Linux: XBMC mit vaapi, 24p und vsync?

Sollte es nicht möglich sein mir auf Linux Filme und Serien mit dieser Konfiguration anzuschauen?

Leider scheint das nicht ganz so einfach zu sein. Ich musste ewig experimentieren bis ich überhaupt herausgefunden hatte was genau das Problem ist. Ich dachte erst mein vaapi (für alle unwissenden 😉 vaapi = Video Acceleration API, das heißt z.B. die Berechnung von Videoformaten auf die Grafikkarte zu verlagern) spinnt. Denn leider ist der Prozessor in meinem Linux-Rechner nicht stark genug um 1080p Filme über HDMI zu spielen. So musste ich mehr oder weniger auf vaapi oder einen neuen Prozessor umsteigen.

Nachdem ich die neue xbmc-pvr-git kompiliert hatte und den Rechner gerade am PC-Bildschirm und nicht am Fernseher angeschlossen hatte lief alles wunderbar. Nachdem ich wieder per HDMI an den Fernseher ging, war ich wieder bei den alten Rucklern… Toll, aber wenigstens ist jetzt klar was los ist. Vsync + 24p + vaapi = Ruckeln. Sobald eine der Optionen ausgeschaltet ist läufts. Allerdings ohne vsync zieht es die typischen Schlieren, ohne vaapi ruckelts und ohne 24p läuft der Film zu schnell.

Was jetzt?

Ich habe eine git Version gefunden die anscheinend die Entsprechenden Patches beinhalten soll. Diese werde ich nachher installieren und meinen Beitrag hier updaten 🙂 Hoffen wir das Beste. Bis nachher!

Update 1:

Mit der git Version von FernetMenta wird das Problem bei mir auf ein Minimum reduziert. Laut Forum gibt es wohl noch keinen offiziellen „echten“ fix. Nur das workaround in dieser git. Wenn ich nun ein Video starte ruckelt es anfangs kurz und ab und an alle paar Minuten hier und da. Scheint recht willkürlich zu sein. Zudem habe ich in manchen Filmen Pixelfehler bemerkt. Manche laufen super, andere ruckeln oft. Ich weiß allerdings nicht ob das mit dieser git Version zusammenhängt. Man kann sagen, dass mit diesem Patch die vaapi benutzbar, aber nicht wirklich gut wird.

Wer das selbe Problem hat und es versuchen will:

https://github.com/FernetMenta/xbmc/tree/vaapi -> Downloads -> Download tar.gz

tar xfvz name.tar.gz

cd verzeichnis

./bootstrap

./configure --prefix=/usr --enable-vaapi

make -j4

sudo  make install --prefix=/usr

Als nächste werde ich versuchen das Bild von einem externen Player (MPlayer) in xbmc zu nutzen. Dieser spielt mir die Videos ohne ein einziges Ruckeln ab. Melde mich bald zurück 😉

Update 2:

Ich weiß auch nicht so recht :-/ … Die Integration eines externen Players scheint mir auch nicht so das gelbe vom Ei zu sein. Ich hab einiges gelesen. Die XBMC Controls sind schon praktisch, dass nachher einfach ein Fenster mit dem MPlayer aufpoppt in dem der Film läuft und ich ihn nicht mit den XBMC Tasten kontrollieren kann gefällt mir nicht. Ich bin noch unschlüssig was ich nun tun soll.

Update 3:

Ich hab gerade XBMC auf meim Laptop installiert (Windows + AMD/ATI 6550). Diese Graka sollte das ohne Probleme abspielen können. Zudem hab ich noch von keinen Problemen im Zusammenhang mit Windows gehört. Aber von wegen… Man kann zwar keines Falls von großen Problemen oder schlechter Performance sprechen. Der Film wird gut abgespielt. Aber ab und an schleichen sich auch hier kleine Ruckler ein, die nicht sein sollten. Lange nicht so wie unter Linux mit vaapi, aber auf Dauer doch nervig. Also hab ich versucht die GPU Beschleunigung auszuschalten um zu sehen ob es wirklich daran liegt. Und siehe da, dank dem guten Intel i5 lief der Film ohne ein kleines Zucken wunderbar flüssig. Anstatt 5% CPU Usage nun mit 15% aber hey, was solls… was ist das schon.

Ich werde in den nächsten Tagen sehen ob ich eine nvidia Karte auftreiben kann um zu sehen was ich mit dieser anstellen kann. Aber im Moment kann ich ATI in Sachen XBMC wirklich nicht empfehlen. Bisher hatte ich nur schlechte Erfahrungen… sehr schade. Wer die Rechenpower hat: nutzt euren CPU, es läuft einfach flüssiger… Wem’s geht wie mir, der ist im Moment aufgeschmissen. Sobald ich eine nvidia Karte in die Finger bekomm gibt’s nochmal ein Update. Im Grunde kann man nur empfehlen eine CPU zu kaufen, die sowas von Haus aus ohne Probleme packt…

Olee!

Endlich frei – Semester vorbei… Danke -> wieder Zeit.

Hab gleich auch ein kleines Progrämmchen getestet um meine Musiksammlung mal richtig einzuordnen. Mir ging es langsam auf den Keks, dass meine Musikplayer mir unglaublich viele Bands, Alben und Musikrichtungen anzeigen obwohl sich vieles überschneidet. So war AC/DC unter AC/DC, ACDC, AC_DC oder auch AC DC zu finden. Also suchte ich nach einem Programm, dass meine Musiksammlung möglichst einfach und möglichst schnell richtig taged. Sie gleich in richtige Ordner zu kopieren war natürlich ein besonderer Bonus den ich auch sehr Praktisch finde.

Heraus kam MusikBrainz Picard:

Sobald ein Ordner ausgewählt oder die Auswahl ins Fenster gezogen wird erscheinen alle nicht zugeordnete Dateien auf der linken Seite. Sobald auf „lookup“ geklickt wird, versucht Picard alle Lieder mit der MusikBrainz Datenbank zu vergleichen. Das basiert auf den bisher schon bekannten Tags oder auf Grund des Dateinamens der Lieder. Aber auch Musik die nicht ganz richtig benannt sind erkennt das Programm so gut wie immer richtig. Selbst nicht benannte Lieder z.B. AudioTrack1 – 12 kann über die Funktion „analysieren“ erkannt werden. Zugeordnete Lieder sieht man auf der rechten Seite. So ist schnell ersichtlich was von einem Album vorhanden ist oder noch fehlt. Wie gut/genau die Zuordnung war ist am grünen Balken bemerkbar. Ist ein Lied anders benannt wird der Balken rot und es kann von Hand überprüft werden ob alles stimmt. Sollte alles sein wie gewünscht wählt man die Alben aus und klickt auf speichern.

Etliche zusätzliche Optionen helfen ebenfalls. So kann Picard die Musik z.B. sofort in eigene Ordner verschieben und umbenennen. Ich habe es so eingestellt, dass für jeden Künstler ein Ordner erstellt wird in welchem jedes Album wieder ein eigenen Ordner bekommt. So ist nicht nur die Sortierung im Player sonder auch auf der Festplatte garantiert!

 

Auch größere Mengen Lieder verarbeitet das Programm gut. Allerdings muss gesagt werden, dass es bei sehr großen Mengen einmal abgeschmiert ist. Nachdem ich aber immer so um die 100-500 Lieder auf einmal getagt hab lief alles wunderbar.

Für alle Leute die Ihre Musiksammlung endlich mal richtig durchtagen wollen kann ich nur Picard empfehlen! Das Programm ist wirklich gut und sehr hilfreich 😉 . Nun wird in AIMP endlich alles richtig angezeigt, das vereinfacht wirklich vieles.

Refreshed – Musik-Player Test 2011

Nachdem mehr als die Hälfte der Leute über eine Suchmaschine und der Suche nach „Musik Player Test“ auf meinen Blog kommen, dachte ich, ich könnte – nachdem ich jetzt ja wieder was schreiben will – diesen Test als Erstes überarbeiten. Ich werde ihn im Folgenden auf den neusten Stand bringen und sogar noch mit neuen Musikplayer erweitern. Allerdings werde ich in diesem Test nur noch Test für Windows durchführen, da da ich einen Vergleich zu einem einzigen Linux-Player als nicht sinnvoll erachte. Anmerkung: Dieses Mal lasse ich mich auf iTunes ein, Jens hatte beim letzten Test darauf hingewiesen. Zudem werde ich MusicCube Ver. 1.0 nicht mit aufnehmen, da dieses Programm seit dem letzten Test nicht weiterentwickelt wurde. Getestet werden dieses Mal (geordnet nach Größe):

  • Zune (Ver. 4,7 – 246,5 MB)
  • iTunes (Ver. 10.2.2.12 – 78 MB)
  • Amarok (Ver. 2.4 (windows version – „not stable“) – 56,9 MB (448 MB))
  • Media Jukebox (Ver. 14.0.166 – 13,9 MB)
  • Songbird (Ver. 1.9.3 – 13,8 MB)
  • Winamp (Ver. 5.61 – 11,9 MB)
  • Media Monkey (Ver. 3.2.5 – 7,86 MB)
  • AIMP2 (Ver. 2.61 -7,6 MB) & AIMP3 Beta (Ver. 3.00 Beta – 5,77 MB)
  • Foobar2000 (Ver. 1.16 – 3,08 MB)
  • Jaangle (Ver. 0.98e – 2,25 MB)
  • Music Cube 2 (Ver. 3.3.2 Dev Milestone – 1.36 MB)
  • Evil Player (Ver. 1.31 – 571 KB)
  • – Windows Media Player (12.0.7601 – Vorinstalliert Windows 7)

Zune:

Ich wurde beim Download von Zune von der Größe des Installers erst einmal erschlagen. Sage und schreibe 246,5 MB musste ich mit meiner, hier doch sehr gemächlichen, DSL-Leitung herunterladen.

Erster Eindruck: Nach der Installation war ich aber vom Ergebnis beeindruckt. Die Oberfläche sieht echt schick aus. Kleine Animationen untermalen dieses Bild. (Ich kenne Zune nur von meiner Xbox 360, auf der ich es aber nicht wirklich benutze).

Natürlich kann ich nach 30-60 Minuten kein wirklich endgültiges und gerechtes Urteil über diese Software fällen, aber das was man für seine 247 MB bekommt ist wirklich sehr gut. Es spielt alles wunderbar ab und es ist sehr übersichtlich, was mir wirklich gut gefällt. Es hat etliche Einstellungsmöglichkeiten. Von Musik über Bilder bis Video spielt diese Software alles ab. Sie hat einen Store integriert welcher beim Suchen direkt einblendet was es von diesem Künstler alles gibt. Gefällt mir sehr gut.

Auch Streaming auf die Xbox 360 oder Podcasts, selbst eine integrierte TV-Software gibt es. Sogar ein eigenes „Social Network“ ist integriert, basierend auf Windows Live (Nachrichten Senden, Statistiken der Freunde einsehen, Verschicken der Wiedergabeliste). Mit typischen Abspiel-Statistiken (kann man aber zum Glück auch deaktivieren). Ich habe dies alles aber nicht näher getestet. Es gibt auch einen hübschen „Abspielmodus“ in den man wechseln kann sobald man seine Playlist erstellt hat.

Es werden aktuelle Bilder mit Infos über das Album und das Lied angezeigt. Schön gemacht. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die unterstützten Film-Codecs limitiert sind. So spielt die Software z.B. keine mkv Container ab. Von Encodern hab ich bisher auch noch nichts gesehen, also kann Zune keine Musikdateien konvertieren. Mit Drag and Drop scheint das Programm auch nicht viel anfangen zu können.

Positiv:

  • – Sehr ansprechendes Design & Animationen
  • – Sehr umfangreich und zusätzlicher Store
  • – Schöner Abspielmodus
  • – Ruft auf Wunsch automatisch Metadaten ab
  • – Brenn- & Rippfunktion
  • – 360 / Windows 7 Phone Streaming

Negativ:

  • – Benötigt einen Neustart nach der Installation
  • – Der Download ist wirklich riesig im Vergleich zu den anderen Playern
  • – Kein Drag and Drop
  • – Nicht erweiterbar
  • – Keine wirklichen Skins nur kleine Design Änderungen möglich
  • – Kein Sync zu MP3-Playern außer Zune MP3-Playern möglich

iTunes

Auch die 78 MB die ich mir für iTunes herunterladen musste, sind meiner Meinung nach zu viel. Andere Player können einen großen Funktionsumfang auch mit geringerem Speicherplatz zur Verfügung stellen. Ich war über die Installation etwas erbost, da ich kein Quicktime auf meinem Rechner installieren wollte, aber von iTunes dazu „genötigt“ wurde. Zudem musste ich die Option „weitere Updates von Apple installieren“ erst deaktivieren. Es wird automatisch der Apple Updater installiert, der mir im folgenden anbietet Safari und andere Applesoftware zu laden. Nein danke, ich wollte eigentlich nur iTunes installieren!

Jetzt aber wieder zurück zum Thema: Erster Eindruck: „Oh je, ich hab mir tatsächlich Apples iTunes installiert!“ Spaß bei Seite. Ich bin von der intuitiv guten Bedienung erstaunt, allerdings gefällt mir persönlich das Standard-Design nicht wirklich gut (sicherlich gibt es wesentlich schlechtere 😉 ).

Von dem Funktionsumfang bin ich positiv überrascht, es gibt wirklich sehr viele gute und nützliche Funktionen, wie z.B. das einfache Umschalten der Ansicht, die erstaunlich vielfältige Anzeigemöglichkeiten im Hauptfenster (als Spalten) und auch die dynamischen Playlists, die sogar von Genius passend erstellt werden können. Ich habe Genius allerdings nicht getestet, da ich mir keinen iTunes-Store-Account/AppleID erstellen möchte. Womit ich gleich bei einem wichtigen Thema bin, ohne diesen Account kann man keine Cover von Alben anzeigen lassen und auch keine Cover abrufen. Die Autotag-Funktion, also das automatische benennen von Titeln funktioniert nur bei Liedern die man über den iTunes-Store importiert hat. Zudem finde ich es schade, dass keine Wiedergabelisten per Rechtsklick oder ähnlichem erstellt werden können – Ja das ist nur ein kleines Manko, aber so ist das nun mal – ich muss extra auf Datei -> Neue Wiedergabeliste.

Die tägliche Bedienung von iTunes ist wirklich sehr gut und übersichtlich, allerdings sind einige andere Funktionen dafür nur sehr verschachtelt in den Menüs erreichbar, was aber für den täglichen Gebrauch ziemlich unerheblich ist. Sehr gefreut habe ich mich über die Funktion die Lautstärke der einzelnen Liedern automatisch anzupassen, so dass alle gleich laut sind. Allerdings hat diese Funktion in meinem Test versagt. Ich musste die Lautstärke am Reciever deutlich erhöhen um letztendlich zwei – wenn auch wirklich sehr unterschiedlich laute Lieder – gleich laut zu hören. Der Store ist eine gute Funktion, ich finde es toll wenn man die Möglichkeit besitzt ein Lied auch kurz direkt im Web zu kaufen. Allerdings hört man oft Schlechte Dinge über den DRM-Kopierschutz, worauf ich allerdings nicht weiter eingehen will.

Positiv:

  • – Sehr intuitive und übersichtliche Bedienung
  • – Viele Features (mit AppleID)
  • – iTunes Store
  • – Dynamische Playlists
  • – Brenn- & Rippfunktion

Negativ:

  • – Automatische „weitere“ Software-Updates
  • – Automatische Quicktime Installation
  • – Keine Albencover (ohne AppleID)
  • – Umständlich Wiedergabelisten zu erstellen
  • – Skins umständlich und Versionsabhängig
  • – Ohne Extra-Software kein Sync zu MP3-Playern außer iPod möglich

Amarok

Der Download von  56,9 MB mutete mir etwas wenig an, für das was alles installiert werden sollte und tatsächlich bekam ich nach der Installation nur eine Fehlermeldung zu sehen. Auf der Amarok Website fand ich dann den Hinweis ich solle mir eine andere Version laden. Sage und schreibe 448 MB. Da gibts nur eins zu sagen: „Das ist RIESIG!“ Diesen Player würde ich bisher nicht wirklich als Alternative in Betracht ziehen, da ziemlich viel „Kram“ im Hintergrund installiert werden muss um den Player zum laufen zu bekommen. Natürlich bekommt man davon nicht viel mit, allerdings ist der Speicherbedarf sehr groß und der Player integriert sich auch nicht wirklich schön in die Windows-Oberfläche.

Da ich aber ein alter „Linux-Hase“ bin mochte ich Amarok schon seit der ersten Version. Daher wollte ich sehen, wie viel Fortschritt der Windows Port macht und siehe da, eigentlich ist es ganz hübsch anzusehen. Es sind viele Kleinigkeiten, die durch den Betrieb auf Windows zum Vorschein kommen, die das Gesamtbild jedoch sehr stören. Erster Eindruck: Integriert sich nicht richtig, sieht wie eine typische KDE Anwendung aus, Schade. Aber die Funktionsvielfalt scheint auf den ersten Blick dafür genau gleich groß zu sein wie in der Linux Version, Schön!

Wie schon im letzten Test angesprochen gefiel mir die alte 1.4 Version auf Linux noch besser, aber inzwischen ist die neue Amarok Version 2.4 auch sehr weit in der Entwicklung. Es lässt sich sehr gut bedienen. Hat die typischen Funktionen und sogar noch etliche mehr. So kommt diese Version mit einem Cover-Fetcher der direkt von Amazon alle CD-Cover herunterladen kann. Es kann per OSD auf dem Bildschirm immer beim Titelwechsel angezeigt werden, was gerade gespielt wird. Zudem ist ein Lyrics- und ein Wikiaddon von Haus aus installiert. So kann man sich den zur Band passenden Wikieintrag oder die aktuellen Lyrics zum Lied anzeigen lassen.

Wie in diesen zwei Bildern zu sehen ist, kann auch die Leiste oben wieder auf die alte Version (small) geändert werden, wer die Vor- und Zurückspulbuttons lieber links an der Seite hat. Mir persönlich gefällt die „Minimize to tray“ Funktion auch sehr gut. So kann ich das Programm minimieren ohne dass es unten in der Taskleiste angezeigt wird und ich kann trotzdem per klick in die Traybar das Lied wechseln oder nach schauen wie lang das aktuelle Stück noch läuft. Schade hingegen ist, dass ich viel KDE-Software installieren muss. So läuft Amarok natürlich nicht als native Windows Version und ich kann Dinge wie Mediatasten nicht benutzen. Auch eine lange Ladezeit und ein hoher Speicherbedarf auf der Festplatte wird dadurch verursacht. So sind auch beim Start ab und an auch Fehlermeldungen zu sehen, allerdings lief das Programm trotzdem bei mir immer ohne Probleme.

Positiv:

  • – Integrierter Cover-Fetcher
  • – OSD Anzeige
  • – Lyrics & Wiki vorinstalliert
  • – Minimize to Tray Funktion

Negativ:

  • – Der Standard-Installer funktionierte nicht, der funktionierende war mit 448 MB EXTREM groß!
  • – Fehler ab und an beim Starten
  • – Lange Ladezeit
  • – Großer Festplattenbedarf (2,66 GB)
  • – Keine Media hotkeys
  • – Keinerlei Sync-Funktionen

Media Jukebox

Von diesem Player habe ich noch nie gehört, aber so wie sich die Website ließt, hat das Programm wohl früher etwas gekostet. Es wurde jetzt umbenannt und umgezogen.

Erster Eindruck: „Oh da hab ich mir wohl ein iTunes Clone geladen“. Aber das war weit gefehlt. Das Programm überrascht mit extrem gutem Umfang. Ich bin echt erstaunt. Auch wenn mir das Design (Es gibt allerdings vorinstalliert einige Skins und im Web etliche) nicht sonderlich gut gefällt – schlecht sieht es ja nicht aus – ist es aber von der Funktion her ein extrem vielfältiger und sehr guter Player. EDIT: Anscheinend entwickelt diese Firma auch eine kostenpflichtige Version auf die man Upgraden kann.

Nachdem ich die Menüs einmal durch geklickt hatte, war ich wirklich fasziniert. Das Programm erkannte meinen MP3-Player sofort, es durchsuchte meine Festplatte nach Musik – alternativ kann man auch bestimmte Ordner angeben. Die Suche ist sehr schnell und sucht direkt beim Tippen. Covers werden automatisch geladen und die Playlistverwaltung ist wirklich sehr einfach und sehr gut. Zudem verfügt die Software über einen integrierten Browser, allerdings ist diese Lösung lange nicht so komfortabel und praktisch wie in Songbird. Bei klick auf Skins werde ich immer noch auf meinen Standard-Browser verwiesen anstatt, die Seite direkt im playereigenen Browser zu öffnen.

Zusätzlich kann man Plugins und Skins installieren (Wobei dies anscheinend Teils der kostenpflichtigen Version vorbehalten ist). Die Skininstallation funktionierte bei mir nicht richtig, ich musste selbst meinen Skin in den richtigen Ordner kopieren. Kleine Fehler trüben allerdings das Gesamterlebnis, so ging beim zweiten Start das Menü nicht auf und ein weiteres Mal fehlte ein Menüeintrag komplett.

Trotz allem bin ich von diesem Player positiv beeindruckt. Der Funktionsumfang ist wirklich sehr gut. Schade, dass nicht alles perfekt funktioniert hat. Ich bin zudem kein Freund von Playern bei denen man sich eine „bessere“ Version kaufen kann. Ich muss auch bemerken, dass meiner Meinung nach viele Funktionen besser erreichbar sein könnten. Oft muss man zwei-drei Mal mehr klicken als in anderen Playern um gewünschte Funktionen zu aktivieren. Könnte ein wenig „flüssiger“ in der Bedienung sein.

Positiv:

  • – Erkennt MP3-Player automatisch
  • – Automatisch Bibliothek erstellung
  • – Integrierte Skin- und Pluginverwaltung (Teils nur in der „Premium“-Version)
  • – Automatischer Coverdownload
  • – Tolle Playlistverwaltung
  • – Encoder
  • – Gute Suchfunktion
  • – Sehr viele Features
  • – Dynamische Playlists
  • – Brenn- & Rippfunktion

Negativ:

  • – Bugs im Einstellungsmenü
  • – Menü ging teils nicht mehr auf
  • – Skin-Installation hat nicht funktioniert
  • – Upgrade Werbung beim Start
  • – Bedienung manchmal Verschachtelt

Songbird

Wie es eigentlich von Mozilla  nicht anders zu erwarten war wurde dieser Player ziemlich gut weiterentwickelt, so sind nun wesentlich mehr Funktionen in der Beta Version vorhanden, zudem wurden alle Fehler und Bugs die ich damals noch bemängelt habe, vom Hersteller gefixed (Ist ja klar, genau deswegen gibt es Betas). So gibt Songbird ein sehr schönes Gesamtbild ab.

Erster Eindruck: Schon direkt nach der Installation wird gefragt welche Sprache und welche Addons gewünscht sind. So werden direkt MP3-Player Support und verschiedene Codecs angeboten. Ich finde es sehr gut, dass ausgewählt werden kann, was installiert werden soll, so können Dinge die nicht benötigt werden, einfach weggelassen und bei Bedarf später installiert werden. Sieht auf den ersten Blick aus wie früher nur das Design ist ein wenig anders. Wenn die Funktionen verbessert wurden, super!

Die einzige Richtung die mir bei der Entwicklung nicht wirklich gefällt ist die Farbwahl des Designs, an sich gefällt es mir gut, aber warum musste es Lila sein? Zum Glück gibt es ja die guten alten „Federkleider“, so kann per klick ein anderes Design ausgesucht werden. Der integrierte Browser ist wie früher schon sehr praktisch um an Addons und Skins zu kommen.

Die MP3-Player Sync funktioniert ohne Probleme direkt von Anfang an. Super übersichtlich mit Platzanzeige und sehr vielen Sync-Einstellungen, vorbildlich! Allerdings überträgt Songbird keine Cover auf meinen Sony MP3-Player, was natürlich sehr schade ist. Musik Jukebox war in dieser Hinsicht besser. Ansonsten gefällt mir die Sync aber besser, als bei Media Jukebox (Ich weiß natürlich nicht wie das bei anderen MP3-Playern aussieht). Sehr gelungen ist die Shoutcast Internetradio-Integration so kann direkt in Songbird auf eine Auswahl von fast 500 Radiosendern zugegriffen werden. Diese können natürlich auch nach Genre oder nach Zuschauerzahl geordnet werden.

Eine ebenfalls sehr nützliche Funktion ist der „Musik Verwaltungs-Modus“ mit welchem der angegebene Musikordner neu strukturiert werden kann. So kann Songbird die Lieder auf der Festplatte beliebig nach Wunsch in Ordner verschieben und die Dateien richtig benennen. So kann selbst auf der Festplatte eine gewisse Ordnung hergestellt werden. Viele solche praktischen Funktionen finden sich in den Einstellungen. Auch die Normalisierungs-Funktion die alle Lieder gleich laut machen soll. Allerdings funktionierte diese bei mir nur beschränkt, ich habe mich aber auch nicht weiter damit befasst. Auch ein Store ist in Songbird integriert (7digits).

Schlecht finde ich, dass die Einstellungen die ich in der Sidebar mache, wie im Bild unten (das Auf- und Zuklappen der Menüpunkte) nicht beim Schließen gespeichert werden und somit beim Neustart jedes Mal alles aufgeklappt ist. Die Coverübertragung auf den MP3-Player fehlt mir wie schon erwähnt leider auch (klingt trivial sieht bei meinem Player aber wirklich etwas blöd aus). Auch eine Albenansicht ist leider nicht integriert und muss extra heruntergeladen werden (und selbst hier gefallen mir die meisten nicht wirklich), könnte schön visualisiert werden. Aber das sind trotzdem alles nur Kleinigkeiten. Nachdem ich Songbird meinen Wünschen nach eingerichtet hatte sah es letztendlich aus wie folgt:

Insgesamt bin ich wirklich sehr beeindruckt von der Weiterentwicklung und bin gespannt wie der Player bei meinem Ressourcenverbrauch-Test abschneidet. Im letzten Test war dies noch eine sehr schwere Disziplin für Songbird.

Positiv:

  • – Einrichtungsassistent beim ersten Start
  • – Shoutcast integriert
  • – Extra Dienste (7digital, Konzerte…)
  • – Verwaltungs-Modus
  • – Integrierter Browser praktisch für Addons & Skins
  • – Store
  • – Dynamische Playlists
  • – Erkennt MP3-Player automatisch
  • – Sehr viele Funktionen
  • – Coverdownload
  • – CD Ripfunktion
  • – Autotag Funktion

Negativ:

  • – Farbe des Skins gefällt mir gar nicht
  • – Übernimmt Einstellungen in der Sidebar nicht
  • – Benutzung der Wiedergabelisten etwas Unübersichtlich
  • – Soweit ich gesehen habe keine CD-Brennfunktion

Winamp

Als ich mir das aktuelle Winamp auf meinem Desktop-PC installieren wollte, ging der offizielle Download-Link auf einmal nicht mehr… Sehr komisch, auf meinem Laptop ging es wunderbar. Bei der Installation fiel mir als erstes die ganze Werbung auf die Winamp mit installieren will. Ich möchte Dinge wie Standardsuchmaschine, Toolbar und extra Software nicht vorausgewählt installiert bekommen.

Erster Eindruck: Winamp fragt sofort nach dem typischen Medienimport, sehr schön. Der Skin hat sich seit Jahren wohl nicht groß verändert. Sieht immer noch aus wie beim letzten Test.

Ich finde Winamp hat sich aber trotzdem gut weiterentwickelt. Ich hatte teilweise Probleme mit Plugins, aber an sich ist Winamp trotz der etwas unübersichtlichen Oberfläche sehr gut zu benutzen und beinhaltet eigentlich alle wichtigen Funktionen. Auch wenn ich mich über die fehlende Shoutcast Radio Integration sehr wundern muss, da Shoutcast eigentlich vom selben Hersteller ist. Anstatt diesem Service kann man allerdings auf ein Podcast Directory zurückgreifen, das recht viele Sender listet, von mir allerdings nicht getestet wurde.

Die MP3-Player Sync Funktioniert wunderbar von Haus aus, ohne besondere Einstellungen, selbst mit Coverübertragung. Die Addons werden direkt über den integrierten Browser angeboten, wie bei Songbird. Wenn auch nur klein gefällt mir die Arstist Information unten ganz gut. Auch den Songticker der den aktuellen Song unten rechts anzeigt sobald gewechselt wird ist sehr schön gemacht. Wie gewohnt findet sich natürlich auch noch der alte Modern Skin mit „Undock Funktion“:

So kann in diesem Modus jedes Fenster unabhängig von den anderen bewegt oder entfernt werden. Insgesamt finde ich den Funktionsumfang allerdings nicht so gut wie bei vielen anderen getesteten Playern. Doch die wichtigsten Funktionen sind natürlich integriert und zudem können durch die sehr zahlreich Vorhandenen Plugins sehr viele fehlende Funktionen natürlich ergänzt werden.

Positiv:

  • – Erkennt automatisch den MP3-Player
  • – Addons und Skins durch integrierten Browser Downloadbar
  • – 7digital integriert (fragt sogar um Erlaubnis, sehr schön!)
  • – Podcast Directory
  • – Modern Skin gewohnt gut und Platzsparend
  • – Integrierte Artist Information
  • – Songticker
  • – Dynamische Playlists
  • – Autotag und Albumcover Download, wenn auch umständlich

Negativ:

  • – Bei der Installation will Winamp eine Toolbar und Extrasoftware installieren
  • – Ebenfalls soll der Standardsuchmaschinen Betreiber auf AOL geändert werden
  • – CDs als MP3 rippen nur mit Winamp Pro
  • – Wo sind die Shoutcast Internet Radios?
  • – Gute Brennfunktion nur mit Pro
  • – Einstellungsmenü unübersichtlich und verschachtelt

Media Monkey

Schon direkt auf der Download-Seite wird mir klar gemacht, dass ich mir lieber Media Monkey Gold kaufen und installieren soll, als die kostenlose Version.

Erster Eindruck: „Igitt warum kommt beim Starten eine „Kaufen Sie Gold jetzt!“ Werbung?“. Denn direkt nach der Installation kommt ein Assistent der mich auffordert mir die Gold Version zu kaufen. Allerdings wird mir auch sofort die Einrichtung der Medienbibliothek vorgeschlagen, sehr gut! Nach dem Import der Musikdaten hat sich das Programm gleich das erste Mal aufgehängt, kein guter Start…  Beim zweiten Anlauf scheint alles reibungslos zu funktionieren.

Es gibt von Haus aus schöne vordefinierte Ansichten auf die durch einen Klick in der Menüleiste gewechselt werden können. Sehr hervorzuheben ist die sehr gut gemachte MP3-Player Sync, die durch tolle Funktionen wie „zufällige Auswahl an Liedern synchronisieren“ schön erweitert wird. Auch die Coverübertragung funktioniert wunderbar. Insgesamt hat dieser Player sehr tolle Ideen integriert, wie z.B. der „Auto-DJ“ so werden automatisch ans Ende der aktuellen Playlist immer wieder 5 (frei definierbar) neue zusätzliche Lieder gehängt werden. Wie Amarok hat Media Monkey auch eine OSD Anzeige integriert, so wird beim Songwechsel immer das aktuelle Lied unten rechts angezeigt. Sehr gut gefällt mir auch der Partymodus:

Mit diesem Modus kann man auf einer Party seinen Computer mit einem Password vor unbefugtem Zugriff schützen, aber trotzdem die wichtigsten Funktionen des Players allen Leuten zugänglich machen. Eine tolle Idee. Allerdings ist das Größte Manko für mich das fehlen der Ordnerüberwachung in der kostenlosen Version (erst in der „Gold“ Version integriert). So muss immer per Hand die Bibliothek aktualisiert werden, sobald ein neues Album oder Lied hinzugekommen ist. Für mich sehr schlecht.

Positiv:

  • – Sehr viele innovative Ideen die andere Player nicht haben
  • – Party Modus
  • – Vorinstallierte Skin-Auswahl
  • – CD-Ripfunktion
  • – Dynamische Playlists
  • – Erkennt MP3-Player automatisch, sehr gute Mp3-Player Einstellungen
  • – (kleiner) Einrichtungsassistent beim ersten Start
  • – Lautstärkeanpassungs Funktion (Funktioniert nicht immer)
  • – Autotag Funktion
  • – Shoutcast integriert (Allerdings über offizelle Website im Player)

Negativ:

  • – Aufdringliche Werbung beim ersten Start
  • (- Nach Import der Musikdaten abgestürtzt – nicht reproduzierbar)
  • – Manche Dinge nur mit „Gold“ verwendbar. z.B. richtige Brennfunktion und Encoding
  • – In der kostenlosen Version keine Ordnerüberwachung vorhanden! Sehr schade.

AIMP2 und AIMP3 Beta

Diese zwei Player möchte ich in einem Abschnitt testen, da die Version 3 erst in der Beta Version steckt und sich wahrscheinlich nicht zu viel im Vergleich zur alten Version getan hat, aber genaueres sehen wir gleich. Auf der Download-Seite sind zum einen der Player zum anderen aber auch – separat installierbar – die AIMP Tools zu finden, hier versteckt sich ein Encoder und ein Recorder. Ich finde die Trennung und somit den optionalen Download eine gute Wahl. So muss, falls nicht benötigt keine zusätzliche Software installiert werden und so kann Platz gespart werden. Auch zum Download gibt es Skins, Plugins und sogar einen Skin-Editor. Die Auswahl ist nicht berauschend, aber unter den vorhandenen Skins sind durchaus recht schöne zu finden.

Erster Eindruck: Der Player an sich sieht ganz hübsch aus. Erinnert ein wenig an ein modernisiertes Winamp (mit Modern Skin). Schön und klein gehalten. Die Beta 3 sieht allerdings noch etwas besser aus, von der Art ist es genau das selbe aber das Design ist etwas anders. Vergleich:

Integriert ist ein Online Radio Browser wobei im Test nur IceCast ging, bei Shoutcast blieb die Liste leider leer. Bei Version 3 gibt es Shoutcast nicht mehr als Auswahlsmöglichkeit, nur noch „Custom“, das heißt man kann seine eigenen Sender mit deren URL eintragen. Aber auch die Auswahl bei IceCast ist wirklich groß, so dass wenig Wünsche offen bleiben. AIMP3 hat eine Songanzeige, so wird oben der aktuelle Titel eingeblendet. Auch wenn ich bisher nie auf die Soundqualität eingegangen bin, stelle ich im direkten Vergleich fest, dass AIMP3  wesentlich voller klingt. Die Soundqualität (zumindest bei diesem Radiosender) war in AIMP3 anders. Das liegt an der Ausgabewahl, Standard in AIMP3 ist hier WASAPI und nicht DirectSound. Die Lautstärkenanpassung scheint in diesem Player gut zu arbeiten. Leider „springt“ die Lautstärke in einem Lied wenn ein kurzer leiser Teil und dann wieder ein etwas lauterer kommt. Das ganze Lied müsste einheitlich lauter sein und nicht dynamisch. Ansonsten funktioniert diese Funktion aber recht gut.

Einen erheblichen Unterschied bemerkt man in den Einstellungen, so gibt es in AIMP3 viel mehr Optionen und diese sind auch schöner gestaltet. Es scheint so als hätten die Entwickler gut überlegt was sie in der neuen Version tun, sehr schön! Die Medienbibliothek ist über einen Knopf an der Oberseite erreichbar und erscheint in einem Extrafenster. Dies kann nun als positiv oder negativ bewertet werden, ich finde es ganz praktisch, so kann per Medialibrary eine Playlist erstellt werden, aber normalerweise sieht man nur die kleine Anzeige, die allerdings im Gegensatz zu Winamp und Co. auch schon in der Playlist die Einträge nach Album sortiert.

Man kann in eine Albumview umschalten und natürlich auch sortieren. Schön ist die kleine Statistik, die anzeigt welche Lieder wie oft und welche bevorzugt laufen, so können auf Grund dieser Infos neue Playlist erstellt werden (Schön ist, dass das Lied erst nach einer bestimmten Zeit als „gespielt“ gekennzeichnet wird, so werden übersprungene Lieder nicht gezählt). Klar tun das viele andere Player auch, aber die Möglichkeit es darzustellen und wie das ganze abläuft gefällt mir hier sehr gut.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Medialibrary mehr oder weniger unabhängig vom Player ist. So besteht die Möglichkeit die ganz normale Playlist laufen zu lassen, zu pausieren, kurz in der Medialibrary ein Lied suchen, dieses dort direkt anzuhören und es z.B. der aktuellen Playlist hinzuzufügen und am Schluss einfach wieder auf Play zu drücken, so startet die Wiedergabe genau an der Position an der vorher pausiert wurde. Gute Idee. Vergleich Version 2 und 3:

Auch einen – wenn auch etwas umständlichen – Tag-Editor und Cover-Downloader gibt es in AIMP

Positiv:

  • – Klein, übersichtlich aber mit allen Funktionen
  • – Online Radio (nur IceCast + Custom)
  • – Automatische Lautstärkeregelung (springt aber dynamisch im Lied)
  • – Minimize to Tray
  • – Autotag & Cover Download
  • – Dynamische Playlists & Statistiken
  • – Automatisches Beenden

Negativ:

  • – Aktuelle Updates nur über russische seite (ist aber kein größeres Problem)
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine CD Brenn- und Ripfunktion

Foobar2000

Foobar ist einfach ein besonderer Fall. Das Programm ist weder schön noch wirklich übersichtlich im Standard-Layout. Das schöne ist, dass man das Layout mit ein paar Klicks sehr grundlegend ändern kann und somit einen sehr individuellen Player erhält. So sieht mein Player inzwischen so aus:

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit sehr schicke Skins zu installieren, allerdings bin ich an den Versuchen meistens gescheitert, da oft eine alte Programmversion/Pluginversion verlangt wird. In Sachen Funktionsumfang und geschickter Benutzung ist dieses Programm aber einfach super. Solang man nicht viel im Player machen will und nur Musik hören, ist dieser Player super. Es ist oft etwas verwirrend die entsprechenden Punkte im Menü zu finden, aber es gibt so ziemlich für alles Funktionen, so sind Encoder integriert, die Autotag Funktion ist sehr gut, selbst Aufnahme und sehr ausführliche Infos. Es ist schwer alle guten Dinge hervorzuheben. Foobar ist auf eine andere Benutzergruppe ausgelegt. „Normale“ User werden sich wahrscheinlich etwas überfordert fühlen, aber sobald man mit den Optionen und Funktionen umgehen kann, bietet Foobar ein sehr gutes Musik Erlebnis.

Positiv:

  • – Sehr viele Funktionen
  • – Kann fast alles convertieren
  • – Super Auto-Tag Funktion
  • – Mit den umfangreichen Plugins ist so gut wie alles nachrüstbar
  • – Grundlegende Funktionen wie Suche und Playlist sehr einfach bedien- und erreichbar

Negativ:

  • – Erweiterte Funktionen sind verschachtelt und nicht ganz einfach zu erreichen
  • (- Kein Wert auf Design gelegt, sehr schlicht ohne Albencover oder ähnliches – je nach Benutzer nicht unbedingt negativ)
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine Online Radios integriert
  • – Keine dynamischen Playlists

Jaangle

Erster Eindruck: Das Design sieht leicht altbacken aus und mir stach sofort ein Fehler beim Design ins Auge (Im Bild hinter dem Text neben dem Cover). Auf den zweiten Blick bieten sich allerdings Interessante Funktionen wie die frei veränderbare Oberfläche. Jedes Fenster kann individuell verändert und angepasst werden. Auch der Quizmodus und die History sind sehr schön.

Die Liedtextsuche ist auch eine sehr coole Funktion, so kann ein Lied gefunden werden, von dem nur ein Textschnipsel im Kopf herumschwirrt. Insgesamt finde ich den Funktionsumfang gegenüber den anderen Playern aber eher mager. Der Player hat einen guten Ansatz aber noch deutlich Entwicklungsbedarf um mit anderen Playern mitzuhalten. Noch ein Bild vom Quizmodus:

Positiv:

  • – Songticker
  • – Sehr coole Quiz Funktion
  • – Schicke History
  • – Lyrics Abfrage Integriert
  • – Design komplett veränderbar durch benutzerdefinierte Fenster

Negativ:

  • – Design hat Fehler
  • – Durchschalten der Anzeigen
  • – Kein MP3-Player Support
  • – Keine CD Rip- und Brennfunktion
  • – Keine Autotag oder Cover-Download Funktion
  • – Keine Plugins
  • – Keine großartige Skinfunktion, abgesehn von Farbänderungen
  • – Keine Online Radios integriert
  • – Keine dynamischen Playlists

MusicCube 2

Es ist natürlich keines Wegs fair ein Developer Milestone mit einer vollwertig über Jahre entwickelte Musiksoftware zu vergleichen. Deswegen will ich auch nur kurz in diese Software hineinschauen und keinen großen Test schreiben. MusicCube 2 soll anscheinend ein komplett neu programmiertes MusicCube 1 sein. So soll der Ressourcenverbrauch sinken und somit die Performance steigen.

Da man mit der aktuellen Version von MusicCube 2 aber so gut wie nichts anfangen kann, da diese Software einfach noch nicht fertig ist, möchte ich hier auf meinen alten Test der Version 1 verweisen und nichts weiteres hierzu schreiben.

Evil Player

Wer das absolute Minimum für einen Musikplayer haben will sollte sich diese Software anschauen. Mit unglaublichen 571 KB ein echtes Phänomen. Wo sonst findet sich ein so extrem kleiner Player? Natürlich kann man diesen Player nicht im Funktionsumfang mit den anderen vergleichen. Aber ich bin erstaunt wie viele Funktionen sich auf so kleinem Raum befinden können. Es gibt nur das Hauptfenster, alle Optionen werden im „Rechtsklick-Menü“ aufgerufen.

Sogar Plugins und eine History sind hier zu finden. Um kurz Lieder abzuspielen ist der Player perfekt. Sehr klein, alles sparsam gehalten und wirklich alle Abspielfunktionen die man braucht. Auf einen Vergleich mit den anderen im Sinne von Positiv/Negativ werde ich hier verzichten, da der Player außer Abspiel-Funktionen nicht sehr viel beinhaltet.

Windows Media Player 12

Den in Windows integrierten Player kennt wohl so ziemlich jeder. Inzwischen sind wir in Windows 7 bei der Version 12 angekommen. Oberflächlich sieht er gewohnt, wie auch schon die anderen Player vor ihm aus. Die „normale“ Ansicht, die wahrscheinlich schon jeder einmal gesehen hat:

Und hier auch noch die Medialibrary:

Der Media Player verfügt eigentlich über alle wichtigen Funktionen, so kann auch hier nach Metadaten wie Cover und Namen gesucht werden und diese automatisch vervollständigen. Die MP3-Player Sync funktioniert vorbildlich. Auch Cover werden übertragen und sind auf meinem MP3-Player zu sehen. Playlisten verwalten ist natürlich auch kein Problem. Allerdings finde ich den Media Player insgesamt eher etwas unübersichtlich und ich muss oft überlegen und die Funktionen die ich möchte erst suchen. Auch Plugins und Skins gibt es von Microsoft, allerdings finde ich die Skins auf der Microsoft Website nicht wirklich ansprechend, aber sicherlich gibt es noch mehr und auch wirklich hübsche. Ich vermisse allerdings gute Funktionen wie integriertes Internet Radio oder dynamische Playlists

Positiv:

  • – Autotag/Metadaten & Cover Download
  • – Gute MP3-Player Sync
  • – CD Rip- und Brennfunktion
  • – Plugins & Skins
  • (- Keine Installation, vorinstalliert (oder per Windows Update))

Negativ:

  • – Unübersichtlich
  • – Keine Internetradio Integration
  • – Keine Dynamischen Playlists
  • – Standard Design nicht ansprechend

Test: Systemauslastung

In diesem Abschnitt möchte ich klären wie viele Ressource und Systemauslastung die Player verbrauchen. Inzwischen ist die Technik so weit, dass der Ressourcenverbrauch nicht mehr so wichtig ist, bei zwei Kern Prozessoren, bleibt normal genug Leistung um einen Musikplayer zu betreiben. Aber für ältere Maschinen oder für moderne Spiele (falls man Musik im Hintergrund hören möchte) ist dieser Test vielleicht ganz interessant, ich bin auf jeden Fall gespannt.

Testsystem: Acer Laptop: Core i5 2x 2,67 Ghz, 4 GB DDR3-Ram, (ATI 6550M)

1. Test: Prime95

Amarok: Der Start hat extrem lange gedauert, hat anfangs auch kurz geruckelt, lief danach aber wunderbar.

Media Jukebox: Nach kurzer „Eingewöhnungsphase“ überhaupt kein Problem mehr. Man bemerkt dezent längere Ladezeiten, aber die Abspielfunktion wird in keinster Weiße beeinflusst.

Songbird: Sehr lange Startzeit. Nach kurzen Rucklern kein Problem mehr.

iTunes: Ebenfalls längere Ladezeit und kurze grafische Probleme, aber danach keine Probleme.

Winamp, MediaMonkey, AIMP2 & 3, Foobar, Jangle, Evil Player, Windows Media Player, Zune: Keine Veränderung bemerkbar.

Es kann also mit Recht behauptet werden, dass CPU und RAM Auslastung inzwischen überhaupt kein Problem mehr sind. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern als ich den Windows Media Player ausmachen musste, da die Musik nur noch geruckelt hat. Diese Zeiten sind definitiv vorbei 🙂 .

2. Test: Spiele

Trotz Lags in einigen Spielen konnte ich in jedem Test die Musik ohne Probleme durchgehend hören. Anscheinend ist dieses Problem im Zeitalter der Dualcores auch schon lange gegessen. Nächster Test!

3. Ressourcenverbrauch

Geordnet von wenig nach viel:

  • 1. Platz:  Evil Player
  • 2. Platz: Foobar2000
  • 3. Platz: AIMP 2
  • 4. Platz: Jaangle
  • 5. Platz: AIMP 3 (Die Medialibrary braucht nur Ressourcen wenn sie offen ist (Extra Programm))
  • (6. MusicCube 2)
  • 6. Platz: Media Jukebox
  • 7. Platz: iTunes (Anzumerken: Die mit installierte Software iTunes Helper ist immer offen auch wenn iTunes zu ist)
  • 8. Platz: Media Monkey
  • 9. Platz: Winamp
  • 10. Platz: Zune
  • 11. Platz: Songbird
  • 12. Platz: Amarok2

Fazit

Nach diesen ganzen Tests kann ich eigentlich gut behaupten, dass der Ressourcenverbrauch heutzutage nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Alle Anwendungen und Spiele liefen mit dem Player im Hintergrund ohne Probleme auf Seiten der Player, das war früher anders. So kann man sich eigentlich getrost einen Player basierend auf den Funktionen und dem Design auswählen.

Gerade hier ein Player zu empfehlen ist sehr schwer. Mir persönlich hat im Test AIMP sehr gut gefallen. Dieser Player ist klein gut zu bedienen, hat aber bei Wunsch alle Funktionen die ein guter Player haben muss. Diese sind jedoch „unter der Haube“ versteckt. Gefällt mir einfach sehr gut.

Auch von Songbird bin ich wieder begeistert. Der Funktionsumfang ist einfach super. Es ist schwierig etwas wirklich schlechtes bei diesem Player zu finden. Jedoch kommt es letztendlich auf den Geschmack des Users an wie viel Funktionen wirklich benötigt werden.

Media Monkey und Media Jukebox überzeugen mit vielen Funktionen und vorallem auch mit innovativen Ideen die sonst in keinem Player integriert sind. Je nach Bedarf sind darunter extrem praktische Dinge. Allerdings schreckt mich die Tatsache, dass Werbung für die „Premium“ oder „Gold“ Version gemacht wird in jedem Falle ab. Ich kann es zwar verstehen, aber es gefällt mir einfach nicht.

Von iTunes bin ich insgesamt eher positiv beeindruckt. Sofern man sich dazu aufraffen kann eine AppleID zu erstellen (und den eventuell damit Verbundenen Dingen – ich weiß nicht ob Apple so Daten Sammelt), der bekommt mit iTunes einen guten und umfangreichen Player.

Amarok ist meiner Meinung nach hingegen nicht zu benutzen. Aber es ist ja auch noch keine offizielle Version sondern nur ein Vorab-Test. Ich bin gespannt wie sich die Sache bis zum Release entwickelt.

Sehr beeindruckt bin ich von Zune. Es ist wirklich sehr schön gestaltet, man hat offensichtlich viel Wert auf Design und Animationen gelegt. Abgesehen davon sind die Funktionen aber auch sehr beeindruckend und vor Allem ist das Programm sehr einfach zu bedienen und wirklich übersichtlich gestaltet. Zusätzliche Funktionen die XBox 360 Integration sind auch nett.

Wer es gerne schlicht und schnell hat ist mit Foobar oder noch kleiner Evil Player sehr gut bedient. Für User die keinen großen Wert auf Design legen (ist auch nicht wirklich wichtig wenn das Programm nur im Hintergrund läuft) sind diese Programme sehr praktisch und vorallem Foobar ist auch vom Funktionsumfang her ein sehr mächtiges Programm.

Winamp hat sich eigentlich ganz gut entwickelt. Ich persönlich bin allerdings kein großer Freund mehr von Winamp, aber es ist jedenfalls sehr gut und auch weiter zu empfehlen. Man sollte sich jedoch auch die Alternativen anschauen.

Jaangle hingegen ist meiner Ansicht nach noch nicht wirklich bereit um im täglichen Gebrauch eingesetzt zu werden. Mir fehlten hier noch viele Funktionen und ich wurde ab und an von Problemen bei dieser Software „verfolgt“. Den Ansatz finde ich allerdings sehr gut. Es hat schon jetzt einige tolle Ideen umgesetzt, wie z.B. die individuell bearbeitbare Oberfläche. Ich hoffe sehr, dass sich bei diesem Programm noch einiges tut, nur weiter!

ATI Grafikkartentreiber (Legacy) und Windows 7

Da ich vor kurzem meine zwei alten nvidia XFX 8800 GTS 512 Grafikkarten (damals im SLI) ausgemustert und mir eine neue ATI XFX 5870 geholt habe, durfte ich mich auch mit dem schönen Treiberproblem in Windows 7 herum schlagen. Laut ATI-Website funktionieren wohl die meisten Treiber die für Windows Vista geschrieben sind auch in Windows 7. Aber installieren wollte mein Windows diese nicht. Damals war der 10.5er Treiber aktuell (im 10.6 ist das Problem jetzt anscheinend gefixed) und dieser erkannte einfach keine Grafikhardware in meinem Rechner. So wurde immer nur der Installer installiert und nicht das Catalyst Center + die Treiber. Um dieses Problem zu beheben konnte der Installer fürs Catalyst-Center installiert, danach die installation abgebrochen und ins Verzeichnis „C:\ATI\Support\10-5_vista64_win7_64_dd_ccc_enu\Config“ gewechselt werden. Hier musste mit einem Texteditor die Datei „InstallManager.cfg“ bearbeitet und die Zeile „WorkaroundInstall=false“ auf „WorkaroundInstall=true“ gesetzt werden. So wurden vom Installer automatisch alle verfügbaren Pakete installiert.

Aber wie schon erwähnt, dies wurde mit der Version 10.6 gefixed.

Doch am Wochenende wollte ich bei einer Freundin eine alte ATI X800 installieren. Diese Grafikkartentreiber müssen seperat von den neuen heruntergeladen werden. Sie nennen sich „Legacy-Treiber“ und werden nur noch viertel-jährlich weiter entwickelt. Schon wenn man Windows 7 auf der ATI-Site auswählt springt einem die Meldung „Diese Treiber sind nur für Windows Vista entwickelt worden, können aber auch unter Umständen für Windows 7 benutzt werden.“ Das Ergebnis der Installation war ernüchternd: Die Grafikkarte wurde wie beim 10.5er nicht erkannt und die Konfigurationsdatei war nicht einmal vorhanden. Nach einigen Internet-Recherchen wurde mir klar, dass dieses Problem wohl doch nicht so einfach zu lösen ist. Die meisten haben darauf hingewiesen den offiziellen Windows 7 Treiber (also den Treiber von Microsoft nicht von ATI) zu benutzen, doch dieser wollte meine hübsche X800-ALL-IN-WONDER auch nicht recht haben. So musste ich mit einer anderen Lösung aufkreuzen. Ich fand heraus, dass im Hardwaremanager der Treiber manuell installiert werden kann. Allerdings hatte ich keine Zeit mehr eine Lösung für das Catalyst-Center zu finden. Aber der Treiber funktionierte soweit wunderbar in Windows. Installiert werden kann er so:

  1. 1. ATI-Legacy-Treiber herunterladen.
  2. 2. Installieren bis man in den Catalyst-Installer kommt, dann die Installation abbrechen.
  3. 3. Den Hardware-Manager öffnen: Start -> Systemsteuerung -> Hardwaremanager (Device Manager=
  4. 4. Die Grafikkarte auswählen. Sie steht entweder uninstalliert ganz oben als „Standard-VGA-Adapter“ oder ähnlich. Alternativ ist sie im Abschnitt Grafikkarten/Display adapters zu finden.
  5. 5. Rechtsklick auf die Grafikkarte -> Treiber aktualisieren
  6. 6. Auf dem Computer selbst nach Treibern suchen (2. Option)
  7. 7. Aus einer Liste auswählen (letze Option)
  8. 8. Von der Festplatte eine Datei öffnen (Knopf rechts unten)
  9. 9. Die Datei  „C:\ATI\Support\10-02_legacy_vista32-64_dd_ccc\Packages\Drivers\Display\LH_INF\CL_95951.cat“ für 32bit und die Datei „C:\ATI\Support\10-02_legacy_vista32-64_dd_ccc\Packages\Drivers\Display\LH6A_INF\CH_95951.cat“ für 64bit auswählen
  10. 10. Aus der Liste die gewünschte Grafikkarte aussuchen. Achtung Hersteller beachten. In der Liste gibt es für jeden Hersteller ein eigenes Modell.
  11. 11. Auf weiter klicken und die Installation abschließen

Es kann sein, dass die Treiberinstallation noch einmal bestätigt werden muss, da der Treiber nicht verifiziert ist, das sollte aber kein größeres Problem darstellen. Sobald die Installation abgeschlossen ist. Muss der Computer neu gestartet werden. Danach hat die X800 wunderbar funktioniert.

Viel Erfolg beim versuchen 😉

Guitar Pro 5 und Linux

Guitar Pro 5 ist so ziemlich das beste und „funktionsreichste“ Gitarrenprogramm für Windows. Doch kann man es auch auf Linux benutzen?

Die Antwort ist: Na klar!

Doch wie? Ganz einfach:

Benötigt:

  • – Guitar Pro 5
  • – Wine
  • – Timidity++

Installation:

(Achtung Anleitung für Arch-Linux. Doch man sollte daraus auch auf andere Distris schließen können.)

Zuerst installiert man Timidity++ über die Konsole:

pacman -S timidity++

Nun muss noch eine „Soundbank“ installiert werden:

wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/PKGBUILD
wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/fluidr3.install
wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/license
makepkg
pacman -U fluidr3-122501-6.pkg.tar.gz

Falls yaourt installiert ist, sollte es auch einfach mit:

yaourt -S fluidr3

funktionieren.

Nun muss die Konfigurationsdatei von Timidity noch angepasst werden. Einfach folgende Zeile in die Datei /etc/timidity++/timidity.cfg  eintragen:

soundfont /usr/share/soundfonts/fluidr3/FluidR3GM.SF2

Anschließend kann man auch den Timidity Daemon in die rc.conf schreiben:

DAEMONS=(… timidity++ …)

oder Timidity nur bei Bedarf, per Hand starten:

timidity -iA

Nachdem das erledigt ist braucht man Wine:

pacman -S wine

Sollte alles geklappt haben kann man jetzt GP5 per .exe Datei einfach wie gewohnt installieren und starten. Mit der Hilfe von Timidity sollte der Sound auch kein Problem mehr sein 😉

Alternativen

Es gibt auch auf Linux eine native Lösung, die sogar kostenfrei ist. Sie nennt sich Tuxguitar.

Installation in Arch einfach

pacman -S tuxguitar

Viel Spass damit!

Archlinux

Inzwischen habe ich etwas Übung mit Archlinux. Ich habe längere Zeit kein anderes OS benutzt 😉 Arch läuft echt wunderbar. Linux ist schon etwas tolles!

Deswegen werde ich ab jetzt in meinen Blog öfter Problemlösungen stellen, vor denen ich selbst stand, die ich aber nach einer mehr oder weniger langen Zeitspanne lösen konnte. Anfangen möchte ich mit einem ganz minimalistischen Installations-Tutorial beginnen, da die offizielle Anleitung, die zwar sehr gut geschrieben, aber inzwischen doch ein wenig veraltet ist und ich deswegen das ein oder andere Problemchen hatte. Trotzdem möchte ich jedem der Arch noch nie gesehen hatte diese Guide ans Herz legen man findet sie hier. Ich möchte auch nicht so weit ausholen wie die Autoren dieser Guide, sondern eher ein kurzes Tutorial schreiben, das schnell zum Ziel führt. (Für weiter Einstellungsmöglichkeiten oder Infos verweiße ich auf den wirklich guten Guide auf der Archlinux-Wiki)

Zu aller Erst brauchen wir die Installations CD. Diese bekommt man im handelsüblichen .iso Format oder auch im etwas unbekannteren .img Format ganz bequem über einen Mirror (am besten FTP Server) auf der Archlinux Homepage.  Ein Beispiel wäre dieser Mirror. Man muss sich zwischen der 32bit und 64bit Version entscheiden. Da die 64bit Version aber inzwischen wirklich sehr gut läuft, kann ich nur empfehlen diese herunterzuladen (natürlich nur falls euer PC 64bit unterstützt! – Was aber seit geraumer Zeit jeder einigermaßen neuer PC tut 😉 ).

Nachdem man das Image heruntergeladen und gebrannt hat, muss man im Bios auf „Boot from CD/DVD“ umstellen und mit der CD im Laufwerk neu starten. Keine Angst man kann sich sobald die Grundinstallation fertig ist ein GUI (KDE / GNOME …) installieren und muss nicht mehr nur in der Konsole „herumhantieren“. Beim Auswahl-Menü der CD einfach Enter drücken und schon kommt man in eine Konsole. Der Standardbenutzer für die Installation ist „root“.

Grundinstallation

Alles in allem ist es mit einer Anleitung wirklich nicht schwer. Also los gehts:

Mit dem Befehl

km

Kann man das Tastaturlayout umstellen, das anfangs noch auf „Englisch“ gestellt ist. Im ersten Menü wählt man

de.map.gz

und im zweiten

default8x16.psfu.gz

Und schon hat man ein deutsches Layout.

Um die Installation zu starten muss man nur noch

/arch/setup

eintippen. Jetzt sollte eine minimalistische GUI erscheinen, in der man alle weiteren Schritte recht einfach erledigen kann.

Quellenauswahl

Zuerst kommt die Quellenauswahl. Um eine schnelle und reibungslose Installation zu bekommen habe ich hier CDROM gewählt. Die Updates kann man sich später noch laden.

Uhrzeit

Einfach die Region auswählen: Europa -> Berlin und dann „localtime“

Festplattenvorbereitung

Die Markierung springt jetzt automatisch auf den zweiten Punkt: Die Festplattenvorbereitung. Hier ist zu empfehlen die Festplatte manuell zu Partitionieren, da die automatische Partitionierung die gesammte Festplatte löscht!

Dies ist eine wichtige Entscheidung. Es ist überhaupt kein Problem Windows und Linux parallel zu installieren! Man braucht allerdings noch freien Platz auf der Festplatte der nicht von einer Partition belegt wird. Evtl muss man vorher in Windows Platz schaffen und eine Partition verkleinern (Vorsicht vor Datenverlust!)

Insgesammt habe ich 4 Partitionen erstellt. Nämlich für „root“ „swap“ „home“ und „boot“

Um Festplatten zu erstellen wählt man den freien Platz auf der Platte aus, unten [New] und tippt den gewünschten Speicherplatz ein. Ich wähle für „sda1“ 30 Gb – als Fileformat wählt man „Linux“ (genau wie für „home“ und „boot“ auch), für „sda2“ 3 Gb – Fileformat muss auf swap gestellt werden (Hier gehen die Meinung stark auseinander. Was wirklich sinnvoll ist weiß ich nicht, da jeder von seiner Meinung überzeugt ist 😉 Mit 3 Gb ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite), für „sda3“ 100 Gb – hier sollte man soviel wählen wie möglich/nötig. Hier werden alle Daten gespeichert und für „sda4“ 50 Mb – diese Partition muss man [bootable] machen (hier wird nur der Kernel gespeichert. Es sind keine großen Speicherplatzmengen erforderlich. Wahrscheinlich sind 50 mb schon zuviel). Nun muss mit [write] die Partitionstabelle geschrieben werde.

Das ganze sieht ungefähr so aus:

Name Flags      Part             Type              FS Type [Label]   Size(MB)
————————————————————————-
sda1                    Primary    Linux                                      50000
sda2                    Primary    Linux swap / Solaris                3000
sda3                    Primary    Linux                                       100000
sda4     Boot        Primary    Linux                                       50

Die Namen unterscheiden sich natürlich wenn auf der Festplatte schon eine Windowspartition ist. Dann heißt diese schon sda1 und alles wird um 1 nach hinten verschoben.

Jetzt müssen die erstellten Partitionen eingebunden werden. Das ganze erfolgt auch recht einfach über das GUI. „sda1“ wird als / eingebunden, „sda2“ als swap, „sda3“ als /home und „sda4“ als /boot. Ich habe als Dateisystem ext3 benutzt. Es wird als stabilstes und doch recht schnelles Dateisystem genannt.

Klingt schwierig, ist es aber nicht. Für weitere Infos und genauere Erklärung kann man gern in der Archwiki Guide nachschauen (siehe oben).

Ist das erledigt geht alles schnell von der Hand.

Die Paketwahl…

kann man meines Erachtens einfach mit Enter bestätigen, wenn man etwas wichtiges braucht kann man es zusätzlich mit Leertaste auswählen und mit installieren.

Systemkonfiguration

Nach der eigentlichen Installation muss man das System konfigurieren

Ich habe als editor vi ausgewählt, da ich mit diesem schon etwas vertraut bin. Ich werde es im folgenden auch für diesen Editor erklären. Man darf nicht bei der großen Auswahl an Config-Dateien erschrecken man benötigt normalerweiße nur einen kleinen Teil.

Die rc.conf ist sehr wichtig. Um etwas mit vi einzufügen muss man [einfg] drücken. Man sollte den Eintrag locale auf

de_DE.utf8

ändern. Um eine Datei zu speichern drückt man [esc] (Abbrechen des Einfügen-Modus) [:wq] Doppelpunkt um Befehle einzutippen, w für write und q für quit.

So sollte man in der locale.gen folgende Einträge suchen und wie bei mir mit einer # versehen.

#en_US.ISO-8859-1
#en_US.UTF-8

danach sucht man

de_DE.UTF-8 UTF-8
de_DE ISO-8859-1
de_DE@euro ISO-8859-15

und entfernt die # davor.

Jetzt muss eigentlich nur noch das Root-Passwort gesetzt werden. Und man ist mit der Grundkonfiguration fertig.

Bootloader

Als nächste wird der Bootloader installiert. Ich wähle GRUB und die Partition sda (ohne Zahl) als Installationsort. Hat man gleichzeitig noch eine Windows-Installation muss man in der folgenden Config-File die # vor dem Windows-Eintrag entfernen.

title Windows
rootnoverify (hd0,0)
chainloader +1

Das war die Grundinstallation.

Konfiguration und Installation der GUI

Alles weitere geht (je nach Internetverbindung) recht flott. Einmal neustarten und die CD entfernen. Danach geht es weiter:

Update

Um die Updateserver automatisch zu ordnen tippt man ein

pacman -Sy python

rankmirrors /etc/pacman.d/mirrorlist

Ein komplettes Systemupdate führt man mit folgendem Befehl aus:

pacman -Syu

Benutzer erzeugen

Mit folgendem Befehl wird ein neuer User erzeugt:

adduser

man sollte ihn im erscheinenden „Anlege-Script“ zu diesen Gruppen hinzufügen:

audio,video,floppy,lp,optical,network,storage,wheel, power

Grundlegende Daemons

Um grundlegende Daemons zu installieren tippt man

pacman -S hal ntp fam

Diese muss man nun in der rc.conf eintragen damit sie automatisch gestartet werden. Was wie folgt abläuft:

pacman -S vim

Installation von vim (verbesserter vi editor)

vim /etc/rc.conf

nun scrollt man ganz runter und fügt bei DAEMONS hal ntpd und fam hinzu

DAEMONS=(… hal ntpd fam)

Xorg/Grafikserver

Um eine GUI zu bekommen muss man den Xorg Server installieren:

pacman -S xorg

Um ihn zu konfigurieren tippt man

Xorg -configure

mv /root/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf

Grafikkartentreiber

und natürlich muss ein Grafikkartentreiber her

Für nvidia:

pacman -S nvidia

nvidia-xconfig

und für ATI:

pacman -S catalyst

Soundkarte

Eine weitere Grundlegende Funktion ist der Sound, also installieren wird den „Soundtreiber“

pacman -S alsa-utils

welcher auch wieder als Daemon eingetragen werden muss

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… alsa)

Desktopumgebung

Nun sind wir schon bei der eigentlichen GUI / Desktopumgebung angelangt, zuerst sollte man noch einige Schriftarten installieren:

pacman -S ttf-ms-fonts ttf-dejavu ttf-bitstream-vera

und nun die gewünschte GUI

Gnome

Für Gnome

pacman -S gnome gnome-extra

.xinitrc Datei kopieren und mit vim konfigurieren damit Gnome automatisch startet.

cp /etc/skel/.xinitrc /home/user/ (<- Achtung Username!)

vim /home/user/.xinitrc

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
# exec startkde
exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

GDM als Daemon eintragen

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… gdm)

KDE

Für KDE ist es das selbe:

pacman -S kde

.xinitrc Datei kopieren und mit vim konfigurieren damit KDE automatisch startet.

cp /etc/skel/.xinitrc /home/user/ (<- Achtung Username!)

vim /home/user/.xinitrc

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
exec startkde
#exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

KDM als Daemon eintragen

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… kdm)

System Starten

Nun sollte man unbedingt neu starten. Nach einem Neustart sollte alles funktionieren und man automatisch in die gewünschte Desktopumgebung gelangen.

Nachwort

Dies ist ein sehr schnell geschriebenes und unüberarbeitetes Tutorial. Wenn also Fehler enthalten sind tut es mir leid. Sollte man zum aller ersten mal mit Linux arbeiten empfehle ich eine andere Distribution wie z.B. OpenSuse, Mandriva, Ubuntu oder Fedora zu benutzen. Dieses Tut soll vor allem Leuten die Installation erleichtern die schon einmal mit Arch oder ähnlichem gearbeitet haben, aber nicht mehr mit den Befehlen vertraut sind!

Bei Fehlern oder Ergänzungshinweisen bitte einfach ein Kommentar schreiben 😉 Ansonsten viel Spass mit Archlinux. Ich werde weiterhin kleinere Tutorials schreiben, die dann hoffentlich einfacher und kürzer sind. Aber die Installation dauert nun mal seine Zeit und braucht ein wenig Platz 😉 Schade ist, dass ich keine Screenshots einfügen konnte. Aber ich hoffe man kommt mit dem Text gut zurecht.

Mapping #2

Dank dem Sascha war die CSS-Map de_streetfight schneller fertig als ich erwartet hatte. (siehe alten Eintrag: Mapping – Valve Hammer Editor) – Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die Hilfe. Es war wirklich lustig mit dir zu mappen! Das werde ich glaub nie vergessen 😉 – Wir hatten beide frei, der Säsch kam mit dem PC zu mir und wir haben 2 Tage lang an dieser Map rumgebastelt. Das Ergebnis ist recht ansehnlich geworden. Leider haben wir etwas mit den Funktionen übertrieben, so kann man jetzt zwar so ziemlich alles und jeden auf der Map verschieben, zerlegen oder bewegen kann, allerdings geht das auch ein wenig auf die Kosten der FPS-Zahl, so kann es manchmal zu FPS-Einbrüchen kommen, die man jedoch spielerisch – zumindest mit einer guten Grafikkarte – nicht bemerken sollte. Ein paar Funktionen konnte ich leider auf Grund der massiv gefallenen FPS-Zahl nicht umsetzten – wie z.B. ein Beamer der live alles aus dem Hof ins Gebäude der CT’s überträgt – aber man kann nicht alles haben. An sich haben wir das Projekt meiner Meinung nach erfolgreich abgeschlossen.

Zuerst einmal ein paar Bilder von der fertigen Version:

(kleine Anmerkung: FPS-Zahlen sind nicht repräsentativ, ich hatte beim Testen Boinc an und somit nur noch beschränkte CPU-Usage für CSS)

So das muss erstmal reichen. Wer mehr sehen will, soll sich die Map einfach selbst anschauen. Diese gibt es natürlich hier für jeden kostenfrei zum Download.

An einer HL2-Portierung habe ich gearbeitet, doch dies ist anscheinend nicht ganz so einfach umzusetzen, da es die ganzen Models und Ressources in HL2 nicht gibt und ich diese irgendwie (am besten in der Map) mitliefern muss. Doch diese sind wahrscheinlich etwas groß. Deswegen muss ich danach irgendwann noch mal schauen.

Des Weiteren kann ich nicht für die Fehlerfreiheit garantieren oder für Abstürze die durch die Map verursacht werden verantwortlich gemacht werden. Bei mir läuft die Map einwandfrei!

Viel Spass beim testen 😉

Always do backups!

Letzte Woche hat es mir gleich 2 meiner guten neuen Seagate-Festplatten zerlegt. 2x Hardware defekt… Ich frag mich allerdings wie das ging. Die wahrscheinlichste Erklärung ist wohl, dass der Sata-Controller (der billigste den ich damals finden konnte – dachte nicht, dass sich das irgendwas gibt) einen Vogel hatte und gleich beide angesteckten Festplatten ins Nirvana geschickt hat. Recovery ist leider auch nicht so einfach… Hätte es nur die Partitionen zernommen wäre das sicherlich kein Problem, aber mit Hardwarefehlern kommen die meisten Programme garnicht klar. Meine 1,5 TB Festplatte geht nicht mehr an, nimmt kein Strom… und die andere hat schon in den ersten 100.000 von ca 2.000.000.000 Blöcken 200 Fehler gefunden. Sobald der Test bei 300.000 ankommt reagiert die Festplatte nichtmehr „please check cable“. Super -.-. Natürlich hab ich Held alle wichtigen Daten 2 Tage vor diesem Desaster auf die Festplatten kopiert, da ich dachte diese Platten (waren ein halbes Jahr als) halten noch länger als meine im Rechner, welche schon auf die 5 Jahre zugehen. Das war wohl der „Fail“ schlechthin. Ein professionelles Datenrettungsunternehmen will um die 1500€ (abartig!) und das kann und will ich mir nicht leisten, auch wenn ich sehr gerne meine Daten zurück hätte. Ab jetzt mach ich immer Backups und ich kann nur empfehlen: tut das auch! Alles wichtige sollte man unabhängig mindestens 2x haben :-/ sonst kann das ganz schnell wieder passieren, wie bei mir… Shit. Ich hoffe und wünsche allen, das ihnen das niemals passieren wird!

Sound & Codecs – Wer blickt da noch durch?

Ich habe die letzten paar Tage viel Zeit damit verbracht in der Welt des Filmtons durch zu blicken und möchte deswegen meine Erkenntnisse veröffentlichen, vielleicht nützt es jemand anderem auch.

Grund der ganzen Aktion war eigentlich die Frage ob ich HD-Audio-Codecs auf meinem (Sound-)System abspielen kann. Mein Aufbau sieht wie folgt aus:

Ich habe einen Laptop mit HDMI-Port + Bluray Laufwerk der per HDMI-Kabel mit dem Yamaha AV-Receiver (Mit HD-Audio-Decoder) verbunden ist. An diesem hängt direkt das Teufel Soundsystem. Zu erwähnen sind die Dipolboxen, die einen unglaublich guten indirekten Sound in der Raum bringen. Es klingt als wären überall im Raum Boxen verteilt. Das war der absolute Preisknüller 🙂 . Teufel verkauft unglaublich „billig“, sehr gute Soundsysteme. Natürlich hängt auch der Fernseher mit HDMI-Kabel am AV-Receiver.

Aber jetzt möchte ich von ganz vorne beginnen und zwar mit den Codecs.

(Ich hoffe ich werde Mbit und Mb nich verwechseln 😛 und komme immer mit den Richtigen Maßen klar, falls nicht, bitte Comment 😉 Danke)

Codecs & Formate – Was gibt es denn so?

Bitstream

Auch wenn dies weder ein Codec noch ein Format ist, möchte ich kurz erklären, dass der Bitstream eine völlig unbearbeitete Weitergabe des digitalen Signals an den Ausgang ist.

PCM – Puls-Code-Modulation

PCM ist der unkomprimierte Stereo Mehrkanalton. (Also auch kein Codec)

Die bekannten Formate:

Dolby Digital 5.1

Der wohl bekannteste Codec überhaupt. Dieses Tonformat war der Standard auf allen normalen Video/Film-DVDs und wir immer noch am meisten verwendet. Bei Blurays erreicht er eine Übertragungsrate von 640 kbit/s, bei normalen DVDs beträgt sie meist 384 oder 448 kbit/s.

DTS – Digital Theater Systems

Mit Dolby Digital der bekannteste und verbreitetste Codec. Mit neueren DVDs kam auch sehr oft eine DTS-Tonspur. Er ist weniger komprimiert und bietet dadurch eine bessere Soundqualität, war aber leider nicht auf allen DVDs zu finden. Auf DVDs wird meistens eine Bitrate von 768kbit/s verwendet, auch wenn bis zu 1538kbit/s möglich wären, die es aber nur selten auf DVDs zu bewundern gab. Selbst auf Blurays hat eine normale DTS-Spurt meist 768kbit/s.

Unbekanntere Soundformate:

Dolby Digital EX

Bei diesem Format wird ein Back-Surround- oder Center-Surround-Lautsprecher hinzugefügt. Hierdurch kommt man auf 6.1. Dies wird allerdings nur benutzt wenn die beiden hinteren Lautsprecher sehr weit auseinander stehen. Habe ich persönlich noch nie gesehen.

DTS-ES Discrete 6.1

Ähnlich wie das Dolby Digital EX-Format wird hier eine 6.1 Anordnung hergestellt. Discrete bedeutet, dass jeder Kanal unabhängig von einander Aufgenommen werden kann.

„Upscaling“ Formate:

Dolby Pro Logic (II)

Durch dieses Format können Stereoquellen auf 5.1 Sound decodiert werden und wird somit vor allem bei alten Stereo-DVDs (Serien auf DVD) oder bei angeschlossenem Computer bei Spielen und Musik häufig verwendet. Sehr praktische Einstellung am AV-Receiver für Stereoquellen die kein Dolby Digital Live haben.

DTS Neo

Biete ähnliche Funktionen wie Dolby Pro Logic II. Ton wird vom AV-Receiver in ein DTS-Format verwandelt. DTS Neo beherrscht auch 6.1.

Dolby Digital Live

Es wird direkt im Computer oder der Spielekonsole das Stereosignal in ein 5.1-Kanal-Dolby-Digital-Format verwandelt.

DTS Connect

Bietet ziemlich ähnliche Funktionen wie Dolby Digital Live. Direkte codierung in ein 5.1-Kanal-DTS-Format.

HD-Soundformate:

Dolby Digital Plus

Das Format ist für Blurays und HD-DVDs entwickelt worden und kann 6Mbit/s übertragen (Vergleich zur DVD in DD 448 Kbit/s). Es war laut Netz vorallem bei HD-DVDs beliebt und wurde dort häufig verwendet. Seit dem Durchsetzten der Bluray hab ich das Format aber sehr selten gesehen. Auf Blurays wird es normaler Weiße nicht verwendet.

Dolby TrueHD

TrueHD versteht sich als Nachfolger von „Meridian Lossless Packing“ und ist ein verlustfreier Codec. Er unterstützt 7.1 Surround-Sound und erlaubt eine Übertragungsrate von bis zu 18 Mbit/s. Er ist häufig auf BluRays zu finden und führt eine Core Dolby Digital Spur mit 640 Kbit/s mit sich (Für den Fall, dass der Decoder die HD-Audio Spur nicht decodieren kann).

DTS-HD Master Audio & High Resolution Audio

DTS-HD ist im Moment (zumindest meiner Meinung nach) der beste Audiocodec, er ist ebenfalls verlustfrei und schafft eine Übertragungsrate von bis zu 64 Mbit/s. Typisch bei einer BD sind um die 2,4 Mbit, aber bei Master and Commander waren es locker 4,5. Genau wie TrueHD führt DTS-HD auch eine Core DTS Spur allerdings mit 1538 Kbit/s mit sich.

Die wichtigste Frage: Hört man das denn?

Genau diese Frage wollte ich mir beantworten. Da die Soundkarte meines Laptops keine HD-Audio-Codecs codieren oder zum AV-Receiver bringen kann wollte ich wissen ob es sich lohnt etwas zu kaufen, das diese Codecs abspielen kann. Also habe ich mir die Playstation 3 von meinem Cousin ausgeliehen, die laut Internet sowohl DTS-HD als auch TrueHD abspielen kann. An diesem Punkt möchte ich erwähnen, dass der AV-Receiver kein DTS-HD oder TrueHD Decoder benötigt um ein solches Format abspielen zu können (er kann es bloß nicht decodieren.) Er muss lediglich das „multi-channel LPCM“ Format unterstützen. Dies wusste ich bis vor kurzem auch nicht, aber ich denke das ist ein wichtiger Punkt. Die PS3 hat einen eingebauten Decoder und bringt den decodierten Sound als Lineares PCM zum Receiver. Alles was man tun muss ist die PS3 richtig einzustellen. In den HDMI Optionen muss man bei Sound „Linearer Bitstream“ auswählen und bei Soundformate muss man an alle ein Häkchen machen. Danach kann man durch drücken des Select-Knopfes direkt beim Abspielen den Codec und die Bitrate sehen.

Unsere Test Bluray war „Master and Commander“ die eine Deutsche DTS- und eine Englische DTS-HD Master Audio Spur hat. Zahlenmäßig ist ein großer Unterschied vorhanden. Die deutsche DTS Spur hat 768 Kbit/s und die englische DTS-HD Spur um die 4,5 Mbit/s. Wir waren erstaunt wie deutlich der Unterschied der beiden Spuren zu hören ist. In der deutschen Spur dominieren sehr stark die zwei Front Boxen (Links + Rechts) und der volle 5.1 Sound ist nur selten gut zu hören. In der DTS-HD Spur sieht das ganz anders aus. Es wird sehr oft der volle 5.1 Klang benutzt und man hört aus allen Richtungen (Boxen) wie die Segel im Wind flatter, wie die Mannschaft über das Deck des Schiffes trampelt und wenn die Kanonenkugeln einschlagen… Wow! Man hört das Splittern des Holzes im ganzen Raum. Eine ganz andere Atmosphäre wie beim „normalen“ DTS Klang, bei dem sehr viel vom Sound nur von Vorn zu hören ist. Hier muss ich anmerken, dass es nicht nur englische DTS-HD Tonspuren gibt. Inzwischen gibt es immer mehr deutsche HD-Audio Spuren. Lediglich unsere Master and Commander Test BD hatte DTS-HD nur im Englischen. Auch noch ein sinnvoller Test wäre es gewesen die 4,5 Mbit/s DTS-HD MA Spur mit der (vom Laptop ausgegebenen) 1,5 Mbit/s Core DTS Spur zu vergleichen, aber dazu hatte ich leider keine Zeit mehr.

Nach dem Master and Commander Test (der nur eine Szene beinhaltete), wollten wir noch einen Film ganz anschauen. Doch hier muss ich leider das erste Mal, negativ von der Playstation 3 berichten, die als BluRay-Player überall sehr hoch gelobt wird. Nach dem wir eine halbe Stunde den Film geschaut haben, ging auf einmal der Lüfter an. Ich dachte „Kein Problem, der wird sicher nur kurz runter kühlen und dann wieder ausgehen“ – Pustekuchen… Das Ding war die nächste halbe Stunde so laut, dass ich den Film lauter machen musste (und der war nicht gerade leise…). Irgendwann haben wir das nicht mehr ausgehalten und haben beschlossen lieber leiserer Lüfter und schlechtere Tonspur, als das Flugzeug im Wohnzimmer und DTS-HD.  Als haben wir den Laptop angeschmissen und dort den Film weiter geschaut. Ich wusste nicht, dass ein Lüfter so nerven kann. Echt schade, die PS3 ist an sich sonst sehr gut in Sachen BluRay.

Kann das mein Laptop auch?

Das war die nächste Frage die ich mir gestellt hab. Brauch ich wirklich ein BluRay-Player oder kann ich das auch mit meinen bisher vorhandenen Mitteln (Laptop) lösen? Nach reichlicher Recherche komme ich zu dem Schluss, dass es bisher nur eine einzige Soundkarte gibt, die die HD-Codecs decodieren kann. Nämlich die Asus Xonar HDAV 1.3. Die allerdings an die 186€ kostet und einen PCIe-Slot braucht, das heißt ich kann das decodieren am Laptop vergessen. Da mein AV-Receiver aber selbst einen Decoder hat würde es mir auch reichen wenn meine Soundkarte den Bitstream einfach weiterreicht, ohne ihn zu decodieren, aber nach stundenlangen Tests, habe ich das gestern nicht hin bekommen… Dabei ist das eine 7.1 Channel Soundkarte im Lappi, also nicht Mal so schlecht. Doch weder mit PowerDVD, WinDVD noch mit TotalTheater habe ich das geschafft…  Die maximale Leistung die ich aus meiner Soundkarte per HDMI herausholen konnte, war die Core DTS Spur des DTS-HDs mit einer Bitrate von 1538Kbit/s. Die PCM Spuren wandelt meine Soundkarte direkt mit Dolby Digital Live um, uncodiert bekommt man scheinbar nichts aus der Karte raus. Schade.

Der Player kanns!

Die nächste Stunde hab ich damit verbracht einen guten BluRay Player auszusuchen der sowohl TrueHD als auch DTS-HD abspielen kann. Mir stach sofort der LG BD 370 ins Auge, der auch gleich – soweit ich weiß so ziemlich als einziger BD Player – mkv Dateien abspielen kann, was natürlich sehr schön wäre. Der mkv Container ist heute ja eigentlich der Standard bei HD-Videos. Auch der Preis war ganz in Ordnung mit 181€. Doch nach einiger Recherche las ich folgendes:

The good:
Streams Netflix and YouTube; Profile 2.0 compatible; onboard decoding for Dolby TrueHD and DTS-HD Master Audio Essential; relatively quick load times.

The bad:
Competitors offer better image quality on Blu-ray and DVD; no Wi-Fi option.

(Quelle CNET)

Wi-Fi ist mir egal, aber dass die Bildqualität nicht so gut wie bei den Vergleichsstücken ist, das ist für mich entscheidend. Ich habe letztendlich den Player gefunden den ich mir kaufen würde. Und zwar den Panasonic DMP-BD35. Warum? Er kostet zwar ein paar Euros mehr (220€), aber dafür gehört die Bildqualität (nicht nur bei den BDs sondern auch bei den DVDs die per „Upscaling“ auf 1080p kommen) mit zu den Besten. Zudem ist er einer der einzigen Player die die HD-Audio-Codecs sowohl codieren und als LPCM an den Receiver schicken als auch direkt den Bitstream weiter zu geben und ihn vom AV-Receiver decodieren zu lassen (somit leuchtet die DTS-HD / TrueHD Lampe am Receiver – Soll aber vom Ton überhaupt keinen Unterschied machen).

The good:
Excellent image quality on Blu-ray Discs; Profile 2.0 compliant; onboard decoding for all high-resolution soundtrack formats, plus bit-stream output.

The bad:
PlayStation 3 offers much more functionality and faster navigation, although it costs more

(Quelle CNET)

Fazit

Hätte ich mir nicht schon vor ein paar Monaten einen DVD-Player gekauft der ein Upscaling-Feature hat, hätte ich jetzt sicherlich zugegriffen (ich war wohl etwas vorschnell 🙂 ). Aber jetzt lass ich das ganze erst einmal ein wenig sitzen und schaue wie sich alles entwickelt. Vielleicht gibt es ja auch bald eine externe Soundkarte die diese Audiocodecs beherrscht. Wir werden sehen was die Zeit bringt. Wer gerne BluRays schaut und ein Soundsystem hat, das wenigstens ein bisschen über dem Trash-Level liegt, dem sei nur geraten sich einem BluRay Player zuzulegen, der die HD-Audiocodecs beherrscht. Es lohnt sich wirklich!

Vielleicht bin ich nur ein Soundfreak, aber die Atmosphäre ist ganz anders, wenn der Sound stimmt. Ich liebe es einen guten Film zu sehen der ein sehr gutes Bild und ein unvergesslichen Ton liefert. Das sind schöne Abende, aber sie sind natürlich noch schöner, wenn man sie mit jemandem teilen kann 😉