Musik-Player Test

Achtung

An dieser Stelle möchte ich auf den überarbeiteten Test von 2011 hinweisen! Dieser ist auch wesentlich umfangreicher.

 

Alter Test:

Soooo, endlich komm ich mal wieder zu einem Computertestchen. Heute waren bei mir die Musik-Player dran. Ich wollte einfach ein Mal einige Player testen, anstatt immer nur Winamp zu benutzen, zumal der in letzter Zeit bei mir einige Problemchen verursacht hatte. Ronnie hat dann so von Foobar geschwärmt und ich dachte jetzt muss ich doch einmal im Netz suchen und einen kleinen Test veranstalten. (iTunes habe ich absichtlich nicht getestet, da ich überhaupt kein Apple-Freund bin.)

Getestet wurden:

  • Winamp (Ver. 5.541 – Windows)
  • Foobar2000 (Ver. 0.9.5.5 – Windows)
  • Musikcube (Ver. 1.0 – Windows)
  • Songbird (Ver. 0.7.0 Beta – Windows)
  • Amarok (Ver. 2.0 Beta – Windows/Linux – Ver. 1.4.x – Linux)

Winamp:

Bei mir meist in der „normalen“ Modern-Version:

Aber seit (ich glaube) der 5er Version gibt es standardmäßig eigentlich den Bento-Skin:

Ich muss hier erwähnen, dass ich Winamp schon benutze seit ich einen Computer hatte. Ich hatte wohl schon eine der ersten Versionen und benutze Winamp bestimmt schon 10 Jahre. Wobei mir früher das Design nicht gerade gefallen hat, aber damals war das einfach der beste Player. Zwischenzeitlich habe ich dann den Windows Media Player benutzt, der aber in der 9er Version während dem Rendern von 3D-Bildern/Animationen keine Musik mehr abgespielt hat und somit von mir bald wieder durch Winamp ersetzt wurde. Benutzt habe ich Winamp erst wieder mit dem Modern-Skin (früher auch mit MMD5-Skin). Aber in letzter Zeit häufen sich Probleme mit Winamp und so wollte ich mich nach alternativen umschauen.

Pro:

  • – Mit Bento schickes Desgin
  • – Lagt nicht wie z.B. der WMP während Prozessorlastigen Vorgängen
  • – Gute Media-Library
  • – Mit sehr vielen Plugins beliebig erweiterbar
  • – Eingebaute CDDB Auto-Tag-Funktion
  • – Viele einfach zu installierende Skins

Kontra:

  • – Braucht mit Bento ziemlich viel Ressourcen
  • – Sieht mit Modern-Skin nicht all zu gut aus
  • – Hat Probleme mit Netzwerkordnern wenn diese in der Playlist aber nicht angeschlossen/online sind
  • – (Kann man „gehört zu AOL“ als negativen Kritikpunkt sehen 🙂 ? ich bin absolut kein AOL-Fan)

Foobar2000:

Auf diesen Player hat mich Ronnie hingewiesen, allerdings habe ich das Programm auch schon vorher zur Musik-Kovertierung benutzt. Man kann anfangs eine beliebige Anordnung der einzelnen Funktionen aussuchen. Nach meiner Auswahl sah Foobar so aus:

Sehr schlichter, dafür aber auch Ressourcensparender Musik-Player. Durch die sehr weitreichenden und vielfältigen Optionen kann man über das Aussehen hinweg sehen, auch wenn ich es schade finde, dass – zumindest wenn ich das richtig gesehen habe – keine Möglichkeit besteht irgendwelche Dinge am Design zu verändern, wie Skins oder ähnliches (Von der Anordnung der verschiedenen Funktionen abgesehen). Aber wenn man den Player sowieso nur beim Spielen benutzt oder ihn immer im Hintergrund hat, ist dies sowieso nur nebensächlich.

Pro:

  • – Sehr viele Funktionen
  • – Kann fast alles konvertieren
  • – Braucht sehr wenig Ressourcen/Auslastung
  • – Gut erweiterbar durch Plugins
  • – Viele technische Infos über den Musiktitel (Ich nenn das jetzt einfach mal so)

Kontra:

  • – Design nicht änderbar / keine Skins
  • – Für Leute die sich nicht auskennen etwas unübersichtlich
  • – Dinge wie Auto-Tag nur mit Plugin, schade dass dies nicht von Haus aus eingebaut ist. Kann man aber ohne große Probleme schnell nachrüsten

*EDIT: Das Design kann man per Plugin doch grundlegend verändern. Ein Plugin gibt es z.B. hier. Allerdings wird dies nur per Plugin und nicht von Haus aus unterstützt. (Gelesen auf  www.exmatrikulationsamt.de)*

MusikCube:

Ich wurde über ein Forum im Netz auf diesen Player aufmerksam und habe auch gleich die neueste, aber leider schon 2 Jahre alte Version heruntergeladen. Inzwischen wird wohl schon eine Weile an der Version 2.0 gearbeitet. Ich bin gespannt wann diese herauskommt und vorallem wie diese aussieht. Anscheindend soll es auch schon eine Version 1.1 geben, allerdings ist das alles so verschachtelt. Erst war die Website bei Sourceforge, dann war es eine eigene Homepage und jetzt ist sie bei Google. Die Version 1.0 sieht so aus:

MusikCube ist ein – in der standard Ausführung – sehr minimalistischer Musik Player. Alle wichtigen Funktionen kann man aber über Plugins nachladen wie z.B. der OGG, FLAG und M3U-Playlist Support. Ansich ist das Programm ganz nett. Es gibt die wichtigtesten Funktionen und es fraß in meinem Test gestern die wenigsten Ressourcen/Systemauslastung.

Pro:

  • – Sehr klein, nur die wichtigsten Funktionen. Somit nicht überladen
  • – Kann in die Traybar minimiert werden
  • – Dynamische Playlisten
  • – Kleine Statistik

Kontra:

  • – Wenig Erweiterungen / Plugins
  • – Wenig Skins, soweit ich weiß nur Farbschema veränderbar
  • – Keine Auto-Tag Funktion
  • – Playlisten nur über Plugin und selbst dann etwas umständlich benutzbar

Songbird:

Über Songbird habe ich in der C’t gelesen. Ein von Mozilla entwickelter open-source Musik Player. Der Look erinnert im Standard-Design ein klein wenig an Apple. Ich finde es aber – trotz der Tatsache, dass ich kein Applefan bin – nicht zu nah am Apple Design:

Auch wenn Songbird im Moment noch eine Beta ist, ist es jetzt schon ein sehr guter Musik Player. Er verfügt jetzt schon über eine ziemlich große Community, der man es verdankt, dass es jetzt schon unglaublich viele Plugins jeder Art gibt. Auch Skins sind überhaupt kein großes Problem:

Jeder kann sich die extra Features herunterladen die er gerne hätte, es gibt schon richtig schöne Dinge so z.B. auch ein Albumcover MediaFlow.

Ich muss zugeben, dass ich jetzt schon von diesem Programm ziemlich faziniert bin. Sollte man auf jeden Fall mal testen 😉 .

Pro:

  • – Sehr große Skin- und Pluginauswahl (Add-on Funktion wie in Firefox/Thunderbird, daher sehr einfach)
  • – Viele praktischen Funktionen schon von Haus aus integriert
  • – Hüsches Design
  • – Album-Cover-Verwaltung
  • – Man kann Websiten direkt im Player ansurfen, z.B. Add-on Pages und kann so mit einem Klick das Add-on installieren

Kontra:

  • – Im Test höchster Ressourcen/Systemauslastungs Verbrauch
  • – Cover-Verwaltung hat bei mir die Covers nicht automatisch aus dem Netz gezogen, z.B. der Knopf „Fetch missing covers“ hat nicht funktioniert

Amarok:

Bisher gab es Amarok ja nur auf Linux, doch mit KDE 4 hat sich das jetzt geändert, jetzt kann man fast alle KDE anwendungen auch auf Windows benutzen. Gestern Abend fand ich das Design in Windows noch etwas gewöhnungsbedürftig da ich bisher nur die „Linux Atmosphäre“ gewohnt war, dort passt es echt gut hinein, auch farblich. Inzwischen finde ich es aber auch in Vista ganz okay. Die Funktionen sind einfach unschlagbar, schon die Version 1.4.x war einfach nur genial. Einer der besten Player die ich jemals benutzt habe. Da Amarok 2 noch in der Beta-Phase ist wird einiges vielleicht nicht ganz funktionieren, da werde ich wohl noch etwas testen müssen. Amarok 2 auf Windows:

Amarok glänzte schon immer mit sehr großer Funktionsvielfalt und einer ziemlich guten Media-Library mit verschiedenen Optionen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Amarok 2 Beta noch nicht ganz ausgereift ist. Es fehlen noch einige sehr gute Funktionen aus der 1.4er Version.

Pro:

  • – (läuft auch auf Windows)
  • – super Media-Library
  • – sehr gute Coververwaltung
  • – neues Design
  • – Script Verwaltung, jeder kann Scripte/Plugins schreiben, die man mit einem Klick in Amarok herunterladen und aktivieren kann
  • – OSD zeigt Titel an einer beliebigen Stelle von Bildschirm an

Kontra:

  • – es fehlen noch manche Funktionen der 1.4er Version
  • – die Scriptverwaltung ist in der 2 Beta noch nicht so gut gefüllt wie in der alten Version, dort gab es sehr viele Erweiterungen
  • – ist auf Windows manchmal noch etwas langsam
  • – recht hoher Ressourcenverbrauch/Systemauslastung

Amarok 1.4.x

Das gut alte Amarok, das ich seit jeher in Linux benutze:

Viel hier zu möchte ich nicht mehr schreiben, das meiste habe ich gerade schon erwähnt.

Pro:

  • – super Media-Library
  • – sehr gute Cover-Verwaltung
  • – Script Verwaltung, jeder kann Scripte/Plugins schreiben, die man mit einem Klick in Amarok herunterladen und aktivieren kann (sehr viele Scripte verfügbar)
  • – OSD zeigt Titel an einer beliebigen Stelle von Bildschirm an
  • – coole Statistiken
  • – Dynamische Playlisten
  • – integrierte Auto-Tag Funktion
  • – kann in die Traybar minimiert werden (Traybar Icon dient gleichzeitig als Fortschrittbalken des Liedes – sehr coole Funktion)
  • – auch sonst sehr viele Features. Ein Blick lohnt sich

Kontra:

  • – (war bisher nur für Linux)
  • – Media-Library hatte mit Netzwerk Ordnern Probleme in der Version 1.4.8 (habe bisher keinen 2. Versuch gestartet, aktuell ist 1.4.10)

Viele Negative Aspekte finde ich hier nicht einmal 🙂 .

Test: Systemauslastung

Wenn ich in Windows Musik höre, dann meistens nur während ich spiele, da ich in Windows eh nur bin um zu spielen. Ansonsten benutze ich immer Linux und dort ist Amarok sowieso mein absoluter Favorit. Deswegen sollte der Player in Windows am besten wenig Ressourcen und Systemauslastung benötigen, damit die Spiele reibungslos laufen.

In diesem Test ergab sich auf meinem Vista x64 System folgende Reihenfolge:

  • Platz 1: MusikCube
  • Platz 2: Foobar
  • Platz 3: Winamp mit Modern-Skin
  • Platz 4: Amarok 2
  • Platz 5: Winamp mit Bento-Skin
  • Platz 6: Songbird
  • (Amarok 1.4.x bleibt hier absichtlich außen vor, weil ich auf Linux nicht spiele und mir somit der Ressourcenverbrauch/die Systemauslastung in erster Linie egal ist)

Amarok und Songbird sind beides noch Beta-Versionen, deswegen hoffe ich, dass die Final Version noch etwas verbessert wird. Bei älteren Spielen und/oder guten Computern, sollte es nicht bemerkbar sein. Aber ich habe ein paar Tests gemacht und ich habe öfters deutlich gemerkt, dass Winamp oder Songbird liefen.

Fazit:

Nach diesen 2 Test-Tagen würde ich in Linux sicherlich bei meinem guten alten Amarok 1.4.x bleiben, das bietet bisher am meisten von allen getesteten Player und vorallem ist alles einfach zu erreichen und nichts muss extra im Web gesucht und dann per Plugin nachinstalliert werden. Falls es etwas nicht gibt, kann man das meiste über die interne Scriptverwaltung direkt in Amarok suchen und installieren, somit hat man keine großen Umstände und findet sehr schnell das, das man sucht.

Auf Windows würde ich, wenn man nicht spielen will Songbird empfehlen. Dieser Player kommt am nähesten an die Funktionen des alten Amarok heran, trotz der Tatsache, dass es im Moment noch eine Beta ist. Amarok 2 hat super Funktionen und sieht auch gut aus, aber es fehlen mir eindeutig noch zu viele der alten Funktionen und hoffe, dass diese bis zur Final noch integriert werden, dann wäre Amarok 2 mit sicherheit auch ein super, wenn nicht einer der besten Musik-Player auf dem PC.

Für Leute die ausschließlich spielen wollen und das Musik-Programm möglichst wenig stören soll, der sollte sich Foobar oder MusikCube anschauen. Diese Programme schenken sich in Sachen Ressourcenverbrauch fast nichts. Aber das Design und manche Funktionen vermisse ich einfach noch. Aber wenn der Player ausschließlich zur Hintergrundmusik dient, reicht dies vollkommen aus.