Festplatten mit StorCLI (LSI) zu einem existierenden RAID hinzufügen

Um was geht’s?

Der Platz auf unserem Server war mal wieder voll und somit war es Zeit neue HDDs einzubauen und zum RAID (LSI RAID Controller) hinzuzufügen. Bisher hatte ich das immer umständlich mit MegaCLI gemacht, welches mit einer furchtbar komplizierte Bedienung beeindruckt. Das hat wohl auch LSI gemerkt und setzt neuerdings auf StorCLI, eine Überarbeitung und Weiterentwicklung von MegaCLI. Die Umsetzung ist wirklich gut, sinnvoll und macht das ganze etwas einfacher. Leider ist die Dokumentation noch nicht so weit wie die von MegaCLI (vielleicht auch weil es jetzt einfacher ist 😉 ). Die meisten Dinge sind in der Doku vorhanden, jedoch hatte ich nicht gefunden wie neue HDDs einem existierenden RAID hinzugefügt werden können. Daher dachte ich, ich schreib mal wieder ein kleines Tutorial.

Lösung

#1 StorCLI von LSI runterladen (für Ubuntu Nutzer gibt es auch diverse Repos, z.B. hier)

#2 Falls nur ein Controller und eine VolumeGroup existiert kann dieser Schritt übersprungen werden und einfach /c0/v0 verwendet werden, ansonsten muss zuerst die ID des Controllers ermittelt werden:

storcli64 show

Die RAID Controller sind in einer Tabelle unter System Overview aufgeführt

System Overview : 
===============

Danach gilt es dies für die VolumeGroup zu tun

storcli64 /c0 show

Auch diese sind in einer Liste aufgeführt

VD LIST :
======

In der ersten Spalte ist jeweils die ID zu sehen, nun muss nur die Korrekte ausgewählt werden.

#3 IDs der neuen Platten ermitteln

storcli64 /c0 show

zeigt eine Tabelle alle Platten die der RAID Controller verwaltet.

PD LIST : 
=======
#4 RAID Migration starten
Nun sollte die ID des Controllers (/cx), die ID der VolumeGroup (/vx) und die IDs aller Platten (x:x) die hinzugefügt werden sollen bekannt sein. Zusätzlich muss noch der RAID Typ angegeben werden und schon kann es los gehen:
storcli64 /c0/v2 start migrate type=raid6 option=add drives=9:6-11

#5 Warten…

Das ganze kann je nach Größe des RAIDs Stunden, Tage oder gar Wochen dauern. Der Fortschritt kann jederzeit mit folgendem Befehl überprüft werden:

storcli64 /c0/v2 show migrate

Standardmäßig werden 30% des IOs genutzt um das RAID zu migrieren. Dies kann und wird, je nach dem was auf dem RAID liegt, das komplette System für diese Zeit sehr verlangsamen. Die „Migraterate“ kann nachgeschaut und bei bedarf auch umgestellt werden:

storcli64 /c0 show migraterate

And it’s gone – QNAP webinterface

Und schon wieder…

Heute ist zwar nicht (wie letztes Mal) Sonntag, aber ich hatte wieder ein Erlebnis mit meiner QNAP: Mein Webinterface war weg… :-/

Problem

Ich hatte „force SSL“ an und somit den Standard-Port 8080 deaktiviert. Beim Update auf 4.1.0 hat es dann scheinbar den SSL-Port zerschossen und ich konnte nicht mehr auf das Webinterface zugreifen. Die Shares und SSH ging allerdings noch.  Was nun? Eine QNAP ohne Webinterface macht ja auch wenig Sinn. Also auf ins „Gefecht“.

Lösung

Nach einigen Fehlversuchen war die Lösung dann doch zum Glück recht einfach:

#1 Per SSH einloggen

#2 Folgende Befehle ausführen:

setcfg System "Force SSL" 0
/etc/init.d/thttpd.sh restart

#3 Nun sollte der Default-Port wieder funktionieren und ihr könnt euch per ipadresse:8080 einloggen

#4 Einfach in die Einstellungen gehen und den SSL Port auf einen anderen Port der Wahl legen, z.B. 9091.

#5 Nun kann „force SSL“ wieder aktiviert werden und das System sollte über den neu definierten Port erreichbar sein: ipadresse:9091

Linux download utilities

Download-Manager – aria2

Wer sich je eine schön große Datei von einem unglaublich langsamen Server geladen hat weiß wie oft ein guter Download-Manager von Nutzen sein kann. Leider kannte ich bis vor Kurzem keinen den ich auch auf einem Server von einem Terminal aus bedienen konnte.

Dann bin ich über aria2 gestolpert. Das schöne daran ist, auf der einen Seite kann man hiermit von einem Server mit mehreren Verbindungen gleichzeitig herunterladen um die Download-Geschwindigkeit zu maximieren, aber auf der anderen Seite können auch abgebrochene Downloads (z.B. durch einen Disconnect) einfach fortgesetzt werden. Das Tool kann zudem noch einiges mehr wie z.B. Torrent oder paralleler Download von verschiedenen Servern.

Zu haben gibt’s das Package wohl in den meisten Distributionen direkt aus den Repositories. Eine ausführliche Anleitung gibt’s wie so oft in der Arch-wiki. Installiert wird das Programm mit:

pacman -S aria

oder bei Debian/Ubuntu

apt-get install aria

Benutzt wird das ganze dann wie folgt um vom angegebenen Server mit 5 Verbindungen gleichzeitig herunterzuladen:

aria2c -x 5 URL

Sollte die Verbindung einmal abbrechen, einfach wieder in den selben Ordner wechseln und genau den selben Befehl noch einmal ausführen. Schon geht der Download weiter.

Download von mehreren Files

Es kommt öfter vor, dass ich eine ganze Reihe an Daten von einem FTP Server herunterladen will. Oft habe ich eine Liste von URLs die ich oft per Hand, nacheinander, mit wget heruntergeladen hatte. Bis mir der „-i Parameter“ auffiel. Damit lässt sich eine Datei an wget übergeben, in welcher sich pro Zeile eine URL zum download befinden muss. Dann einfach folgendes aufrufen:

wget -i file

und gemütlich zuschauen wie wget einem die Arbeit abnimmt und eine Datei nach der anderen herunterläd. Feine Sache 😉 !

Full-featured Trackmania2 Stadium Server hosten

TrackMania2 Stadium

Falls ihr TrackMania nicht kennt und ihr (Arcade-) Rennspiele mit anspornendem Multiplayer gern habt, solltet ihr euch dieses Spiel unbedingt anschauen. Das Prinzip ist simpel: Eine Strecke wird eine bestimmte Zeit lang gespielt, z.B. 5 Minuten und während dieser Zeit könnt ihr so oft ihr wollt fahren (natürlich auch jederzeit neu starten) und damit eure Zeit verbessern. Wer nach diesen 5 Minuten die beste Zeit gefahren hat gewinnt. Dank guter Fahrphysik und extrem abwechslungsreichen Strecken mit allen erdenklicher Streckenteile wie Loopings, Wallrides, verrückten Sprüngen, etc (es gibt natürlich auch Strecken ohne diese Dinge) macht dieses Spiel auch lange Zeit viel Spass. Ein super Bonus-feature: Ihr könnt auch mit dem eingebauten Map-Editor eure eigenen Strecken bauen.

Was ist mit „Full-featured“ gemeint?

Wer schon mal Trackmania gespielt hat, der weiß wie das Interface normal ausschaut (Singleplayer). Spielt man aber online ändert sich das ganze, die meisten Server haben diverse Plugins für den Dedicated-Server um das Spiel spannender zu machen. So werden oft die „Local Records“ und die aktuelle Plazierung auf der rechten und die „Dedimania Records“ auf der linken Seite angezeigt. Dadurch sieht man sofort beim fahren wie gut man abschließen muss um einen Platz in den Records bekommt oder wie gut momentan die anderen sind. Aber auch Dinge wie „wer war an welchem Checkpoint der schnellste“ oder wie gut ist die aktuelle Strecke bewertet finden sich auf dem HUD.

tm2

Alles in allem verbessern diese Plugins den Spiel-spass und den ganzen Ablauf online um einiges. All dies wollen wir auf unserem Server auch haben.

Der eigene Server

Voraussetzungen

Folgende Dinge werden benötigt:

  1. Ein eigener Server, vorzugsweise ein Root-Server im Rechenzentrum der Wahl. Alternativ geht auch ein V-Server oder ein alter PC zu-hause (allerdings sind dann ein schnelles Internet und wissen über NAT für den Router Pflicht)
  2. Linux (Für mein Tutorial, läuft im Prinzip aber auch auf Windows)
  3. Das Spiel also einen Key für Trackmania und den damit verbundenen Trackmania Account
  4. Einiges an Zeit

 Die Grund-Installation

#1 Einen Dedicated-Server-Account erstellen

Auf ManiaPlanet einloggen und dort eine neuen Dedicated Account erstellen. Einfach einen neuen Login aussuchen (ist später nur ganz klein im Detailfenster zu sehen, also im Prinzip frei wählbar), ein Passwort vergeben (Achtung: Merken, das brauchen wir später!) und als letztes noch den Standort des Servers aussuchen (nach diesem kann im Spiel gefiltert werden)

#2 (Optional) Einen neuen Linux-User für TM2 erzeugen und zum neu erstellen User wechseln

sudo adduser tm2
sudo su tm

#2 Dedicated-Server herunterladen

cd ~ #oder in das gewünschte Verzeichnis wechseln
mkdir tm2-dedi
wget http://files.maniaplanet.com/ManiaPlanet3Beta/ManiaPlanetBetaServer_latest.zip
unzip ManiaPlanetBetaServer_latest.zip

Alternativ kann auch das Ubuntu Repository genutzt werden (natürlich nur unter Ubuntu)

#3 Serverkonfiguration

mv UserData/Config/dedicated_cfg.default.txt UserData/Config/dedicated_cfg.txt
nano UserData/Config/dedicated_cfg.txt

Folgende Dinge müssen verändert werden:

#3.1 Ein neues SuperAdmin Passwort vergeben:

<level>
     <name>SuperAdmin</name>
     <password>DasNeueSuperAdminPasswort</password>
</level>
<level>
     <name>Admin</name>
     <password>DasNeuePasswort</password>
</level>
<level>
     <name>User</name>
     <password>DasNeuePasswort</password>
</level>

#3.2 Den Dedicated-Login eingeben:

<masterserver_account>
     <login>dedicatedLogin</login>
     <password>dedicatedPasswort</password>
     <validation_key>VALIDATIONKEY</validation_key>
</masterserver_account>

#3.3 Den Servernamen vergeben:

<server_options>
     <name>ServerName</name>
<comment>Kommentar für den Server</comment>

#3.4 Environment einstellen:

<title>TMStadium</title>

Achtung: In nano können Änderungen mit Strg+O gespeichert werden und der Editor wird anschließend mit Strg+X wieder geschlossen.

#4 Startscript bearbeiten:

nano RunSrvTM.sh

./ManiaPlanetServer /title=TMStadium /game_settings=MatchSettings/TMStadiumA.txt /dedicated_cfg=dedicated_cfg.txt

 XAseco

Für Trackmania gibt es eine ganze Liste verschiedener Pluginsystem. Recht bekannt und auch schon oft genutzt im alten TrackMania ist XAseco2.

#1 Download

Einfach die aktuellste Version von der XAseco Website herunterladen (Zum Zeitpunkt dieses Blogeintrags war dies Version 1.03).

#2 MySQL

Jetzt wirds ein wenig komplizierter, denn alle Daten von XAseco werden in einer MySQL Datenbank gespeichert (Records, Votes, etc). Also müssen wir zuerst eine MySQL Datenbank installieren (einfach #2.1 überspringen, falls schon installiert).

#2.1 Installation

Je nach Linux Distribution ist das ein wenig anders, für Ubuntu/Debian wäre das:

sudo apt-get install mysql-server

Auf ArchLinux wäre dies (Achtung MySQL wurde hier von MariaDB ersetzt, für den Anwender bleibt aber fast alles beim Alten):

sudo pacman -S mariadb

#2.2 Datenbank anlegen

Erst müssen wir uns in der Datenbank einloggen:

mysql -u root -p

und einfach das bei der Installation vergebene Passwort eingeben. Dann folgenden Befehl kopieren:

CREATE DATABASE xaseco2;

#2.3 MySQL User anlegen

Nun können wir direkt auch den passenden User erstellen, einfach folgendes kopieren und dabei „meinMysqlPasswort“ auf das gewünschte Passwort verändern!

CREATE USER 'tm2'@'localhost';
SET PASSWORD FOR 'tm2'@'localhost' = password('meinMysqlPasswort');
GRANT all ON xaseco2.* TO 'tm2'@'localhost';

#3 Konfiguration

#3.1 Entpacken

Jetzt kann das unter #1 heruntergeladen Archiv entpackt werden.

unzip xaseco2_103.zip

#3.2 Verschieben der Config-Files bei der Erst-Installation

cd xaseco2/newinstall
mv *.xml ../
mv *.php ../
cd ../

#3.3 Database config

nano localdatabase.xml

Hier muss die Datenbank auf die korrekten Daten von oben geändert werden also ändern wir den folgenden Block:

<mysql_server>localhost</mysql_server>
<mysql_login>tm2</mysql_login>
<mysql_password>meinMysqlPasswort</mysql_password>
<mysql_database>xaseco2</mysql_database>

#3.4 Haupt-Konfiguration

Mit Hilfe dieser Datei können viele Detail-Einstellung vorgenommen werden, welche ich hier überspringe, ich hab einfach die Standard-Einstellungen gewählt. Diese sind im Prinzip auch schon super und müssen nur verändert werden, wenn etwas bestimmtes geändert werden soll.

Folgende Einstellungen müssen allerdings geändert werden:

nano config.xml

Erst vergeben wir Adminrechte, hier können beliebig viele Accounts angegeben werden. Wir benötigen hier die ManiaPlanets Loginnamen nicht die Nicknames!

Achtung: Hier wird der MasterAdmin angegeben, MasterAdmins habe ALLE Rechte auf dem Server! Es wird noch weiter unterschieden in Admins und Operators (siehe unten).

<masteradmins>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</masteradmins>

Ganz wichtig ist noch die Servereinstellung, die findet man ganz am Ende der Datei:

<tmserver>
    <login>SuperAdmin</login>
    <password>DasNeueSuperAdminPasswort</password>
    <ip>127.0.0.1</ip>
    <port>5000</port>
    <timeout>180</timeout>
</tmserver>

#3.5 Admins/Operators

Wer möchte kann jetzt noch zusätzliche Admins und Operators festlegen (Optional!). Zusätzlich können auch die Rechte beider Ränge einzel eingestellt werden.

nano adminops.xml
<admins>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</admins>

<operators>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</operators>

#3.6 Dedimania

Dedimania ist ein Records System das Serverübergreifend funktioniert. Jeder Record der auf dem Server gefahren wird, wird anschließend auf die Dedimania Record Server hochgeladen und ist anschließend auf allen anderen Servern auch zu sehn.

Wer diesen Service nutzen will muss sich erst bei Dedimania anmelden. Einfach den ManiaPlanet Account verknüpfen mit dem auch der Server Login erstellt wurde und anschließend bei „register your dedicated server“ diesen Server Login noch registrieren.

Nach der Registrierung wird ein Dedimaniacode angezeigt, diesen brauchen wir gleich für die Konfigurations-Datei.

vim dedimania.xml

Der Dedimaniacode muss nun zusammen mit dem Dedicated Server login eingetragen werden:

<masterserver_account>
    <login>dedicatedLogin</login>
    <dedimaniacode>000000000</dedimaniacode>
</masterserver_account>

Hinweiß: Es gibt insgesammt 100 Dedimania Records für jede Map. Allerdings können auf einem Server nur die Ränge 1-30 belegt werden. Wer einen Server haben will auf dem alle Spiele die Ränge 1-80 belegen können muss eine einmalige Spende von 10 Euro an die Gründer von Dedimania einreichen. Dies wird damit begründet, dass die benötigten Server für den Dedimania Service auch bezahlt werden müssen. Die Website zum Spenden könnt ihr hier finden, denkt daran euren Dedicated Login anzugeben.

Die Ränge 80-100 hingegen können ausschließlich von Spielern belegt werden die selbst an Dedimania gespendet haben.

Habt ihr gespendet müsst ihr noch in der dedimania.xml folgenden Eintrag ändern:

<limit_recs>80</limit_recs>

XAseco Plugins

Läuft XAseco auf dem Server kann man diesen ganz nach seinen Wünschen konfigurieren indem verschiedene Plugins zusätzlich installiert werden. In der Grundkonfiguration laufen zwar schon alle wichtigen Dinge wie Local Records oder Dedimania Records, jedoch lässt das Interface noch ein wenig zu wünschen übrig. Um ein Gameplay wie auf dem oben dargestellten Bild zu bekommen, müssen noch zusätzliche Plugins wie z.B. EyePiece installiert werden.

#1 EyePiece

EyePiece ist ein Plugin welches eine schönes und praktisches HUD hinzufügt und alle Records und auch andere Dinge übersichtlich anzeigt.

Einfach über die Website die aktuellste Version herunterladen. Zum Zeitpunkt dieses Tutorials war das die Version 1.0.9.9. Anschließend entpacken, alles in den XAseco Ordner kopieren und in die Plugin-Liste eintragen:

wget http://www.undef.name/.downloads/XAseco2/plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9.zip
unzip plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9.zip
cp -R ./plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9/xaseco2/* ./xaseco2/
nano xaseco2/plugins.xml

Folgendes hinzufügen:

plugin.records_eyepiece.php

#2 TM Karma

Sehr beliebt ist auch TM Karma für Map Ratings. Hier kann jeder Spieler der die Map geschafft hat diese Bewerten mit —, –, -, +, ++ und +++. Dies ermöglicht feinere Abstufungen und gibt der Map ein recht ausgeglichenes und faires Rating.

Auf hier wieder auf die Website und die aktuelle Version (1.0.7) herunterladen.

wget http://www.undef.name/.downloads/XAseco2/plugin.tmkarma.php-1.0.7.zip
unzip plugin.tmkarma.php-1.0.7.zip
cp -R plugin.tmkarma.php-1.0.7/xaseco2/* ./xaseco2/
nano xaseco2/plugins.xml

TM-Karma hinzufügen/Auskommentieren und RASP auskommentieren:

plugin.tm-karma-dot-com.php

Starten!

Fertig! Jetzt muss nur noch der Server gestartet werden:

./XAseco2.sh

Viel Spass beim Spielen! 😉

Server-Manager

Über die Konfig-Dateien können alle Einstellungen des Server angepasst werden. Wer eine einfache und schnelle Bedienung des Server haben möchte, sollte sich unbedingt einen der Web-Server-Manager anschauen. Ich habe mir auf unserem Server noch den offiziellen Dedicated Manager von Nadeo installiert.

Diesen zu installieren ist allerdings wieder eine Sache für sich und würde auch die Ausmaße dieses Blogeintrags sprengen. Vielleicht komm ich später noch dazu ein extra Tutorial für die Installation des Dedicated Manager zu schreiben.

 

Musik Player Daemon (MPD) und Archlinux

Was ist der MPD und warum sollte ich ihn nutzen?

Der MPD ist ein Daemon (Hintergrunddienst) in Linux der dafür gedacht ist Musik abzuspielen/streamen. Einerseits kann man diesen Dienst statt eines Musikplayers auf dem lokalen Rechner nutzen, aber viel interessanter ist die Idee den Dienst als ferngesteuerter Musikplayer einzusetzen. Er läuft auf nahezu jeder (auch antiken) Hardware, man braucht lediglich einen alten PC/Laptop oder inzwischen läuft er sicherlich auf auf modernen NAS Systemen. Die einzige Anforderung ist eine einigermaßen taugliche Soundkarte und optional einen SPDIF Ausgang (meiner Ansicht nach immer noch die beste Variante Ton zu übertragen).

Ich persönlich nutze einen kleinen Mini PC auf Intel NUC Basis der mir als Media Center dient. Er braucht wenig Strom und läuft daher fast durchgängig. Er ist direkt mit meinem AV-Receiver und dadurch mit dem Soundsystem verbunden. Auf diesem Rechner läuft der MPD im Hintergrund und kann dann mit jedem beliebigen Gerät – sei es ein direkt von dem Media Center, von einem anderen Rechner im Netzwerk oder auch von einem Handy – ferngesteuert werden. Das ist extrem praktisch, wenn z.B. Besuch da ist, kann jeder mit einem passenden Handy-Client (ich bevorzuge bei Android MPDroid) die Musikbibliothek durchsuchen und gleichzeitig eine Playlist „zusammenklicken“.

Problem

Leider ergeben sich auf Archlinux seit dem Umstieg auf systemd einige Probleme wenn PulseAudio genutzt werden soll. Das Problem liegt hierbei an der Verbindung von MPD zum PulseAudio Server. MPD läuft standardmäßig als MPD Nutzer und kann nicht auf die PulseAudio Session des aktuellen Nutzers zugreifen. Dieses Problem kann auf verschiedene Arten gelöst werden.

Das ganze äußert sich dadurch, dass MPD in die Log Datei etwas ähnliches schreibt wie:

Cannot connect to PulseAudio: access denied

Lösung

Starte MPD und PulseAudio mit dem selben User

Wird kein Multi-User System benötigt, ist dies wohl die einfachste und sauberste Lösung. Hierzu bearbeiten wir zuerst die MPD config /etc/mpd.conf und ändern den User von mpd auf den normalen System-User mit dem auch PulseAudio läuft (euer normaler Username).

 user "username"

Als nächstes muss die systemd service Datei bearbeitet werden. Diese Datei wird bei einem System Update wieder überschrieben! Es ist eine einfache und funktionierende Lösung, könnte aber sicherlich anders besser gelöst werden. Die service Datei liegt unter /usr/lib/systemd/system/mpd.service folgendes muss ergänzt werden

[Service]
User=username
PAMName=system-local-login

Um diese Änderung zu übernehmen muss folgender Befehl ausgeführt werden:

systemctl daemon-reload

Nun kann MPD neu gestartet werden

systemctl restart mpd

Jetzt sollte alles einwandfrei funktionieren.

Alternative

Eine Alternative von der ich gelesen habe ist die Nutzung des TCP Plugins von Pulseaudio, siehe Archlinux Forum (Post #10).

 

Videotearing in Linux (Manjaro/Arch) und XBMC

What the heck is Videotearing?

Tearing äußert sich auf dem Monitor dadurch, dass horizontale Streifen durch das komplette Bild wahrnehmbar sind. Das ist vorallem bei Videos und Filmen ärgerlich, da das Bild anfängt zu stocken und ziemlich „zerrissen“ ausschaut. Extrem fällt das bei schnellen Kameraschwenks auf. Es vermittelt den Eindruck als würde man mehrere Bilder gleichzeitig sehen, die alle ein bisschen verschoben sind (wobei genau das auch der Grund ist, siehe unten). Es gibt mehr als genug Beispiele wirft man einfach die Google Bildersuche an. Kurzum, ein Spaßkiller möchte man einen entspannten Filmabend verbringen.

Woher kommt’s?

Das Problem liegt hierbei an der Grafikkarte, diese berechnet und schickt die Bilder schneller an den Monitor als der sie darstellen kann. Das fällt extrem auf bei den genannten schnellen Kameraschwenks. Bevor ein Bild komplett auf dem Monitor angezeigt wird, schick die Grafikkarte schon das nächste Bild, welches der Monitor dann sofort anfängt darzustellen. Dadurch wird das typische Muster erzeugt, dass auf dem Monitor untereinander gleichzeitig verschiedene Bilder dargestellt werden, die deutlich mit einem Streifen getrennt sind. Je nach Film kann dies zu extremen Rucklern oder Verzerrungen führen. Gerade bei schnellen Actionfilmen wird dadurch der Film „unschaubar“.

Was tun?

Abhilfe schafft hier die sogenannte Vertical Synchronisation, kurz VSync. Ist sie eingeschaltet wartet die Grafikkarte bis der Monitor fertig ist ein Bild darzustellen und schickt erst dann das nächste Bild an den Monitor. Diese Option kann man so gut wie bei jeder Grafikkarte in den Einstellungen aktivieren.

Wo liegt dann das Problem?

Was tun, wenn VSync aktiviert ist (in XBMC und in XFCE4) das Problem aber trotzdem noch auftritt? Ja das ist die große Frage. Ich habe sämtliche Optionen und Lösungsansätze getestet die ich im Netz gefunden. Dort habe ich die Lösung dann auch gefunden. Es stellte sich heraus, dass die aktuelle Version von XOrg das Problem war. Ab 1.15.0 ist die sogenannte „backing store function“ standardmäßig aktiviert, welche zu genau diesem Problem führt.

Lösung

Ich habe momentan Manjaro Linux (basiert auf Archlinux) mit XFCE auf meinem mini Media PC mit einer integrierten Intel Grafik am laufen.

Also hab ich zuerst versucht VSync zu aktivieren. In Manjaro muss hierzu diese Datei bearbeitet /etc/X11/mhwd.d/intel.conf (bei purem Arch wäre es: /etc/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf) und um folgendes ergänzt/abgeändert werden:

Section "Device"
   Identifier "Intel Graphics"
   Option "SwapbuffersWait" "true"
   Option "AccelMethod"  "sna"
   Option "TearFree" "true"
EndSection

Hiermit wird VSync (TearFree) aktiviert.

Siehe Update 1.

Des weiteren habe ich über Probleme des Compositing gelesen und entschlossen dieses in den XFCE optionen komplett zu deaktivieren. Da ich den PC sowieso nur für MPD, XBMC und ähnliches benutzen möchte, brauche ich hier sowieso keine „fancy“ Effekte 😉

Der letzte Schritt in Manjaro/Arch war dann die backingstore Funktion zu deaktivieren. Das ganze ist in Arch super einfach, es muss lediglich das AUR Repository eingerichtet sein – was in Manjaro schon ab Installation vorhanden ist. Dann einfach ein kurzes:

yaourt -S sdl-nobackingstore

Und nach einem Reboot läuft alles wie man sich das wünscht. Besonders schön ist es in XBMC noch die Funktion „Adjust display refresh rate to match video“ zu aktivieren (vorausgesetzt der Fernseher unterstützt alle Videomodi wie z.B. 24p). Dadurch erhält man ein noch flüssigeres und angenehmeres Filme-Erlebnis 😉

Auch für Ubuntu Jünger gibt es hier Abhilfe (siehe Eintrag #12).

Update 1

Nach mehreren Stunden Videos ist mir aufgefallen, dass das Bild nach einer gewissen Zeit anfängt zu stottern und ab und zu kleine Lags auftauchen. Das äußert sich so, dass das Bild ganz kurz stehen bleibt und dann in doppelter Geschwindigkeit läuft bis es wieder synchron ist, danach läuft es ganz normal weiter. Komisch ist, dass es nicht durchgängig auftaucht. Nachdem ich das neuste Systemupgrade von Manjaro installiert hatte, XBMC auf 13.2 RC1 upgegraded und TearFree wieder deaktiviert hatte (nobackinstore + XBMC VSync reicht vollkommen aus um das Tearing zu verhindern), funktionierte alles einwandfrei ohne Ruckler. Was genau das Problem ausgelöst hat weiß ich nicht, aber in der Konfiguration funktioniert alles wunderbar.

Linux 5.1 sound with ALSA

Sounds easy?

Wars aber nicht 🙁 Hat ewig gedauert bis alles funktioniert hat… Eine genauere Erklärung folgt hier:

Ich nutze Sabayon X und wollte richtigen 5.1 Sound wenn ich Musik höre. Ich habe 5.1 in der Systemeinstellung konfiguriert. Mein erstes Problem war, dass aus dem Center absolut kein Ton erklang. Dieses Problem ließ sich noch recht einfach beheben. Konsole auf und als root folgendes ausführen:

alsamixer

Center/LFE auswählen und „M“ drücken -> unmute des Center/LFE channel

alsactl store

Soweit so gut, der Ton kam aus allen 5 Lautsprechern, sehr gut. Allerdings das nächste Problem folgte sofort: Kein Bass… Der Subwoofer blieb absolut stumm. Ok, scheinbar kein richtiger 5.1 Upmix, das lässt sich ändern :-). Nur nutzt Sabayon jetzt ALSA oder PulseAudio? Pulse ist auf jeden Fall installiert. Aber da Pulse nicht in der KDE Soundconfig auftaucht nahm ich an, dass ALSA genutzt wird und somit der Upmix über die .asoundrc laufen muss. Das ist prinzipiell auch nicht so schwer, hat bei mir nur ein paar Mal nicht funktioniert, aber nun die funktionierende config:

nano /home/username/.asoundrc

pcm.snd_card {
type hw
card 1
device 0
}
ctl.snd_card {
type hw
card 1
device 0
}
pcm.dmixer {
type dmix
ipc_key 1024
ipc_perm 0666
slave.pcm "snd_card"
slave {
period_time 0
period_size 1024
buffer_size 4096
channels 6
}
bindings {
0 0
1 1
2 2
3 3
4 4
5 5
}
}
pcm.dsnooper {
type dsnoop
ipc_key 2048
ipc_perm 0666
slave.pcm "snd_card"
slave
{
period_time 0
period_size 1024
buffer_size 4096
channels 6
}
bindings {
0 0
1 1
2 2
3 3
4 4
5 5
}
}
pcm.duplex {
type asym
playback.pcm "20to51"
capture.pcm "dsnooper"
}
pcm.20to51 {
type route
slave.pcm "surround51"
slave.channels 6
ttable.0.0 1
ttable.1.1 1
ttable.0.2 1
ttable.1.3 1
ttable.0.4 0.5
ttable.1.4 0.5
ttable.0.5 1
ttable.1.5 1
}
pcm.!default {
type plug
slave.pcm "duplex"
}

Kurzer relog und siehe da alles läuft wunderbar. Nur hätte ich mir ein wenig mehr Bass gewünscht. Hm kein Problem. Nur eine kleine Änderung am vorherige Eintrag:

pcm.20to51 {
type route
slave.pcm "surround51"
slave.channels 6
ttable.0.0 1
ttable.1.1 1
ttable.0.2 1
ttable.1.3 1
ttable.0.4 0.5
ttable.1.4 0.5
 ttable.0.5 1
ttable.1.5 1
}

Wunderbar, der MPlayer spielt die Musik genau so wie ich sie hören will. Jedoch scheint Clementine das nicht zu machen :-/ (Ist Momentan mein std .Musikplayer weil Amarok nicht so wollte wie ich). Ok auch das war nicht weiter schwierig. Tools -> Preferences -> Playback -> GStreamer audio engine -> Audio sink (ALSA)

Nun funktioniert alles wie es soll, vielleicht hilft das dem ein oder anderen auch weiter.

Linux: XBMC mit vaapi, 24p und vsync?

Sollte es nicht möglich sein mir auf Linux Filme und Serien mit dieser Konfiguration anzuschauen?

Leider scheint das nicht ganz so einfach zu sein. Ich musste ewig experimentieren bis ich überhaupt herausgefunden hatte was genau das Problem ist. Ich dachte erst mein vaapi (für alle unwissenden 😉 vaapi = Video Acceleration API, das heißt z.B. die Berechnung von Videoformaten auf die Grafikkarte zu verlagern) spinnt. Denn leider ist der Prozessor in meinem Linux-Rechner nicht stark genug um 1080p Filme über HDMI zu spielen. So musste ich mehr oder weniger auf vaapi oder einen neuen Prozessor umsteigen.

Nachdem ich die neue xbmc-pvr-git kompiliert hatte und den Rechner gerade am PC-Bildschirm und nicht am Fernseher angeschlossen hatte lief alles wunderbar. Nachdem ich wieder per HDMI an den Fernseher ging, war ich wieder bei den alten Rucklern… Toll, aber wenigstens ist jetzt klar was los ist. Vsync + 24p + vaapi = Ruckeln. Sobald eine der Optionen ausgeschaltet ist läufts. Allerdings ohne vsync zieht es die typischen Schlieren, ohne vaapi ruckelts und ohne 24p läuft der Film zu schnell.

Was jetzt?

Ich habe eine git Version gefunden die anscheinend die Entsprechenden Patches beinhalten soll. Diese werde ich nachher installieren und meinen Beitrag hier updaten 🙂 Hoffen wir das Beste. Bis nachher!

Update 1:

Mit der git Version von FernetMenta wird das Problem bei mir auf ein Minimum reduziert. Laut Forum gibt es wohl noch keinen offiziellen „echten“ fix. Nur das workaround in dieser git. Wenn ich nun ein Video starte ruckelt es anfangs kurz und ab und an alle paar Minuten hier und da. Scheint recht willkürlich zu sein. Zudem habe ich in manchen Filmen Pixelfehler bemerkt. Manche laufen super, andere ruckeln oft. Ich weiß allerdings nicht ob das mit dieser git Version zusammenhängt. Man kann sagen, dass mit diesem Patch die vaapi benutzbar, aber nicht wirklich gut wird.

Wer das selbe Problem hat und es versuchen will:

https://github.com/FernetMenta/xbmc/tree/vaapi -> Downloads -> Download tar.gz

tar xfvz name.tar.gz

cd verzeichnis

./bootstrap

./configure --prefix=/usr --enable-vaapi

make -j4

sudo  make install --prefix=/usr

Als nächste werde ich versuchen das Bild von einem externen Player (MPlayer) in xbmc zu nutzen. Dieser spielt mir die Videos ohne ein einziges Ruckeln ab. Melde mich bald zurück 😉

Update 2:

Ich weiß auch nicht so recht :-/ … Die Integration eines externen Players scheint mir auch nicht so das gelbe vom Ei zu sein. Ich hab einiges gelesen. Die XBMC Controls sind schon praktisch, dass nachher einfach ein Fenster mit dem MPlayer aufpoppt in dem der Film läuft und ich ihn nicht mit den XBMC Tasten kontrollieren kann gefällt mir nicht. Ich bin noch unschlüssig was ich nun tun soll.

Update 3:

Ich hab gerade XBMC auf meim Laptop installiert (Windows + AMD/ATI 6550). Diese Graka sollte das ohne Probleme abspielen können. Zudem hab ich noch von keinen Problemen im Zusammenhang mit Windows gehört. Aber von wegen… Man kann zwar keines Falls von großen Problemen oder schlechter Performance sprechen. Der Film wird gut abgespielt. Aber ab und an schleichen sich auch hier kleine Ruckler ein, die nicht sein sollten. Lange nicht so wie unter Linux mit vaapi, aber auf Dauer doch nervig. Also hab ich versucht die GPU Beschleunigung auszuschalten um zu sehen ob es wirklich daran liegt. Und siehe da, dank dem guten Intel i5 lief der Film ohne ein kleines Zucken wunderbar flüssig. Anstatt 5% CPU Usage nun mit 15% aber hey, was solls… was ist das schon.

Ich werde in den nächsten Tagen sehen ob ich eine nvidia Karte auftreiben kann um zu sehen was ich mit dieser anstellen kann. Aber im Moment kann ich ATI in Sachen XBMC wirklich nicht empfehlen. Bisher hatte ich nur schlechte Erfahrungen… sehr schade. Wer die Rechenpower hat: nutzt euren CPU, es läuft einfach flüssiger… Wem’s geht wie mir, der ist im Moment aufgeschmissen. Sobald ich eine nvidia Karte in die Finger bekomm gibt’s nochmal ein Update. Im Grunde kann man nur empfehlen eine CPU zu kaufen, die sowas von Haus aus ohne Probleme packt…

Guitar Pro 5 und Linux

Guitar Pro 5 ist so ziemlich das beste und „funktionsreichste“ Gitarrenprogramm für Windows. Doch kann man es auch auf Linux benutzen?

Die Antwort ist: Na klar!

Doch wie? Ganz einfach:

Benötigt:

  • – Guitar Pro 5
  • – Wine
  • – Timidity++

Installation:

(Achtung Anleitung für Arch-Linux. Doch man sollte daraus auch auf andere Distris schließen können.)

Zuerst installiert man Timidity++ über die Konsole:

pacman -S timidity++

Nun muss noch eine „Soundbank“ installiert werden:

wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/PKGBUILD
wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/fluidr3.install
wget http://aur.archlinux.org/packages/fluidr3/fluidr3/license
makepkg
pacman -U fluidr3-122501-6.pkg.tar.gz

Falls yaourt installiert ist, sollte es auch einfach mit:

yaourt -S fluidr3

funktionieren.

Nun muss die Konfigurationsdatei von Timidity noch angepasst werden. Einfach folgende Zeile in die Datei /etc/timidity++/timidity.cfg  eintragen:

soundfont /usr/share/soundfonts/fluidr3/FluidR3GM.SF2

Anschließend kann man auch den Timidity Daemon in die rc.conf schreiben:

DAEMONS=(… timidity++ …)

oder Timidity nur bei Bedarf, per Hand starten:

timidity -iA

Nachdem das erledigt ist braucht man Wine:

pacman -S wine

Sollte alles geklappt haben kann man jetzt GP5 per .exe Datei einfach wie gewohnt installieren und starten. Mit der Hilfe von Timidity sollte der Sound auch kein Problem mehr sein 😉

Alternativen

Es gibt auch auf Linux eine native Lösung, die sogar kostenfrei ist. Sie nennt sich Tuxguitar.

Installation in Arch einfach

pacman -S tuxguitar

Viel Spass damit!

Archlinux

Inzwischen habe ich etwas Übung mit Archlinux. Ich habe längere Zeit kein anderes OS benutzt 😉 Arch läuft echt wunderbar. Linux ist schon etwas tolles!

Deswegen werde ich ab jetzt in meinen Blog öfter Problemlösungen stellen, vor denen ich selbst stand, die ich aber nach einer mehr oder weniger langen Zeitspanne lösen konnte. Anfangen möchte ich mit einem ganz minimalistischen Installations-Tutorial beginnen, da die offizielle Anleitung, die zwar sehr gut geschrieben, aber inzwischen doch ein wenig veraltet ist und ich deswegen das ein oder andere Problemchen hatte. Trotzdem möchte ich jedem der Arch noch nie gesehen hatte diese Guide ans Herz legen man findet sie hier. Ich möchte auch nicht so weit ausholen wie die Autoren dieser Guide, sondern eher ein kurzes Tutorial schreiben, das schnell zum Ziel führt. (Für weiter Einstellungsmöglichkeiten oder Infos verweiße ich auf den wirklich guten Guide auf der Archlinux-Wiki)

Zu aller Erst brauchen wir die Installations CD. Diese bekommt man im handelsüblichen .iso Format oder auch im etwas unbekannteren .img Format ganz bequem über einen Mirror (am besten FTP Server) auf der Archlinux Homepage.  Ein Beispiel wäre dieser Mirror. Man muss sich zwischen der 32bit und 64bit Version entscheiden. Da die 64bit Version aber inzwischen wirklich sehr gut läuft, kann ich nur empfehlen diese herunterzuladen (natürlich nur falls euer PC 64bit unterstützt! – Was aber seit geraumer Zeit jeder einigermaßen neuer PC tut 😉 ).

Nachdem man das Image heruntergeladen und gebrannt hat, muss man im Bios auf „Boot from CD/DVD“ umstellen und mit der CD im Laufwerk neu starten. Keine Angst man kann sich sobald die Grundinstallation fertig ist ein GUI (KDE / GNOME …) installieren und muss nicht mehr nur in der Konsole „herumhantieren“. Beim Auswahl-Menü der CD einfach Enter drücken und schon kommt man in eine Konsole. Der Standardbenutzer für die Installation ist „root“.

Grundinstallation

Alles in allem ist es mit einer Anleitung wirklich nicht schwer. Also los gehts:

Mit dem Befehl

km

Kann man das Tastaturlayout umstellen, das anfangs noch auf „Englisch“ gestellt ist. Im ersten Menü wählt man

de.map.gz

und im zweiten

default8x16.psfu.gz

Und schon hat man ein deutsches Layout.

Um die Installation zu starten muss man nur noch

/arch/setup

eintippen. Jetzt sollte eine minimalistische GUI erscheinen, in der man alle weiteren Schritte recht einfach erledigen kann.

Quellenauswahl

Zuerst kommt die Quellenauswahl. Um eine schnelle und reibungslose Installation zu bekommen habe ich hier CDROM gewählt. Die Updates kann man sich später noch laden.

Uhrzeit

Einfach die Region auswählen: Europa -> Berlin und dann „localtime“

Festplattenvorbereitung

Die Markierung springt jetzt automatisch auf den zweiten Punkt: Die Festplattenvorbereitung. Hier ist zu empfehlen die Festplatte manuell zu Partitionieren, da die automatische Partitionierung die gesammte Festplatte löscht!

Dies ist eine wichtige Entscheidung. Es ist überhaupt kein Problem Windows und Linux parallel zu installieren! Man braucht allerdings noch freien Platz auf der Festplatte der nicht von einer Partition belegt wird. Evtl muss man vorher in Windows Platz schaffen und eine Partition verkleinern (Vorsicht vor Datenverlust!)

Insgesammt habe ich 4 Partitionen erstellt. Nämlich für „root“ „swap“ „home“ und „boot“

Um Festplatten zu erstellen wählt man den freien Platz auf der Platte aus, unten [New] und tippt den gewünschten Speicherplatz ein. Ich wähle für „sda1“ 30 Gb – als Fileformat wählt man „Linux“ (genau wie für „home“ und „boot“ auch), für „sda2“ 3 Gb – Fileformat muss auf swap gestellt werden (Hier gehen die Meinung stark auseinander. Was wirklich sinnvoll ist weiß ich nicht, da jeder von seiner Meinung überzeugt ist 😉 Mit 3 Gb ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite), für „sda3“ 100 Gb – hier sollte man soviel wählen wie möglich/nötig. Hier werden alle Daten gespeichert und für „sda4“ 50 Mb – diese Partition muss man [bootable] machen (hier wird nur der Kernel gespeichert. Es sind keine großen Speicherplatzmengen erforderlich. Wahrscheinlich sind 50 mb schon zuviel). Nun muss mit [write] die Partitionstabelle geschrieben werde.

Das ganze sieht ungefähr so aus:

Name Flags      Part             Type              FS Type [Label]   Size(MB)
————————————————————————-
sda1                    Primary    Linux                                      50000
sda2                    Primary    Linux swap / Solaris                3000
sda3                    Primary    Linux                                       100000
sda4     Boot        Primary    Linux                                       50

Die Namen unterscheiden sich natürlich wenn auf der Festplatte schon eine Windowspartition ist. Dann heißt diese schon sda1 und alles wird um 1 nach hinten verschoben.

Jetzt müssen die erstellten Partitionen eingebunden werden. Das ganze erfolgt auch recht einfach über das GUI. „sda1“ wird als / eingebunden, „sda2“ als swap, „sda3“ als /home und „sda4“ als /boot. Ich habe als Dateisystem ext3 benutzt. Es wird als stabilstes und doch recht schnelles Dateisystem genannt.

Klingt schwierig, ist es aber nicht. Für weitere Infos und genauere Erklärung kann man gern in der Archwiki Guide nachschauen (siehe oben).

Ist das erledigt geht alles schnell von der Hand.

Die Paketwahl…

kann man meines Erachtens einfach mit Enter bestätigen, wenn man etwas wichtiges braucht kann man es zusätzlich mit Leertaste auswählen und mit installieren.

Systemkonfiguration

Nach der eigentlichen Installation muss man das System konfigurieren

Ich habe als editor vi ausgewählt, da ich mit diesem schon etwas vertraut bin. Ich werde es im folgenden auch für diesen Editor erklären. Man darf nicht bei der großen Auswahl an Config-Dateien erschrecken man benötigt normalerweiße nur einen kleinen Teil.

Die rc.conf ist sehr wichtig. Um etwas mit vi einzufügen muss man [einfg] drücken. Man sollte den Eintrag locale auf

de_DE.utf8

ändern. Um eine Datei zu speichern drückt man [esc] (Abbrechen des Einfügen-Modus) [:wq] Doppelpunkt um Befehle einzutippen, w für write und q für quit.

So sollte man in der locale.gen folgende Einträge suchen und wie bei mir mit einer # versehen.

#en_US.ISO-8859-1
#en_US.UTF-8

danach sucht man

de_DE.UTF-8 UTF-8
de_DE ISO-8859-1
de_DE@euro ISO-8859-15

und entfernt die # davor.

Jetzt muss eigentlich nur noch das Root-Passwort gesetzt werden. Und man ist mit der Grundkonfiguration fertig.

Bootloader

Als nächste wird der Bootloader installiert. Ich wähle GRUB und die Partition sda (ohne Zahl) als Installationsort. Hat man gleichzeitig noch eine Windows-Installation muss man in der folgenden Config-File die # vor dem Windows-Eintrag entfernen.

title Windows
rootnoverify (hd0,0)
chainloader +1

Das war die Grundinstallation.

Konfiguration und Installation der GUI

Alles weitere geht (je nach Internetverbindung) recht flott. Einmal neustarten und die CD entfernen. Danach geht es weiter:

Update

Um die Updateserver automatisch zu ordnen tippt man ein

pacman -Sy python

rankmirrors /etc/pacman.d/mirrorlist

Ein komplettes Systemupdate führt man mit folgendem Befehl aus:

pacman -Syu

Benutzer erzeugen

Mit folgendem Befehl wird ein neuer User erzeugt:

adduser

man sollte ihn im erscheinenden „Anlege-Script“ zu diesen Gruppen hinzufügen:

audio,video,floppy,lp,optical,network,storage,wheel, power

Grundlegende Daemons

Um grundlegende Daemons zu installieren tippt man

pacman -S hal ntp fam

Diese muss man nun in der rc.conf eintragen damit sie automatisch gestartet werden. Was wie folgt abläuft:

pacman -S vim

Installation von vim (verbesserter vi editor)

vim /etc/rc.conf

nun scrollt man ganz runter und fügt bei DAEMONS hal ntpd und fam hinzu

DAEMONS=(… hal ntpd fam)

Xorg/Grafikserver

Um eine GUI zu bekommen muss man den Xorg Server installieren:

pacman -S xorg

Um ihn zu konfigurieren tippt man

Xorg -configure

mv /root/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf

Grafikkartentreiber

und natürlich muss ein Grafikkartentreiber her

Für nvidia:

pacman -S nvidia

nvidia-xconfig

und für ATI:

pacman -S catalyst

Soundkarte

Eine weitere Grundlegende Funktion ist der Sound, also installieren wird den „Soundtreiber“

pacman -S alsa-utils

welcher auch wieder als Daemon eingetragen werden muss

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… alsa)

Desktopumgebung

Nun sind wir schon bei der eigentlichen GUI / Desktopumgebung angelangt, zuerst sollte man noch einige Schriftarten installieren:

pacman -S ttf-ms-fonts ttf-dejavu ttf-bitstream-vera

und nun die gewünschte GUI

Gnome

Für Gnome

pacman -S gnome gnome-extra

.xinitrc Datei kopieren und mit vim konfigurieren damit Gnome automatisch startet.

cp /etc/skel/.xinitrc /home/user/ (<- Achtung Username!)

vim /home/user/.xinitrc

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
# exec startkde
exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

GDM als Daemon eintragen

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… gdm)

KDE

Für KDE ist es das selbe:

pacman -S kde

.xinitrc Datei kopieren und mit vim konfigurieren damit KDE automatisch startet.

cp /etc/skel/.xinitrc /home/user/ (<- Achtung Username!)

vim /home/user/.xinitrc

#!/bin/sh
#
# ~/.xinitrc
#
# Executed by startx (run your window manager from here)
#
#exec xterm
#exec wmaker
exec startkde
#exec gnome-session
# exec icewm
# exec blackbox
# exec fluxbox

KDM als Daemon eintragen

vim /etc/rc.conf

DAEMONS=(… kdm)

System Starten

Nun sollte man unbedingt neu starten. Nach einem Neustart sollte alles funktionieren und man automatisch in die gewünschte Desktopumgebung gelangen.

Nachwort

Dies ist ein sehr schnell geschriebenes und unüberarbeitetes Tutorial. Wenn also Fehler enthalten sind tut es mir leid. Sollte man zum aller ersten mal mit Linux arbeiten empfehle ich eine andere Distribution wie z.B. OpenSuse, Mandriva, Ubuntu oder Fedora zu benutzen. Dieses Tut soll vor allem Leuten die Installation erleichtern die schon einmal mit Arch oder ähnlichem gearbeitet haben, aber nicht mehr mit den Befehlen vertraut sind!

Bei Fehlern oder Ergänzungshinweisen bitte einfach ein Kommentar schreiben 😉 Ansonsten viel Spass mit Archlinux. Ich werde weiterhin kleinere Tutorials schreiben, die dann hoffentlich einfacher und kürzer sind. Aber die Installation dauert nun mal seine Zeit und braucht ein wenig Platz 😉 Schade ist, dass ich keine Screenshots einfügen konnte. Aber ich hoffe man kommt mit dem Text gut zurecht.