wie ich sie hören will. Jedoch scheint Clementine das nicht zu machen :-/ (Ist Momentan mein std .Musikplayer weil Amarok nicht so wollte wie ich). Ok auch das war nicht weiter schwierig. Tools -> Preferences -> Playback -> GStreamer audio engine -> Audio sink (ALSA)

Nun funktioniert alles wie es soll, vielleicht hilft das dem ein oder anderen auch weiter.

Olee!

Endlich frei – Semester vorbei… Danke -> wieder Zeit.

Hab gleich auch ein kleines Progrämmchen getestet um meine Musiksammlung mal richtig einzuordnen. Mir ging es langsam auf den Keks, dass meine Musikplayer mir unglaublich viele Bands, Alben und Musikrichtungen anzeigen obwohl sich vieles überschneidet. So war AC/DC unter AC/DC, ACDC, AC_DC oder auch AC DC zu finden. Also suchte ich nach einem Programm, dass meine Musiksammlung möglichst einfach und möglichst schnell richtig taged. Sie gleich in richtige Ordner zu kopieren war natürlich ein besonderer Bonus den ich auch sehr Praktisch finde.

Heraus kam MusikBrainz Picard:

Sobald ein Ordner ausgewählt oder die Auswahl ins Fenster gezogen wird erscheinen alle nicht zugeordnete Dateien auf der linken Seite. Sobald auf „lookup“ geklickt wird, versucht Picard alle Lieder mit der MusikBrainz Datenbank zu vergleichen. Das basiert auf den bisher schon bekannten Tags oder auf Grund des Dateinamens der Lieder. Aber auch Musik die nicht ganz richtig benannt sind erkennt das Programm so gut wie immer richtig. Selbst nicht benannte Lieder z.B. AudioTrack1 – 12 kann über die Funktion „analysieren“ erkannt werden. Zugeordnete Lieder sieht man auf der rechten Seite. So ist schnell ersichtlich was von einem Album vorhanden ist oder noch fehlt. Wie gut/genau die Zuordnung war ist am grünen Balken bemerkbar. Ist ein Lied anders benannt wird der Balken rot und es kann von Hand überprüft werden ob alles stimmt. Sollte alles sein wie gewünscht wählt man die Alben aus und klickt auf speichern.

Etliche zusätzliche Optionen helfen ebenfalls. So kann Picard die Musik z.B. sofort in eigene Ordner verschieben und umbenennen. Ich habe es so eingestellt, dass für jeden Künstler ein Ordner erstellt wird in welchem jedes Album wieder ein eigenen Ordner bekommt. So ist nicht nur die Sortierung im Player sonder auch auf der Festplatte garantiert!

 

Auch größere Mengen Lieder verarbeitet das Programm gut. Allerdings muss gesagt werden, dass es bei sehr großen Mengen einmal abgeschmiert ist. Nachdem ich aber immer so um die 100-500 Lieder auf einmal getagt hab lief alles wunderbar.

Für alle Leute die Ihre Musiksammlung endlich mal richtig durchtagen wollen kann ich nur Picard empfehlen! Das Programm ist wirklich gut und sehr hilfreich 😉 . Nun wird in AIMP endlich alles richtig angezeigt, das vereinfacht wirklich vieles.

Refreshed – Musik-Player Test 2011

Nachdem mehr als die Hälfte der Leute über eine Suchmaschine und der Suche nach „Musik Player Test“ auf meinen Blog kommen, dachte ich, ich könnte – nachdem ich jetzt ja wieder was schreiben will – diesen Test als Erstes überarbeiten. Ich werde ihn im Folgenden auf den neusten Stand bringen und sogar noch mit neuen Musikplayer erweitern. Allerdings werde ich in diesem Test nur noch Test für Windows durchführen, da da ich einen Vergleich zu einem einzigen Linux-Player als nicht sinnvoll erachte. Anmerkung: Dieses Mal lasse ich mich auf iTunes ein, Jens hatte beim letzten Test darauf hingewiesen. Zudem werde ich MusicCube Ver. 1.0 nicht mit aufnehmen, da dieses Programm seit dem letzten Test nicht weiterentwickelt wurde. Getestet werden dieses Mal (geordnet nach Größe):

  • Zune (Ver. 4,7 – 246,5 MB)
  • iTunes (Ver. 10.2.2.12 – 78 MB)
  • Amarok (Ver. 2.4 (windows version – „not stable“) – 56,9 MB (448 MB))
  • Media Jukebox (Ver. 14.0.166 – 13,9 MB)
  • Songbird (Ver. 1.9.3 – 13,8 MB)
  • Winamp (Ver. 5.61 – 11,9 MB)
  • Media Monkey (Ver. 3.2.5 – 7,86 MB)
  • AIMP2 (Ver. 2.61 -7,6 MB) & AIMP3 Beta (Ver. 3.00 Beta – 5,77 MB)
  • Foobar2000 (Ver. 1.16 – 3,08 MB)
  • Jaangle (Ver. 0.98e – 2,25 MB)
  • Music Cube 2 (Ver. 3.3.2 Dev Milestone – 1.36 MB)
  • Evil Player (Ver. 1.31 – 571 KB)
  • – Windows Media Player (12.0.7601 – Vorinstalliert Windows 7)

Zune:

Ich wurde beim Download von Zune von der Größe des Installers erst einmal erschlagen. Sage und schreibe 246,5 MB musste ich mit meiner, hier doch sehr gemächlichen, DSL-Leitung herunterladen.

Erster Eindruck: Nach der Installation war ich aber vom Ergebnis beeindruckt. Die Oberfläche sieht echt schick aus. Kleine Animationen untermalen dieses Bild. (Ich kenne Zune nur von meiner Xbox 360, auf der ich es aber nicht wirklich benutze).

Natürlich kann ich nach 30-60 Minuten kein wirklich endgültiges und gerechtes Urteil über diese Software fällen, aber das was man für seine 247 MB bekommt ist wirklich sehr gut. Es spielt alles wunderbar ab und es ist sehr übersichtlich, was mir wirklich gut gefällt. Es hat etliche Einstellungsmöglichkeiten. Von Musik über Bilder bis Video spielt diese Software alles ab. Sie hat einen Store integriert welcher beim Suchen direkt einblendet was es von diesem Künstler alles gibt. Gefällt mir sehr gut.

Auch Streaming auf die Xbox 360 oder Podcasts, selbst eine integrierte TV-Software gibt es. Sogar ein eigenes „Social Network“ ist integriert, basierend auf Windows Live (Nachrichten Senden, Statistiken der Freunde einsehen, Verschicken der Wiedergabeliste). Mit typischen Abspiel-Statistiken (kann man aber zum Glück auch deaktivieren). Ich habe dies alles aber nicht näher getestet. Es gibt auch einen hübschen „Abspielmodus“ in den man wechseln kann sobald man seine Playlist erstellt hat.

Es werden aktuelle Bilder mit Infos über das Album und das Lied angezeigt. Schön gemacht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die unterstützten Film-Codecs limitiert sind. So spielt die Software z.B. keine mkv Container ab. Von Encodern hab ich bisher auch noch nichts gesehen, also kann Zune keine Musikdateien konvertieren. Mit Drag and Drop scheint das Programm auch nicht viel anfangen zu können.

Positiv:

  • – Sehr ansprechendes Design & Animationen
  • – Sehr umfangreich und zusätzlicher Store
  • – Schöner Abspielmodus
  • – Ruft auf Wunsch automatisch Metadaten ab
  • – Brenn- & Rippfunktion
  • – 360 / Windows 7 Phone Streaming

Negativ:

  • – Benötigt einen Neustart nach der Installation
  • – Der Download ist wirklich riesig im Vergleich zu den anderen Playern
  • – Kein Drag and Drop
  • – Nicht erweiterbar
  • – Keine wirklichen Skins nur kleine Design Änderungen möglich
  • – Kein Sync zu MP3-Playern außer Zune MP3-Playern möglich

iTunes

Auch die 78 MB die ich mir für iTunes herunterladen musste, sind meiner Meinung nach zu viel. Andere Player können einen großen Funktionsumfang auch mit geringerem Speicherplatz zur Verfügung stellen. Ich war über die Installation etwas erbost, da ich kein Quicktime auf meinem Rechner installieren wollte, aber von iTunes dazu „genötigt“ wurde. Zudem musste ich die Option „weitere Updates von Apple installieren“ erst deaktivieren. Es wird automatisch der Apple Updater installiert, der mir im folgenden anbietet Safari und andere Applesoftware zu laden. Nein danke, ich wollte eigentlich nur iTunes installieren!

Jetzt aber wieder zurück zum Thema: Erster Eindruck: „Oh je, ich hab mir tatsächlich Apples iTunes installiert!“ Spaß bei Seite. Ich bin von der intuitiv guten Bedienung erstaunt, allerdings gefällt mir persönlich das Standard-Design nicht wirklich gut (sicherlich gibt es wesentlich schlechtere 😉 ).

Von dem Funktionsumfang bin ich positiv überrascht, es gibt wirklich sehr viele gute und nützliche Funktionen, wie z.B. das einfache Umschalten der Ansicht, die erstaunlich vielfältige Anzeigemöglichkeiten im Hauptfenster (als Spalten) und auch die dynamischen Playlists, die sogar von Genius passend erstellt werden können. Ich habe Genius allerdings nicht getestet, da ich mir keinen iTunes-Store-Account/AppleID erstellen möchte. Womit ich gleich bei einem wichtigen Thema bin, ohne diesen Account kann man keine Cover von Alben anzeigen lassen und auch keine Cover abrufen. Die Autotag-Funktion, also das automatische benennen von Titeln funktioniert nur bei Liedern die man über den iTunes-Store importiert hat. Zudem finde ich es schade, dass keine Wiedergabelisten per Rechtsklick oder ähnlichem erstellt werden können – Ja das ist nur ein kleines Manko, aber so ist das nun mal – ich muss extra auf Datei -> Neue Wiedergabeliste.

Die tägliche Bedienung von iTunes ist wirklich sehr gut und übersichtlich, allerdings sind einige andere Funktionen dafür nur sehr verschachtelt in den Menüs erreichbar, was aber für den täglichen Gebrauch ziemlich unerheblich ist. Sehr gefreut habe ich mich über die Funktion die Lautstärke der einzelnen Liedern automatisch anzupassen, so dass alle gleich laut sind. Allerdings hat diese Funktion in meinem Test versagt. Ich musste die Lautstärke am Reciever deutlich erhöhen um letztendlich zwei – wenn auch wirklich sehr unterschiedlich laute Lieder – gleich laut zu hören. Der Store ist eine gute Funktion, ich finde es toll wenn man die Möglichkeit besitzt ein Lied auch kurz direkt im Web zu kaufen. Allerdings hört man oft Schlechte Dinge über den DRM-Kopierschutz, worauf ich allerdings nicht weiter eingehen will.

Positiv:

  • – Sehr intuitive und übersichtliche Bedienung
  • – Viele Features (mit AppleID)
  • – iTunes Store
  • – Dynamische Playlists
  • – Brenn- & Rippfunktion

Negativ:

  • – Automatische „weitere“ Software-Updates
  • – Automatische Quicktime Installation
  • – Keine Albencover (ohne AppleID)
  • – Umständlich Wiedergabelisten zu erstellen
  • – Skins umständlich und Versionsabhängig
  • – Ohne Extra-Software kein Sync zu MP3-Playern außer iPod möglich

Amarok

Der Download von  56,9 MB mutete mir etwas wenig an, für das was alles installiert werden sollte und tatsächlich bekam ich nach der Installation nur eine Fehlermeldung zu sehen. Auf der Amarok Website fand ich dann den Hinweis ich solle mir eine andere Version laden. Sage und schreibe 448 MB. Da gibts nur eins zu sagen: „Das ist RIESIG!“ Diesen Player würde ich bisher nicht wirklich als Alternative in Betracht ziehen, da ziemlich viel „Kram“ im Hintergrund installiert werden muss um den Player zum laufen zu bekommen. Natürlich bekommt man davon nicht viel mit, allerdings ist der Speicherbedarf sehr groß und der Player integriert sich auch nicht wirklich schön in die Windows-Oberfläche.

Da ich aber ein alter „Linux-Hase“ bin mochte ich Amarok schon seit der ersten Version. Daher wollte ich sehen, wie viel Fortschritt der Windows Port macht und siehe da, eigentlich ist es ganz hübsch anzusehen. Es sind viele Kleinigkeiten, die durch den Betrieb auf Windows zum Vorschein kommen, die das Gesamtbild jedoch sehr stören. Erster Eindruck: Integriert sich nicht richtig, sieht wie eine typische KDE Anwendung aus, Schade. Aber die Funktionsvielfalt scheint auf den ersten Blick dafür genau gleich groß zu sein wie in der Linux Version, Schön!

Wie schon im letzten Test angesprochen gefiel mir die alte 1.4 Version auf Linux noch besser, aber inzwischen ist die neue Amarok Version 2.4 auch sehr weit in der Entwicklung. Es lässt sich sehr gut bedienen. Hat die typischen Funktionen und sogar noch etliche mehr. So kommt diese Version mit einem Cover-Fetcher der direkt von Amazon alle CD-Cover herunterladen kann. Es kann per OSD auf dem Bildschirm immer beim Titelwechsel angezeigt werden, was gerade gespielt wird. Zudem ist ein Lyrics- und ein Wikiaddon von Haus aus installiert. So kann man sich den zur Band passenden Wikieintrag oder die aktuellen Lyrics zum Lied anzeigen lassen.

Wie in diesen zwei Bildern zu sehen ist, kann auch die Leiste oben wieder auf die alte Version (small) geändert werden, wer die Vor- und Zurückspulbuttons lieber links an der Seite hat. Mir persönlich gefällt die „Minimize to tray“ Funktion auch sehr gut. So kann ich das Programm minimieren ohne dass es unten in der Taskleiste angezeigt wird und ich kann trotzdem per klick in die Traybar das Lied wechseln oder nach schauen wie lang das aktuelle Stück noch läuft. Schade hingegen ist, dass ich viel KDE-Software installieren muss. So läuft Amarok natürlich nicht als native Windows Version und ich kann Dinge wie Mediatasten nicht benutzen. Auch eine lange Ladezeit und ein hoher Speicherbedarf auf der Festplatte wird dadurch verursacht. So sind auch beim Start ab und an auch Fehlermeldungen zu sehen, allerdings lief das Programm trotzdem bei mir immer ohne Probleme.

Positiv:

  • – Integrierter Cover-Fetcher
  • – OSD Anzeige
  • – Lyrics & Wiki vorinstalliert
  • – Minimize to Tray Funktion

Negativ:

  • – Der Standard-Installer funktionierte nicht, der funktionierende war mit 448 MB EXTREM groß!
  • – Fehler ab und an beim Starten
  • – Lange Ladezeit
  • – Großer Festplattenbedarf (2,66 GB)
  • – Keine Media hotkeys
  • – Keinerlei Sync-Funktionen

Media Jukebox

Von diesem Player habe ich noch nie gehört, aber so wie sich die Website ließt, hat das Programm wohl früher etwas gekostet. Es wurde jetzt umbenannt und umgezogen.

Erster Eindruck: „Oh da hab ich mir wohl ein iTunes Clone geladen“. Aber das war weit gefehlt. Das Programm überrascht mit extrem gutem Umfang. Ich bin echt erstaunt. Auch wenn mir das Design (Es gibt allerdings vorinstalliert einige Skins und im Web etliche) nicht sonderlich gut gefällt – schlecht sieht es ja nicht aus – ist es aber von der Funktion her ein extrem vielfältiger und sehr guter Player. EDIT: Anscheinend entwickelt diese Firma auch eine kostenpflichtige Version auf die man Upgraden kann.

Nachdem ich die Menüs einmal durch geklickt hatte, war ich wirklich fasziniert. Das Programm erkannte meinen MP3-Player sofort, es durchsuchte meine Festplatte nach Musik – alternativ kann man auch bestimmte Ordner angeben. Die Suche ist sehr schnell und sucht direkt beim Tippen. Covers werden automatisch geladen und die Playlistverwaltung ist wirklich sehr einfach und sehr gut. Zudem verfügt die Software über einen integrierten Browser, allerdings ist diese Lösung lange nicht so komfortabel und praktisch wie in Songbird. Bei klick auf Skins werde ich immer noch auf meinen Standard-Browser verwiesen anstatt, die Seite direkt im playereigenen Browser zu öffnen.

Zusätzlich kann man Plugins und Skins installieren (Wobei dies anscheinend Teils der kostenpflichtigen Version vorbehalten ist). Die Skininstallation funktionierte bei mir nicht richtig, ich musste selbst meinen Skin in den richtigen Ordner kopieren. Kleine Fehler trüben allerdings das Gesamterlebnis, so ging beim zweiten Start das Menü nicht auf und ein weiteres Mal fehlte ein Menüeintrag komplett.

Trotz allem bin ich von diesem Player positiv beeindruckt. Der Funktionsumfang ist wirklich sehr gut. Schade, dass nicht alles perfekt funktioniert hat. Ich bin zudem kein Freund von Playern bei denen man sich eine „bessere“ Version kaufen kann. Ich muss auch bemerken, dass meiner Meinung nach viele Funktionen besser erreichbar sein könnten. Oft muss man zwei-drei Mal mehr klicken als in anderen Playern um gewünschte Funktionen zu aktivieren. Könnte ein wenig „flüssiger“ in der Bedienung sein.

Positiv:

  • – Erkennt MP3-Player automatisch
  • – Automatisch Bibliothek erstellung
  • – Integrierte Skin- und Pluginverwaltung (Teils nur in der „Premium“-Version)
  • – Automatischer Coverdownload
  • – Tolle Playlistverwaltung
  • – Encoder
  • – Gute Suchfunktion
  • – Sehr viele Features
  • – Dynamische Playlists
  • – Brenn- & Rippfunktion

Negativ:

  • – Bugs im Einstellungsmenü
  • – Menü ging teils nicht mehr auf
  • – Skin-Installation hat nicht funktioniert
  • – Upgrade Werbung beim Start
  • – Bedienung manchmal Verschachtelt

Songbird

Wie es eigentlich von Mozilla  nicht anders zu erwarten war wurde dieser Player ziemlich gut weiterentwickelt, so sind nun wesentlich mehr Funktionen in der Beta Version vorhanden, zudem wurden alle Fehler und Bugs die ich damals noch bemängelt habe, vom Hersteller gefixed (Ist ja klar, genau deswegen gibt es Betas). So gibt Songbird ein sehr schönes Gesamtbild ab.

Erster Eindruck: Schon direkt nach der Installation wird gefragt welche Sprache und welche Addons gewünscht sind. So werden direkt MP3-Player Support und verschiedene Codecs angeboten. Ich finde es sehr gut, dass ausgewählt werden kann, was installiert werden soll, so können Dinge die nicht benötigt werden, einfach weggelassen und bei Bedarf später installiert werden. Sieht auf den ersten Blick aus wie früher nur das Design ist ein wenig anders. Wenn die Funktionen verbessert wurden, super!

Die einzige Richtung die mir bei der Entwicklung nicht wirklich gefällt ist die Farbwahl des Designs, an sich gefällt es mir gut, aber warum musste es Lila sein? Zum Glück gibt es ja die guten alten „Federkleider“, so kann per klick ein anderes Design ausgesucht werden. Der integrierte Browser ist wie früher schon sehr praktisch um an Addons und Skins zu kommen.

Die MP3-Player Sync funktioniert ohne Probleme direkt von Anfang an. Super übersichtlich mit Platzanzeige und sehr vielen Sync-Einstellungen, vorbildlich! Allerdings überträgt Songbird keine Cover auf meinen Sony MP3-Player, was natürlich sehr schade ist. Musik Jukebox war in dieser Hinsicht besser. Ansonsten gefällt mir die Sync aber besser, als bei Media Jukebox (Ich weiß natürlich nicht wie das bei anderen MP3-Playern aussieht). Sehr gelungen ist die Shoutcast Internetradio-Integration so kann direkt in Songbird auf eine Auswahl von fast 500 Radiosendern zugegriffen werden. Diese können natürlich auch nach Genre oder nach Zuschauerzahl geordnet werden.

Eine ebenfalls sehr nützliche Funktion ist der „Musik Verwaltungs-Modus“ mit welchem der angegebene Musikordner neu strukturiert werden kann. So kann Songbird die Lieder auf der Festplatte beliebig nach Wunsch in Ordner verschieben und die Dateien richtig benennen. So kann selbst auf der Festplatte eine gewisse Ordnung hergestellt werden. Viele solche praktischen Funktionen finden sich in den Einstellungen. Auch die Normalisierungs-Funktion die alle Lieder gleich laut machen soll. Allerdings funktionierte diese bei mir nur beschränkt, ich habe mich aber auch nicht weiter damit befasst. Auch ein Store ist in Songbird integriert (7digits).

Schlecht finde ich, dass die Einstellungen die ich in der Sidebar mache, wie im Bild unten (das Auf- und Zuklappen der Menüpunkte) nicht beim Schließen gespeichert werden und somit beim Neustart jedes Mal alles aufgeklappt ist. Die Coverübertragung auf den MP3-Player fehlt mir wie schon erwähnt leider auch (klingt trivial sieht bei meinem Player aber wirklich etwas blöd aus). Auch eine Albenansicht ist leider nicht integriert und muss extra heruntergeladen werden (und selbst hier gefallen mir die meisten nicht wirklich), könnte schön visualisiert werden. Aber das sind trotzdem alles nur Kleinigkeiten. Nachdem ich Songbird meinen Wünschen nach eingerichtet hatte sah es letztendlich aus wie folgt:

Insgesamt bin ich wirklich sehr beeindruckt von der Weiterentwicklung und bin gespannt wie der Player bei meinem Ressourcenverbrauch-Test abschneidet. Im letzten Test war dies noch eine sehr schwere Disziplin für Songbird.

Positiv:

  • – Einrichtungsassistent beim ersten Start
  • – Shoutcast integriert
  • – Extra Dienste (7digital, Konzerte…)
  • – Verwaltungs-Modus
  • – Integrierter Browser praktisch für Addons & Skins
  • – Store
  • – Dynamische Playlists
  • – Erkennt MP3-Player automatisch
  • – Sehr viele Funktionen
  • – Coverdownload
  • – CD Ripfunktion
  • – Autotag Funktion

Negativ:

  • – Farbe des Skins gefällt mir gar nicht
  • – Übernimmt Einstellungen in der Sidebar nicht
  • – Benutzung der Wiedergabelisten etwas Unübersichtlich
  • – Soweit ich gesehen habe keine CD-Brennfunktion

Winamp

Als ich mir das aktuelle Winamp auf meinem Desktop-PC installieren wollte, ging der offizielle Download-Link auf einmal nicht mehr… Sehr komisch, auf meinem Laptop ging es wunderbar. Bei der Installation fiel mir als erstes die ganze Werbung auf die Winamp mit installieren will. Ich möchte Dinge wie Standardsuchmaschine, Toolbar und extra Software nicht vorausgewählt installiert bekommen.

Erster Eindruck: Winamp fragt sofort nach dem typischen Medienimport, sehr schön. Der Skin hat sich seit Jahren wohl nicht groß verändert. Sieht immer noch aus wie beim letzten Test.

Ich finde Winamp hat sich aber trotzdem gut weiterentwickelt. Ich hatte teilweise Probleme mit Plugins, aber an sich ist Winamp trotz der etwas unübersichtlichen Oberfläche sehr gut zu benutzen und beinhaltet eigentlich alle wichtigen Funktionen. Auch wenn ich mich über die fehlende Shoutcast Radio Integration sehr wundern muss, da Shoutcast eigentlich vom selben Hersteller ist. Anstatt diesem Service kann man allerdings auf ein Podcast Directory zurückgreifen, das recht viele Sender listet, von mir allerdings nicht getestet wurde.

Die MP3-Player Sync Funktioniert wunderbar von Haus aus, ohne besondere Einstellungen, selbst mit Coverübertragung. Die Addons werden direkt über den integrierten Browser angeboten, wie bei Songbird. Wenn auch nur klein gefällt mir die Arstist Information unten ganz gut. Auch den Songticker der den aktuellen Song unten rechts anzeigt sobald gewechselt wird ist sehr schön gemacht. Wie gewohnt findet sich natürlich auch noch der alte Modern Skin mit „Undock Funktion“:

So kann in diesem Modus jedes Fenster unabhängig von den anderen bewegt oder entfernt werden. Insgesamt finde ich den Funktionsumfang allerdings nicht so gut wie bei vielen anderen getesteten Playern. Doch die wichtigsten Funktionen sind natürlich integriert und zudem können durch die sehr zahlreich Vorhandenen Plugins sehr viele fehlende Funktionen natürlich ergänzt werden.

Positiv:

  • – Erkennt automatisch den MP3-Player
  • – Addons und Skins durch integrierten Browser Downloadbar
  • – 7digital integriert (fragt sogar um Erlaubnis, sehr schön!)
  • – Podcast Directory
  • – Modern Skin gewohnt gut und Platzsparend
  • – Integrierte Artist Information
  • – Songticker
  • – Dynamische Playlists
  • – Autotag und Albumcover Download, wenn auch umständlich

Negativ:

  • – Bei der Installation will Winamp eine Toolbar und Extrasoftware installieren
  • – Ebenfalls soll der Standardsuchmaschinen Betreiber auf AOL geändert werden
  • – CDs als MP3 rippen nur mit Winamp Pro
  • – Wo sind die Shoutcast Internet Radios?
  • – Gute Brennfunktion nur mit Pro
  • – Einstellungsmenü unübersichtlich und verschachtelt

Media Monkey

Schon direkt auf der Download-Seite wird mir klar gemacht, dass ich mir lieber Media Monkey Gold kaufen und installieren soll, als die kostenlose Version.

Erster Eindruck: „Igitt warum kommt beim Starten eine „Kaufen Sie Gold jetzt!“ Werbung?“. Denn direkt nach der Installation kommt ein Assistent der mich auffordert mir die Gold Version zu kaufen. Allerdings wird mir auch sofort die Einrichtung der Medienbibliothek vorgeschlagen, sehr gut! Nach dem Import der Musikdaten hat sich das Programm gleich das erste Mal aufgehängt, kein guter Start…  Beim zweiten Anlauf scheint alles reibungslos zu funktionieren.

Es gibt von Haus aus schöne vordefinierte Ansichten auf die durch einen Klick in der Menüleiste gewechselt werden können. Sehr hervorzuheben ist die sehr gut gemachte MP3-Player Sync, die durch tolle Funktionen wie „zufällige Auswahl an Liedern synchronisieren“ schön erweitert wird. Auch die Coverübertragung funktioniert wunderbar. Insgesamt hat dieser Player sehr tolle Ideen integriert, wie z.B. der „Auto-DJ“ so werden automatisch ans Ende der aktuellen Playlist immer wieder 5 (frei definierbar) neue zusätzliche Lieder gehängt werden. Wie Amarok hat Media Monkey auch eine OSD Anzeige integriert, so wird beim Songwechsel immer das aktuelle Lied unten rechts angezeigt. Sehr gut gefällt mir auch der Partymodus:

Mit diesem Modus kann man auf einer Party seinen Computer mit einem Password vor unbefugtem Zugriff schützen, aber trotzdem die wichtigsten Funktionen des Players allen Leuten zugänglich machen. Eine tolle Idee. Allerdings ist das Größte Manko für mich das fehlen der Ordnerüberwachung in der kostenlosen Version (erst in der „Gold“ Version integriert). So muss immer per Hand die Bibliothek aktualisiert werden, sobald ein neues Album oder Lied hinzugekommen ist. Für mich sehr schlecht.

Positiv:

  • – Sehr viele innovative Ideen die andere Player nicht haben
  • – Party Modus
  • – Vorinstallierte Skin-Auswahl
  • – CD-Ripfunktion
  • – Dynamische Playlists
  • – Erkennt MP3-Player automatisch, sehr gute Mp3-Player Einstellungen
  • – (kleiner) Einrichtungsassistent beim ersten Start
  • – Lautstärkeanpassungs Funktion (Funktioniert nicht immer)
  • – Autotag Funktion
  • – Shoutcast integriert (Allerdings über offizelle Website im Player)

Negativ:

  • – Aufdringliche Werbung beim ersten Start
  • (- Nach Import der Musikdaten abgestürtzt – nicht reproduzierbar)
  • – Manche Dinge nur mit „Gold“ verwendbar. z.B. richtige Brennfunktion und Encoding
  • – In der kostenlosen Version keine Ordnerüberwachung vorhanden! Sehr schade.

AIMP2 und AIMP3 Beta

Diese zwei Player möchte ich in einem Abschnitt testen, da die Version 3 erst in der Beta Version steckt und sich wahrscheinlich nicht zu viel im Vergleich zur alten Version getan hat, aber genaueres sehen wir gleich. Auf der Download-Seite sind zum einen der Player zum anderen aber auch – separat installierbar – die AIMP Tools zu finden, hier versteckt sich ein Encoder und ein Recorder. Ich finde die Trennung und somit den optionalen Download eine gute Wahl. So muss, falls nicht benötigt keine zusätzliche Software installiert werden und so kann Platz gespart werden. Auch zum Download gibt es Skins, Plugins und sogar einen Skin-Editor. Die Auswahl ist nicht berauschend, aber unter den vorhandenen Skins sind durchaus recht schöne zu finden.

Erster Eindruck: Der Player an sich sieht ganz hübsch aus. Erinnert ein wenig an ein modernisiertes Winamp (mit Modern Skin). Schön und klein gehalten. Die Beta 3 sieht allerdings noch etwas besser aus, von der Art ist es genau das selbe aber das Design ist etwas anders. Vergleich:

Integriert ist ein Online Radio Browser wobei im Test nur IceCast ging, bei Shoutcast blieb die Liste leider leer. Bei Version 3 gibt es Shoutcast nicht mehr als Auswahlsmöglichkeit, nur noch „Custom“, das heißt man kann seine eigenen Sender mit deren URL eintragen. Aber auch die Auswahl bei IceCast ist wirklich groß, so dass wenig Wünsche offen bleiben. AIMP3 hat eine Songanzeige, so wird oben der aktuelle Titel eingeblendet. Auch wenn ich bisher nie auf die Soundqualität eingegangen bin, stelle ich im direkten Vergleich fest, dass AIMP3  wesentlich voller klingt. Die Soundqualität (zumindest bei diesem Radiosender) war in AIMP3 anders. Das liegt an der Ausgabewahl, Standard in AIMP3 ist hier WASAPI und nicht DirectSound. Die Lautstärkenanpassung scheint in diesem Player gut zu arbeiten. Leider „springt“ die Lautstärke in einem Lied wenn ein kurzer leiser Teil und dann wieder ein etwas lauterer kommt. Das ganze Lied müsste einheitlich lauter sein und nicht dynamisch. Ansonsten funktioniert diese Funktion aber recht gut.

Einen erheblichen Unterschied bemerkt man in den Einstellungen, so gibt es in AIMP3 viel mehr Optionen und diese sind auch schöner gestaltet. Es scheint so als hätten die Entwickler gut überlegt was sie in der neuen Version tun, sehr schön! Die Medienbibliothek ist über einen Knopf an der Oberseite erreichbar und erscheint in einem Extrafenster. Dies kann nun als positiv oder negativ bewertet werden, ich finde es ganz praktisch, so kann per Medialibrary eine Playlist erstellt werden, aber normalerweise sieht man nur die kleine Anzeige, die allerdings im Gegensatz zu Winamp und Co. auch schon in der Playlist die Einträge nach Album sortiert.

Man kann in eine Albumview umschalten und natürlich auch sortieren. Schön ist die kleine Statistik, die anzeigt welche Lieder wie oft und welche bevorzugt laufen, so können auf Grund dieser Infos neue Playlist erstellt werden (Schön ist, dass das Lied erst nach einer bestimmten Zeit als „gespielt“ gekennzeichnet wird, so werden übersprungene Lieder nicht gezählt). Klar tun das viele andere Player auch, aber die Möglichkeit es darzustellen und wie das ganze abläuft gefällt mir hier sehr gut.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Medialibrary mehr oder weniger unabhängig vom Player ist. So besteht die Möglichkeit die ganz normale Playlist laufen zu lassen, zu pausieren, kurz in der Medialibrary ein Lied suchen, dieses dort direkt anzuhören und es z.B. der aktuellen Playlist hinzuzufügen und am Schluss einfach wieder auf Play zu drücken, so startet die Wiedergabe genau an der Position an der vorher pausiert wurde. Gute Idee. Vergleich Version 2 und 3:

Auch einen – wenn auch etwas umständlichen – Tag-Editor und Cover-Downloader gibt es in AIMP

Positiv:

  • – Klein, übersichtlich aber mit allen Funktionen
  • – Online Radio (nur IceCast + Custom)
  • – Automatische Lautstärkeregelung (springt aber dynamisch im Lied)
  • – Minimize to Tray
  • – Autotag & Cover Download
  • – Dynamische Playlists & Statistiken
  • – Automatisches Beenden

Negativ:

  • – Aktuelle Updates nur über russische seite (ist aber kein größeres Problem)
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine CD Brenn- und Ripfunktion

Foobar2000

Foobar ist einfach ein besonderer Fall. Das Programm ist weder schön noch wirklich übersichtlich im Standard-Layout. Das schöne ist, dass man das Layout mit ein paar Klicks sehr grundlegend ändern kann und somit einen sehr individuellen Player erhält. So sieht mein Player inzwischen so aus:

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit sehr schicke Skins zu installieren, allerdings bin ich an den Versuchen meistens gescheitert, da oft eine alte Programmversion/Pluginversion verlangt wird. In Sachen Funktionsumfang und geschickter Benutzung ist dieses Programm aber einfach super. Solang man nicht viel im Player machen will und nur Musik hören, ist dieser Player super. Es ist oft etwas verwirrend die entsprechenden Punkte im Menü zu finden, aber es gibt so ziemlich für alles Funktionen, so sind Encoder integriert, die Autotag Funktion ist sehr gut, selbst Aufnahme und sehr ausführliche Infos. Es ist schwer alle guten Dinge hervorzuheben. Foobar ist auf eine andere Benutzergruppe ausgelegt. „Normale“ User werden sich wahrscheinlich etwas überfordert fühlen, aber sobald man mit den Optionen und Funktionen umgehen kann, bietet Foobar ein sehr gutes Musik Erlebnis.

Positiv:

  • – Sehr viele Funktionen
  • – Kann fast alles convertieren
  • – Super Auto-Tag Funktion
  • – Mit den umfangreichen Plugins ist so gut wie alles nachrüstbar
  • – Grundlegende Funktionen wie Suche und Playlist sehr einfach bedien- und erreichbar

Negativ:

  • – Erweiterte Funktionen sind verschachtelt und nicht ganz einfach zu erreichen
  • (- Kein Wert auf Design gelegt, sehr schlicht ohne Albencover oder ähnliches – je nach Benutzer nicht unbedingt negativ)
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine Online Radios integriert
  • – Keine dynamischen Playlists

Jaangle

Erster Eindruck: Das Design sieht leicht altbacken aus und mir stach sofort ein Fehler beim Design ins Auge (Im Bild hinter dem Text neben dem Cover). Auf den zweiten Blick bieten sich allerdings Interessante Funktionen wie die frei veränderbare Oberfläche. Jedes Fenster kann individuell verändert und angepasst werden. Auch der Quizmodus und die History sind sehr schön.

Die Liedtextsuche ist auch eine sehr coole Funktion, so kann ein Lied gefunden werden, von dem nur ein Textschnipsel im Kopf herumschwirrt. Insgesamt finde ich den Funktionsumfang gegenüber den anderen Playern aber eher mager. Der Player hat einen guten Ansatz aber noch deutlich Entwicklungsbedarf um mit anderen Playern mitzuhalten. Noch ein Bild vom Quizmodus:

Positiv:

  • – Songticker
  • – Sehr coole Quiz Funktion
  • – Schicke History
  • – Lyrics Abfrage Integriert
  • – Design komplett veränderbar durch benutzerdefinierte Fenster

Negativ:

  • – Design hat Fehler
  • – Durchschalten der Anzeigen
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine CD Rip- und Brennfunktion
  • – Keine Autotag oder Cover-Download Funktion
  • – Keine Plugins
  • – Keine großartige Skinfunktion, abgesehn von Farbänderungen
  • – Keine Online Radios integriert
  • – Keine dynamischen Playlists

MusicCube 2

Es ist natürlich keines Wegs fair ein Developer Milestone mit einer vollwertig über Jahre entwickelte Musiksoftware zu vergleichen. Deswegen will ich auch nur kurz in diese Software hineinschauen und keinen großen Test schreiben. MusicCube 2 soll anscheinend ein komplett neu programmiertes MusicCube 1 sein. So soll der Ressourcenverbrauch sinken und somit die Performance steigen.

Da man mit der aktuellen Version von MusicCube 2 aber so gut wie nichts anfangen kann, da diese Software einfach noch nicht fertig ist, möchte ich hier auf meinen alten Test der Version 1 verweisen und nichts weiteres hierzu schreiben.

Evil Player

Wer das absolute Minimum für einen Musikplayer haben will sollte sich diese Software anschauen. Mit unglaublichen 571 KB ein echtes Phänomen. Wo sonst findet sich ein so extrem kleiner Player? Natürlich kann man diesen Player nicht im Funktionsumfang mit den anderen vergleichen. Aber ich bin erstaunt wie viele Funktionen sich auf so kleinem Raum befinden können. Es gibt nur das Hauptfenster, alle Optionen werden im „Rechtsklick-Menü“ aufgerufen.

Sogar Plugins und eine History sind hier zu finden. Um kurz Lieder abzuspielen ist der Player perfekt. Sehr klein, alles sparsam gehalten und wirklich alle Abspielfunktionen die man braucht. Auf einen Vergleich mit den anderen im Sinne von Positiv/Negativ werde ich hier verzichten, da der Player außer Abspiel-Funktionen nicht sehr viel beinhaltet.

Windows Media Player 12

Den in Windows integrierten Player kennt wohl so ziemlich jeder. Inzwischen sind wir in Windows 7 bei der Version 12 angekommen. Oberflächlich sieht er gewohnt, wie auch schon die anderen Player vor ihm aus. Die „normale“ Ansicht, die wahrscheinlich schon jeder einmal gesehen hat:

Und hier auch noch die Medialibrary:

Der Media Player verfügt eigentlich über alle wichtigen Funktionen, so kann auch hier nach Metadaten wie Cover und Namen gesucht werden und diese automatisch vervollständigen. Die MP3-Player Sync funktioniert vorbildlich. Auch Cover werden übertragen und sind auf meinem MP3-Player zu sehen. Playlisten verwalten ist natürlich auch kein Problem. Allerdings finde ich den Media Player insgesamt eher etwas unübersichtlich und ich muss oft überlegen und die Funktionen die ich möchte erst suchen. Auch Plugins und Skins gibt es von Microsoft, allerdings finde ich die Skins auf der Microsoft Website nicht wirklich ansprechend, aber sicherlich gibt es noch mehr und auch wirklich hübsche. Ich vermisse allerdings gute Funktionen wie integriertes Internet Radio oder dynamische Playlists

Positiv:

  • – Autotag/Metadaten & Cover Download
  • – Gute MP3-Player Sync
  • – CD Rip- und Brennfunktion
  • – Plugins & Skins
  • (- Keine Installation, vorinstalliert (oder per Windows Update))

Negativ:

  • – Unübersichtlich
  • – Keine Internetradio Integration
  • – Keine Dynamischen Playlists
  • – Standard Design nicht ansprechend

Test: Systemauslastung

In diesem Abschnitt möchte ich klären wie viele Ressource und Systemauslastung die Player verbrauchen. Inzwischen ist die Technik so weit, dass der Ressourcenverbrauch nicht mehr so wichtig ist, bei zwei Kern Prozessoren, bleibt normal genug Leistung um einen Musikplayer zu betreiben. Aber für ältere Maschinen oder für moderne Spiele (falls man Musik im Hintergrund hören möchte) ist dieser Test vielleicht ganz interessant, ich bin auf jeden Fall gespannt.

Testsystem: Acer Laptop: Core i5 2x 2,67 Ghz, 4 GB DDR3-Ram, (ATI 6550M)

1. Test: Prime95

Amarok: Der Start hat extrem lange gedauert, hat anfangs auch kurz geruckelt, lief danach aber wunderbar.

Media Jukebox: Nach kurzer „Eingewöhnungsphase“ überhaupt kein Problem mehr. Man bemerkt dezent längere Ladezeiten, aber die Abspielfunktion wird in keinster Weiße beeinflusst.

Songbird: Sehr lange Startzeit. Nach kurzen Rucklern kein Problem mehr.

iTunes: Ebenfalls längere Ladezeit und kurze grafische Probleme, aber danach keine Probleme.

Winamp, MediaMonkey, AIMP2 & 3, Foobar, Jangle, Evil Player, Windows Media Player, Zune: Keine Veränderung bemerkbar.

Es kann also mit Recht behauptet werden, dass CPU und RAM Auslastung inzwischen überhaupt kein Problem mehr sind. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern als ich den Windows Media Player ausmachen musste, da die Musik nur noch geruckelt hat. Diese Zeiten sind definitiv vorbei 🙂 .

2. Test: Spiele

Trotz Lags in einigen Spielen konnte ich in jedem Test die Musik ohne Probleme durchgehend hören. Anscheinend ist dieses Problem im Zeitalter der Dualcores auch schon lange gegessen. Nächster Test!

3. Ressourcenverbrauch

Geordnet von wenig nach viel:

  • 1. Platz:  Evil Player
  • 2. Platz: Foobar2000
  • 3. Platz: AIMP 2
  • 4. Platz: Jaangle
  • 5. Platz: AIMP 3 (Die Medialibrary braucht nur Ressourcen wenn sie offen ist (Extra Programm))
  • (6. MusicCube 2)
  • 6. Platz: Media Jukebox
  • 7. Platz: iTunes (Anzumerken: Die mit installierte Software iTunes Helper ist immer offen auch wenn iTunes zu ist)
  • 8. Platz: Media Monkey
  • 9. Platz: Winamp
  • 10. Platz: Zune
  • 11. Platz: Songbird
  • 12. Platz: Amarok2

Fazit

Nach diesen ganzen Tests kann ich eigentlich gut behaupten, dass der Ressourcenverbrauch heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Alle Anwendungen und Spiele liefen mit dem Player im Hintergrund ohne Probleme auf Seiten der Player, das war früher anders. So kann man sich eigentlich getrost einen Player basierend auf den Funktionen und dem Design auswählen.

Gerade hier ein Player zu empfehlen ist sehr schwer. Mir persönlich hat im Test AIMP sehr gut gefallen. Dieser Player ist klein gut zu bedienen, hat aber bei Wunsch alle Funktionen die ein guter Player haben muss. Diese sind jedoch „unter der Haube“ versteckt. Gefällt mir einfach sehr gut.

Auch von Songbird bin ich wieder begeistert. Der Funktionsumfang ist einfach super. Es ist schwierig etwas wirklich schlechtes bei diesem Player zu finden. Jedoch kommt es letztendlich auf den Geschmack des Users an wie viel Funktionen wirklich benötigt werden.

Media Monkey und Media Jukebox überzeugen mit vielen Funktionen und vorallem auch mit innovativen Ideen die sonst in keinem Player integriert sind. Je nach Bedarf sind darunter extrem praktische Dinge. Allerdings schreckt mich die Tatsache, dass Werbung für die „Premium“ oder „Gold“ Version gemacht wird in jedem Falle ab. Ich kann es zwar verstehen, aber es gefällt mir einfach nicht.

Von iTunes bin ich insgesamt eher positiv beeindruckt. Sofern man sich dazu aufraffen kann eine AppleID zu erstellen (und den eventuell damit Verbundenen Dingen – ich weiß nicht ob Apple so Daten Sammelt), der bekommt mit iTunes einen guten und umfangreichen Player.

Amarok ist meiner Meinung nach hingegen nicht zu benutzen. Aber es ist ja auch noch keine offizielle Version sondern nur ein Vorab-Test. Ich bin gespannt wie sich die Sache bis zum Release entwickelt.

Sehr beeindruckt bin ich von Zune. Es ist wirklich sehr schön gestaltet, man hat offensichtlich viel Wert auf Design und Animationen gelegt. Abgesehen davon sind die Funktionen aber auch sehr beeindruckend und vor Allem ist das Programm sehr einfach zu bedienen und wirklich übersichtlich gestaltet. Zusätzliche Funktionen die XBox 360 Integration sind auch nett.

Wer es gerne schlicht und schnell hat ist mit Foobar oder noch kleiner Evil Player sehr gut bedient. Für User die keinen großen Wert auf Design legen (ist auch nicht wirklich wichtig wenn das Programm nur im Hintergrund läuft) sind diese Programme sehr praktisch und vorallem Foobar ist auch vom Funktionsumfang her ein sehr mächtiges Programm.

Winamp hat sich eigentlich ganz gut entwickelt. Ich persönlich bin allerdings kein großer Freund mehr von Winamp, aber es ist jedenfalls sehr gut und auch weiter zu empfehlen. Man sollte sich jedoch auch die Alternativen anschauen.

Jaangle hingegen ist meiner Ansicht nach noch nicht wirklich bereit um im täglichen Gebrauch eingesetzt zu werden. Mir fehlten hier noch viele Funktionen und ich wurde ab und an von Problemen bei dieser Software „verfolgt“. Den Ansatz finde ich allerdings sehr gut. Es hat schon jetzt einige tolle Ideen umgesetzt, wie z.B. die individuell bearbeitbare Oberfläche. Ich hoffe sehr, dass sich bei diesem Programm noch einiges tut, nur weiter!

Soundtest

Wie schon angekündigt hab ich einen kleinen Soundtest der Creative X-Fi Karte zusammen mit meinem Teufel Concept E gemacht. Das Resultat war einfach nur geil. Leider kann ich das nicht aufnehmen…  Das muss man mal gehört haben. Der Test sah folgender Maßen aus:

Emipre – Total War | Soundeinstellung 5.1 | Seabattle

empire1

empire2

empire3

Es ist ein richtig Erlebnis dieses Spiel zu spielen. Brachiale Donnerschläge wenn die Kanonen feuern, das knirschende Holz der Schiffe, wenn sie sich bewegen und natürlich der geniale surround Effekt wenn einem die Kanonenkugel direkt an der Kamera vorbeifliegt und das Schiff hinter einem trifft… WOW!

Fazit: Need 🙂 ! Hat sich echt gelohnt. So macht spielen gleich viel mehr Spass.

Creative – Sound

Wow… Ich habe mir letzte Woche eine Creative X-Fi Soundkarte gekauft. Ich hatte lange überlegt, weil die Karte mit ihren 70€ doch nicht gerade zu billig war. Aber jeder hatte mir versichert, dass der Sound bei Musik und Games kein Vergleich zu onboard Karten sein soll. Ich hatte mir ja extra einen nVidia Chip mit guter Realtek Onboard geholt.

Letztendlich hat die Neugierde und die Hoffnung auf ein besseres Sound-Erlebnis gewonnen und ich habe mir die X-Fi Titanium bestellt (eine der einzigen mit SPDIF-Ausgang, die nicht gleich 130€ kostet). Die Karte musste PCI-E sein, sonst hätte ich sie nicht in meinen PC bekommen, da hatte es nur noch Platz für eine PCI-E-Karte zwischen den beiden Grakas 😛 .

Doch nun zum wirklich wichtigem Teil: Wie klingts? Meiner Meinung nach ist die Soundkarte was für alle die:

  • – gerne und viel mit Headset am PC hocken – Sicherlich gibt es hier auch einen Unterschied von billigen zu etwas teureren Headsets, aber die Verbesserung bei meinem nicht ganz billigen Speedlink Medusa Headset ist echt unglaublich. Der 3D Sound ist echt der hammer. Zumindest bei meim Headset unbeschreiblich^^ Auch fürs Musik hören mit Headset der Hammer!
  • – gerne Musik hören – Hier bin ich der Ansicht, dass es sich eher lohnt, wenn man ein etwas teureres Soundsystem hat. An meinem alten Logitech 40€ 2.1 System hat man zwar auch schon etwas gehört, aber an meinem Teufel Concept E 5.1 Sys hört man einen deutlicheren Unterschied. Der Sound kommt viel klarer als vorher.
  • – gerne zocken – Ein Punkt den ich noch nicht wirklich getestet habe. Aber die EAX 5 Unterstützung soll für ein völlig neues Sounderlebnis sorgen, allerdings kann ich dazu noch nichts sagen. Ich werds testen! (Nachher mal ne Runde Empire anschmeißen 🙂 )

Was gibts noch zu sagen? Den Treiber einzustellen ist eine Kunst! Es gibt 3 verschiedene Modi:

Game:

game

Ich hab leider noch nicht rausgefunden, wie man hier die einzelne Boxen lauter und leiser machen kann :-/

Unterhaltung:

unterhaltung

Den Modus hab ich jetzt kapiert 🙂 Der funktioniert soweit wunderbar – Gute Einstellungsmöglichkeiten.

Audioerstellung:

audioerst

Sieht gut aus, bisher noch nicht verwendet. Scheint mir aber ziemlich praktisch zu sein. Kommt sicher noch.

Ich glaube bei den ganzen Einstellungen kann man sich todkonfigurieren. 😛 Aber das ist nicht unbedingt schlecht solange man das gewünschte Ergebniss bekommt.

Fazit:

Hat sich gelohnt, super Sound: Kaufen!

Musik-Player Test

Achtung

An dieser Stelle möchte ich auf den überarbeiteten Test von 2011 hinweisen! Dieser ist auch wesentlich umfangreicher.

 

Alter Test:

Soooo, endlich komm ich mal wieder zu einem Computertestchen. Heute waren bei mir die Musik-Player dran. Ich wollte einfach ein Mal einige Player testen, anstatt immer nur Winamp zu benutzen, zumal der in letzter Zeit bei mir einige Problemchen verursacht hatte. Ronnie hat dann so von Foobar geschwärmt und ich dachte jetzt muss ich doch einmal im Netz suchen und einen kleinen Test veranstalten. (iTunes habe ich absichtlich nicht getestet, da ich überhaupt kein Apple-Freund bin.)

Getestet wurden:

  • Winamp (Ver. 5.541 – Windows)
  • Foobar2000 (Ver. 0.9.5.5 – Windows)
  • Musikcube (Ver. 1.0 – Windows)
  • Songbird (Ver. 0.7.0 Beta – Windows)
  • Amarok (Ver. 2.0 Beta – Windows/Linux – Ver. 1.4.x – Linux)

Winamp:

Bei mir meist in der „normalen“ Modern-Version:

Aber seit (ich glaube) der 5er Version gibt es standardmäßig eigentlich den Bento-Skin:

Ich muss hier erwähnen, dass ich Winamp schon benutze seit ich einen Computer hatte. Ich hatte wohl schon eine der ersten Versionen und benutze Winamp bestimmt schon 10 Jahre. Wobei mir früher das Design nicht gerade gefallen hat, aber damals war das einfach der beste Player. Zwischenzeitlich habe ich dann den Windows Media Player benutzt, der aber in der 9er Version während dem Rendern von 3D-Bildern/Animationen keine Musik mehr abgespielt hat und somit von mir bald wieder durch Winamp ersetzt wurde. Benutzt habe ich Winamp erst wieder mit dem Modern-Skin (früher auch mit MMD5-Skin). Aber in letzter Zeit häufen sich Probleme mit Winamp und so wollte ich mich nach alternativen umschauen.

Pro:

  • – Mit Bento schickes Desgin
  • – Lagt nicht wie z.B. der WMP während Prozessorlastigen Vorgängen
  • – Gute Media-Library
  • – Mit sehr vielen Plugins beliebig erweiterbar
  • – Eingebaute CDDB Auto-Tag-Funktion
  • – Viele einfach zu installierende Skins

Kontra:

  • – Braucht mit Bento ziemlich viel Ressourcen
  • – Sieht mit Modern-Skin nicht all zu gut aus
  • – Hat Probleme mit Netzwerkordnern wenn diese in der Playlist aber nicht angeschlossen/online sind
  • – (Kann man „gehört zu AOL“ als negativen Kritikpunkt sehen 🙂 ? ich bin absolut kein AOL-Fan)

Foobar2000:

Auf diesen Player hat mich Ronnie hingewiesen, allerdings habe ich das Programm auch schon vorher zur Musik-Kovertierung benutzt. Man kann anfangs eine beliebige Anordnung der einzelnen Funktionen aussuchen. Nach meiner Auswahl sah Foobar so aus:

Sehr schlichter, dafür aber auch Ressourcensparender Musik-Player. Durch die sehr weitreichenden und vielfältigen Optionen kann man über das Aussehen hinweg sehen, auch wenn ich es schade finde, dass – zumindest wenn ich das richtig gesehen habe – keine Möglichkeit besteht irgendwelche Dinge am Design zu verändern, wie Skins oder ähnliches (Von der Anordnung der verschiedenen Funktionen abgesehen). Aber wenn man den Player sowieso nur beim Spielen benutzt oder ihn immer im Hintergrund hat, ist dies sowieso nur nebensächlich.

Pro:

  • – Sehr viele Funktionen
  • – Kann fast alles konvertieren
  • – Braucht sehr wenig Ressourcen/Auslastung
  • – Gut erweiterbar durch Plugins
  • – Viele technische Infos über den Musiktitel (Ich nenn das jetzt einfach mal so)

Kontra:

  • – Design nicht änderbar / keine Skins
  • – Für Leute die sich nicht auskennen etwas unübersichtlich
  • – Dinge wie Auto-Tag nur mit Plugin, schade dass dies nicht von Haus aus eingebaut ist. Kann man aber ohne große Probleme schnell nachrüsten

*EDIT: Das Design kann man per Plugin doch grundlegend verändern. Ein Plugin gibt es z.B. hier. Allerdings wird dies nur per Plugin und nicht von Haus aus unterstützt. (Gelesen auf  www.exmatrikulationsamt.de)*

MusikCube:

Ich wurde über ein Forum im Netz auf diesen Player aufmerksam und habe auch gleich die neueste, aber leider schon 2 Jahre alte Version heruntergeladen. Inzwischen wird wohl schon eine Weile an der Version 2.0 gearbeitet. Ich bin gespannt wann diese herauskommt und vorallem wie diese aussieht. Anscheindend soll es auch schon eine Version 1.1 geben, allerdings ist das alles so verschachtelt. Erst war die Website bei Sourceforge, dann war es eine eigene Homepage und jetzt ist sie bei Google. Die Version 1.0 sieht so aus:

MusikCube ist ein – in der standard Ausführung – sehr minimalistischer Musik Player. Alle wichtigen Funktionen kann man aber über Plugins nachladen wie z.B. der OGG, FLAG und M3U-Playlist Support. Ansich ist das Programm ganz nett. Es gibt die wichtigtesten Funktionen und es fraß in meinem Test gestern die wenigsten Ressourcen/Systemauslastung.

Pro:

  • – Sehr klein, nur die wichtigsten Funktionen. Somit nicht überladen
  • – Kann in die Traybar minimiert werden
  • – Dynamische Playlisten
  • – Kleine Statistik

Kontra:

  • – Wenig Erweiterungen / Plugins
  • – Wenig Skins, soweit ich weiß nur Farbschema veränderbar
  • – Keine Auto-Tag Funktion
  • – Playlisten nur über Plugin und selbst dann etwas umständlich benutzbar

Songbird:

Über Songbird habe ich in der C’t gelesen. Ein von Mozilla entwickelter open-source Musik Player. Der Look erinnert im Standard-Design ein klein wenig an Apple. Ich finde es aber – trotz der Tatsache, dass ich kein Applefan bin – nicht zu nah am Apple Design:

Auch wenn Songbird im Moment noch eine Beta ist, ist es jetzt schon ein sehr guter Musik Player. Er verfügt jetzt schon über eine ziemlich große Community, der man es verdankt, dass es jetzt schon unglaublich viele Plugins jeder Art gibt. Auch Skins sind überhaupt kein großes Problem:

Jeder kann sich die extra Features herunterladen die er gerne hätte, es gibt schon richtig schöne Dinge so z.B. auch ein Albumcover MediaFlow.

Ich muss zugeben, dass ich jetzt schon von diesem Programm ziemlich faziniert bin. Sollte man auf jeden Fall mal testen 😉 .

Pro:

  • – Sehr große Skin- und Pluginauswahl (Add-on Funktion wie in Firefox/Thunderbird, daher sehr einfach)
  • – Viele praktischen Funktionen schon von Haus aus integriert
  • – Hüsches Design
  • – Album-Cover-Verwaltung
  • – Man kann Websiten direkt im Player ansurfen, z.B. Add-on Pages und kann so mit einem Klick das Add-on installieren

Kontra:

  • – Im Test höchster Ressourcen/Systemauslastungs Verbrauch
  • – Cover-Verwaltung hat bei mir die Covers nicht automatisch aus dem Netz gezogen, z.B. der Knopf „Fetch missing covers“ hat nicht funktioniert

Amarok:

Bisher gab es Amarok ja nur auf Linux, doch mit KDE 4 hat sich das jetzt geändert, jetzt kann man fast alle KDE anwendungen auch auf Windows benutzen. Gestern Abend fand ich das Design in Windows noch etwas gewöhnungsbedürftig da ich bisher nur die „Linux Atmosphäre“ gewohnt war, dort passt es echt gut hinein, auch farblich. Inzwischen finde ich es aber auch in Vista ganz okay. Die Funktionen sind einfach unschlagbar, schon die Version 1.4.x war einfach nur genial. Einer der besten Player die ich jemals benutzt habe. Da Amarok 2 noch in der Beta-Phase ist wird einiges vielleicht nicht ganz funktionieren, da werde ich wohl noch etwas testen müssen. Amarok 2 auf Windows:

Amarok glänzte schon immer mit sehr großer Funktionsvielfalt und einer ziemlich guten Media-Library mit verschiedenen Optionen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Amarok 2 Beta noch nicht ganz ausgereift ist. Es fehlen noch einige sehr gute Funktionen aus der 1.4er Version.

Pro:

  • – (läuft auch auf Windows)
  • – super Media-Library
  • – sehr gute Coververwaltung
  • – neues Design
  • – Script Verwaltung, jeder kann Scripte/Plugins schreiben, die man mit einem Klick in Amarok herunterladen und aktivieren kann
  • – OSD zeigt Titel an einer beliebigen Stelle von Bildschirm an

Kontra:

  • – es fehlen noch manche Funktionen der 1.4er Version
  • – die Scriptverwaltung ist in der 2 Beta noch nicht so gut gefüllt wie in der alten Version, dort gab es sehr viele Erweiterungen
  • – ist auf Windows manchmal noch etwas langsam
  • – recht hoher Ressourcenverbrauch/Systemauslastung

Amarok 1.4.x

Das gut alte Amarok, das ich seit jeher in Linux benutze:

Viel hier zu möchte ich nicht mehr schreiben, das meiste habe ich gerade schon erwähnt.

Pro:

  • – super Media-Library
  • – sehr gute Cover-Verwaltung
  • – Script Verwaltung, jeder kann Scripte/Plugins schreiben, die man mit einem Klick in Amarok herunterladen und aktivieren kann (sehr viele Scripte verfügbar)
  • – OSD zeigt Titel an einer beliebigen Stelle von Bildschirm an
  • – coole Statistiken
  • – Dynamische Playlisten
  • – integrierte Auto-Tag Funktion
  • – kann in die Traybar minimiert werden (Traybar Icon dient gleichzeitig als Fortschrittbalken des Liedes – sehr coole Funktion)
  • – auch sonst sehr viele Features. Ein Blick lohnt sich

Kontra:

  • – (war bisher nur für Linux)
  • – Media-Library hatte mit Netzwerk Ordnern Probleme in der Version 1.4.8 (habe bisher keinen 2. Versuch gestartet, aktuell ist 1.4.10)

Viele Negative Aspekte finde ich hier nicht einmal 🙂 .

Test: Systemauslastung

Wenn ich in Windows Musik höre, dann meistens nur während ich spiele, da ich in Windows eh nur bin um zu spielen. Ansonsten benutze ich immer Linux und dort ist Amarok sowieso mein absoluter Favorit. Deswegen sollte der Player in Windows am besten wenig Ressourcen und Systemauslastung benötigen, damit die Spiele reibungslos laufen.

In diesem Test ergab sich auf meinem Vista x64 System folgende Reihenfolge:

  • Platz 1: MusikCube
  • Platz 2: Foobar
  • Platz 3: Winamp mit Modern-Skin
  • Platz 4: Amarok 2
  • Platz 5: Winamp mit Bento-Skin
  • Platz 6: Songbird
  • (Amarok 1.4.x bleibt hier absichtlich außen vor, weil ich auf Linux nicht spiele und mir somit der Ressourcenverbrauch/die Systemauslastung in erster Linie egal ist)

Amarok und Songbird sind beides noch Beta-Versionen, deswegen hoffe ich, dass die Final Version noch etwas verbessert wird. Bei älteren Spielen und/oder guten Computern, sollte es nicht bemerkbar sein. Aber ich habe ein paar Tests gemacht und ich habe öfters deutlich gemerkt, dass Winamp oder Songbird liefen.

Fazit:

Nach diesen 2 Test-Tagen würde ich in Linux sicherlich bei meinem guten alten Amarok 1.4.x bleiben, das bietet bisher am meisten von allen getesteten Player und vorallem ist alles einfach zu erreichen und nichts muss extra im Web gesucht und dann per Plugin nachinstalliert werden. Falls es etwas nicht gibt, kann man das meiste über die interne Scriptverwaltung direkt in Amarok suchen und installieren, somit hat man keine großen Umstände und findet sehr schnell das, das man sucht.

Auf Windows würde ich, wenn man nicht spielen will Songbird empfehlen. Dieser Player kommt am nähesten an die Funktionen des alten Amarok heran, trotz der Tatsache, dass es im Moment noch eine Beta ist. Amarok 2 hat super Funktionen und sieht auch gut aus, aber es fehlen mir eindeutig noch zu viele der alten Funktionen und hoffe, dass diese bis zur Final noch integriert werden, dann wäre Amarok 2 mit sicherheit auch ein super, wenn nicht einer der besten Musik-Player auf dem PC.

Für Leute die ausschließlich spielen wollen und das Musik-Programm möglichst wenig stören soll, der sollte sich Foobar oder MusikCube anschauen. Diese Programme schenken sich in Sachen Ressourcenverbrauch fast nichts. Aber das Design und manche Funktionen vermisse ich einfach noch. Aber wenn der Player ausschließlich zur Hintergrundmusik dient, reicht dies vollkommen aus.