Linux download utilities

Download-Manager – aria2

Wer sich je eine schön große Datei von einem unglaublich langsamen Server geladen hat weiß wie oft ein guter Download-Manager von Nutzen sein kann. Leider kannte ich bis vor Kurzem keinen den ich auch auf einem Server von einem Terminal aus bedienen konnte.

Dann bin ich über aria2 gestolpert. Das schöne daran ist, auf der einen Seite kann man hiermit von einem Server mit mehreren Verbindungen gleichzeitig herunterladen um die Download-Geschwindigkeit zu maximieren, aber auf der anderen Seite können auch abgebrochene Downloads (z.B. durch einen Disconnect) einfach fortgesetzt werden. Das Tool kann zudem noch einiges mehr wie z.B. Torrent oder paralleler Download von verschiedenen Servern.

Zu haben gibt’s das Package wohl in den meisten Distributionen direkt aus den Repositories. Eine ausführliche Anleitung gibt’s wie so oft in der Arch-wiki. Installiert wird das Programm mit:

pacman -S aria

oder bei Debian/Ubuntu

apt-get install aria

Benutzt wird das ganze dann wie folgt um vom angegebenen Server mit 5 Verbindungen gleichzeitig herunterzuladen:

aria2c -x 5 URL

Sollte die Verbindung einmal abbrechen, einfach wieder in den selben Ordner wechseln und genau den selben Befehl noch einmal ausführen. Schon geht der Download weiter.

Download von mehreren Files

Es kommt öfter vor, dass ich eine ganze Reihe an Daten von einem FTP Server herunterladen will. Oft habe ich eine Liste von URLs die ich oft per Hand, nacheinander, mit wget heruntergeladen hatte. Bis mir der „-i Parameter“ auffiel. Damit lässt sich eine Datei an wget übergeben, in welcher sich pro Zeile eine URL zum download befinden muss. Dann einfach folgendes aufrufen:

wget -i file

und gemütlich zuschauen wie wget einem die Arbeit abnimmt und eine Datei nach der anderen herunterläd. Feine Sache 😉 !

Full-featured Trackmania2 Stadium Server hosten

TrackMania2 Stadium

Falls ihr TrackMania nicht kennt und ihr (Arcade-) Rennspiele mit anspornendem Multiplayer gern habt, solltet ihr euch dieses Spiel unbedingt anschauen. Das Prinzip ist simpel: Eine Strecke wird eine bestimmte Zeit lang gespielt, z.B. 5 Minuten und während dieser Zeit könnt ihr so oft ihr wollt fahren (natürlich auch jederzeit neu starten) und damit eure Zeit verbessern. Wer nach diesen 5 Minuten die beste Zeit gefahren hat gewinnt. Dank guter Fahrphysik und extrem abwechslungsreichen Strecken mit allen erdenklicher Streckenteile wie Loopings, Wallrides, verrückten Sprüngen, etc (es gibt natürlich auch Strecken ohne diese Dinge) macht dieses Spiel auch lange Zeit viel Spass. Ein super Bonus-feature: Ihr könnt auch mit dem eingebauten Map-Editor eure eigenen Strecken bauen.

Was ist mit „Full-featured“ gemeint?

Wer schon mal Trackmania gespielt hat, der weiß wie das Interface normal ausschaut (Singleplayer). Spielt man aber online ändert sich das ganze, die meisten Server haben diverse Plugins für den Dedicated-Server um das Spiel spannender zu machen. So werden oft die „Local Records“ und die aktuelle Plazierung auf der rechten und die „Dedimania Records“ auf der linken Seite angezeigt. Dadurch sieht man sofort beim fahren wie gut man abschließen muss um einen Platz in den Records bekommt oder wie gut momentan die anderen sind. Aber auch Dinge wie „wer war an welchem Checkpoint der schnellste“ oder wie gut ist die aktuelle Strecke bewertet finden sich auf dem HUD.

tm2

Alles in allem verbessern diese Plugins den Spiel-spass und den ganzen Ablauf online um einiges. All dies wollen wir auf unserem Server auch haben.

Der eigene Server

Voraussetzungen

Folgende Dinge werden benötigt:

  1. Ein eigener Server, vorzugsweise ein Root-Server im Rechenzentrum der Wahl. Alternativ geht auch ein V-Server oder ein alter PC zu-hause (allerdings sind dann ein schnelles Internet und wissen über NAT für den Router Pflicht)
  2. Linux (Für mein Tutorial, läuft im Prinzip aber auch auf Windows)
  3. Das Spiel also einen Key für Trackmania und den damit verbundenen Trackmania Account
  4. Einiges an Zeit

 Die Grund-Installation

#1 Einen Dedicated-Server-Account erstellen

Auf ManiaPlanet einloggen und dort eine neuen Dedicated Account erstellen. Einfach einen neuen Login aussuchen (ist später nur ganz klein im Detailfenster zu sehen, also im Prinzip frei wählbar), ein Passwort vergeben (Achtung: Merken, das brauchen wir später!) und als letztes noch den Standort des Servers aussuchen (nach diesem kann im Spiel gefiltert werden)

#2 (Optional) Einen neuen Linux-User für TM2 erzeugen und zum neu erstellen User wechseln

sudo adduser tm2
sudo su tm

#2 Dedicated-Server herunterladen

cd ~ #oder in das gewünschte Verzeichnis wechseln
mkdir tm2-dedi
wget http://files.maniaplanet.com/ManiaPlanet3Beta/ManiaPlanetBetaServer_latest.zip
unzip ManiaPlanetBetaServer_latest.zip

Alternativ kann auch das Ubuntu Repository genutzt werden (natürlich nur unter Ubuntu)

#3 Serverkonfiguration

mv UserData/Config/dedicated_cfg.default.txt UserData/Config/dedicated_cfg.txt
nano UserData/Config/dedicated_cfg.txt

Folgende Dinge müssen verändert werden:

#3.1 Ein neues SuperAdmin Passwort vergeben:

<level>
     <name>SuperAdmin</name>
     <password>DasNeueSuperAdminPasswort</password>
</level>
<level>
     <name>Admin</name>
     <password>DasNeuePasswort</password>
</level>
<level>
     <name>User</name>
     <password>DasNeuePasswort</password>
</level>

#3.2 Den Dedicated-Login eingeben:

<masterserver_account>
     <login>dedicatedLogin</login>
     <password>dedicatedPasswort</password>
     <validation_key>VALIDATIONKEY</validation_key>
</masterserver_account>

#3.3 Den Servernamen vergeben:

<server_options>
     <name>ServerName</name>
<comment>Kommentar für den Server</comment>

#3.4 Environment einstellen:

<title>TMStadium</title>

Achtung: In nano können Änderungen mit Strg+O gespeichert werden und der Editor wird anschließend mit Strg+X wieder geschlossen.

#4 Startscript bearbeiten:

nano RunSrvTM.sh

./ManiaPlanetServer /title=TMStadium /game_settings=MatchSettings/TMStadiumA.txt /dedicated_cfg=dedicated_cfg.txt

 XAseco

Für Trackmania gibt es eine ganze Liste verschiedener Pluginsystem. Recht bekannt und auch schon oft genutzt im alten TrackMania ist XAseco2.

#1 Download

Einfach die aktuellste Version von der XAseco Website herunterladen (Zum Zeitpunkt dieses Blogeintrags war dies Version 1.03).

#2 MySQL

Jetzt wirds ein wenig komplizierter, denn alle Daten von XAseco werden in einer MySQL Datenbank gespeichert (Records, Votes, etc). Also müssen wir zuerst eine MySQL Datenbank installieren (einfach #2.1 überspringen, falls schon installiert).

#2.1 Installation

Je nach Linux Distribution ist das ein wenig anders, für Ubuntu/Debian wäre das:

sudo apt-get install mysql-server

Auf ArchLinux wäre dies (Achtung MySQL wurde hier von MariaDB ersetzt, für den Anwender bleibt aber fast alles beim Alten):

sudo pacman -S mariadb

#2.2 Datenbank anlegen

Erst müssen wir uns in der Datenbank einloggen:

mysql -u root -p

und einfach das bei der Installation vergebene Passwort eingeben. Dann folgenden Befehl kopieren:

CREATE DATABASE xaseco2;

#2.3 MySQL User anlegen

Nun können wir direkt auch den passenden User erstellen, einfach folgendes kopieren und dabei „meinMysqlPasswort“ auf das gewünschte Passwort verändern!

CREATE USER 'tm2'@'localhost';
SET PASSWORD FOR 'tm2'@'localhost' = password('meinMysqlPasswort');
GRANT all ON xaseco2.* TO 'tm2'@'localhost';

#3 Konfiguration

#3.1 Entpacken

Jetzt kann das unter #1 heruntergeladen Archiv entpackt werden.

unzip xaseco2_103.zip

#3.2 Verschieben der Config-Files bei der Erst-Installation

cd xaseco2/newinstall
mv *.xml ../
mv *.php ../
cd ../

#3.3 Database config

nano localdatabase.xml

Hier muss die Datenbank auf die korrekten Daten von oben geändert werden also ändern wir den folgenden Block:

<mysql_server>localhost</mysql_server>
<mysql_login>tm2</mysql_login>
<mysql_password>meinMysqlPasswort</mysql_password>
<mysql_database>xaseco2</mysql_database>

#3.4 Haupt-Konfiguration

Mit Hilfe dieser Datei können viele Detail-Einstellung vorgenommen werden, welche ich hier überspringe, ich hab einfach die Standard-Einstellungen gewählt. Diese sind im Prinzip auch schon super und müssen nur verändert werden, wenn etwas bestimmtes geändert werden soll.

Folgende Einstellungen müssen allerdings geändert werden:

nano config.xml

Erst vergeben wir Adminrechte, hier können beliebig viele Accounts angegeben werden. Wir benötigen hier die ManiaPlanets Loginnamen nicht die Nicknames!

Achtung: Hier wird der MasterAdmin angegeben, MasterAdmins habe ALLE Rechte auf dem Server! Es wird noch weiter unterschieden in Admins und Operators (siehe unten).

<masteradmins>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</masteradmins>

Ganz wichtig ist noch die Servereinstellung, die findet man ganz am Ende der Datei:

<tmserver>
    <login>SuperAdmin</login>
    <password>DasNeueSuperAdminPasswort</password>
    <ip>127.0.0.1</ip>
    <port>5000</port>
    <timeout>180</timeout>
</tmserver>

#3.5 Admins/Operators

Wer möchte kann jetzt noch zusätzliche Admins und Operators festlegen (Optional!). Zusätzlich können auch die Rechte beider Ränge einzel eingestellt werden.

nano adminops.xml
<admins>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</admins>

<operators>
    <tmlogin>meinManiaPlanetLoginName</tmlogin>
</operators>

#3.6 Dedimania

Dedimania ist ein Records System das Serverübergreifend funktioniert. Jeder Record der auf dem Server gefahren wird, wird anschließend auf die Dedimania Record Server hochgeladen und ist anschließend auf allen anderen Servern auch zu sehn.

Wer diesen Service nutzen will muss sich erst bei Dedimania anmelden. Einfach den ManiaPlanet Account verknüpfen mit dem auch der Server Login erstellt wurde und anschließend bei „register your dedicated server“ diesen Server Login noch registrieren.

Nach der Registrierung wird ein Dedimaniacode angezeigt, diesen brauchen wir gleich für die Konfigurations-Datei.

vim dedimania.xml

Der Dedimaniacode muss nun zusammen mit dem Dedicated Server login eingetragen werden:

<masterserver_account>
    <login>dedicatedLogin</login>
    <dedimaniacode>000000000</dedimaniacode>
</masterserver_account>

Hinweiß: Es gibt insgesammt 100 Dedimania Records für jede Map. Allerdings können auf einem Server nur die Ränge 1-30 belegt werden. Wer einen Server haben will auf dem alle Spiele die Ränge 1-80 belegen können muss eine einmalige Spende von 10 Euro an die Gründer von Dedimania einreichen. Dies wird damit begründet, dass die benötigten Server für den Dedimania Service auch bezahlt werden müssen. Die Website zum Spenden könnt ihr hier finden, denkt daran euren Dedicated Login anzugeben.

Die Ränge 80-100 hingegen können ausschließlich von Spielern belegt werden die selbst an Dedimania gespendet haben.

Habt ihr gespendet müsst ihr noch in der dedimania.xml folgenden Eintrag ändern:

<limit_recs>80</limit_recs>

XAseco Plugins

Läuft XAseco auf dem Server kann man diesen ganz nach seinen Wünschen konfigurieren indem verschiedene Plugins zusätzlich installiert werden. In der Grundkonfiguration laufen zwar schon alle wichtigen Dinge wie Local Records oder Dedimania Records, jedoch lässt das Interface noch ein wenig zu wünschen übrig. Um ein Gameplay wie auf dem oben dargestellten Bild zu bekommen, müssen noch zusätzliche Plugins wie z.B. EyePiece installiert werden.

#1 EyePiece

EyePiece ist ein Plugin welches eine schönes und praktisches HUD hinzufügt und alle Records und auch andere Dinge übersichtlich anzeigt.

Einfach über die Website die aktuellste Version herunterladen. Zum Zeitpunkt dieses Tutorials war das die Version 1.0.9.9. Anschließend entpacken, alles in den XAseco Ordner kopieren und in die Plugin-Liste eintragen:

wget http://www.undef.name/.downloads/XAseco2/plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9.zip
unzip plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9.zip
cp -R ./plugin.records_eyepiece.php-1.0.9.9/xaseco2/* ./xaseco2/
nano xaseco2/plugins.xml

Folgendes hinzufügen:

plugin.records_eyepiece.php

#2 TM Karma

Sehr beliebt ist auch TM Karma für Map Ratings. Hier kann jeder Spieler der die Map geschafft hat diese Bewerten mit —, –, -, +, ++ und +++. Dies ermöglicht feinere Abstufungen und gibt der Map ein recht ausgeglichenes und faires Rating.

Auf hier wieder auf die Website und die aktuelle Version (1.0.7) herunterladen.

wget http://www.undef.name/.downloads/XAseco2/plugin.tmkarma.php-1.0.7.zip
unzip plugin.tmkarma.php-1.0.7.zip
cp -R plugin.tmkarma.php-1.0.7/xaseco2/* ./xaseco2/
nano xaseco2/plugins.xml

TM-Karma hinzufügen/Auskommentieren und RASP auskommentieren:

plugin.tm-karma-dot-com.php

Starten!

Fertig! Jetzt muss nur noch der Server gestartet werden:

./XAseco2.sh

Viel Spass beim Spielen! 😉

Server-Manager

Über die Konfig-Dateien können alle Einstellungen des Server angepasst werden. Wer eine einfache und schnelle Bedienung des Server haben möchte, sollte sich unbedingt einen der Web-Server-Manager anschauen. Ich habe mir auf unserem Server noch den offiziellen Dedicated Manager von Nadeo installiert.

Diesen zu installieren ist allerdings wieder eine Sache für sich und würde auch die Ausmaße dieses Blogeintrags sprengen. Vielleicht komm ich später noch dazu ein extra Tutorial für die Installation des Dedicated Manager zu schreiben.

 

Musik Player Daemon (MPD) und Archlinux

Was ist der MPD und warum sollte ich ihn nutzen?

Der MPD ist ein Daemon (Hintergrunddienst) in Linux der dafür gedacht ist Musik abzuspielen/streamen. Einerseits kann man diesen Dienst statt eines Musikplayers auf dem lokalen Rechner nutzen, aber viel interessanter ist die Idee den Dienst als ferngesteuerter Musikplayer einzusetzen. Er läuft auf nahezu jeder (auch antiken) Hardware, man braucht lediglich einen alten PC/Laptop oder inzwischen läuft er sicherlich auf auf modernen NAS Systemen. Die einzige Anforderung ist eine einigermaßen taugliche Soundkarte und optional einen SPDIF Ausgang (meiner Ansicht nach immer noch die beste Variante Ton zu übertragen).

Ich persönlich nutze einen kleinen Mini PC auf Intel NUC Basis der mir als Media Center dient. Er braucht wenig Strom und läuft daher fast durchgängig. Er ist direkt mit meinem AV-Receiver und dadurch mit dem Soundsystem verbunden. Auf diesem Rechner läuft der MPD im Hintergrund und kann dann mit jedem beliebigen Gerät – sei es ein direkt von dem Media Center, von einem anderen Rechner im Netzwerk oder auch von einem Handy – ferngesteuert werden. Das ist extrem praktisch, wenn z.B. Besuch da ist, kann jeder mit einem passenden Handy-Client (ich bevorzuge bei Android MPDroid) die Musikbibliothek durchsuchen und gleichzeitig eine Playlist „zusammenklicken“.

Problem

Leider ergeben sich auf Archlinux seit dem Umstieg auf systemd einige Probleme wenn PulseAudio genutzt werden soll. Das Problem liegt hierbei an der Verbindung von MPD zum PulseAudio Server. MPD läuft standardmäßig als MPD Nutzer und kann nicht auf die PulseAudio Session des aktuellen Nutzers zugreifen. Dieses Problem kann auf verschiedene Arten gelöst werden.

Das ganze äußert sich dadurch, dass MPD in die Log Datei etwas ähnliches schreibt wie:

Cannot connect to PulseAudio: access denied

Lösung

Starte MPD und PulseAudio mit dem selben User

Wird kein Multi-User System benötigt, ist dies wohl die einfachste und sauberste Lösung. Hierzu bearbeiten wir zuerst die MPD config /etc/mpd.conf und ändern den User von mpd auf den normalen System-User mit dem auch PulseAudio läuft (euer normaler Username).

 user "username"

Als nächstes muss die systemd service Datei bearbeitet werden. Diese Datei wird bei einem System Update wieder überschrieben! Es ist eine einfache und funktionierende Lösung, könnte aber sicherlich anders besser gelöst werden. Die service Datei liegt unter /usr/lib/systemd/system/mpd.service folgendes muss ergänzt werden

[Service]
User=username
PAMName=system-local-login

Um diese Änderung zu übernehmen muss folgender Befehl ausgeführt werden:

systemctl daemon-reload

Nun kann MPD neu gestartet werden

systemctl restart mpd

Jetzt sollte alles einwandfrei funktionieren.

Alternative

Eine Alternative von der ich gelesen habe ist die Nutzung des TCP Plugins von Pulseaudio, siehe Archlinux Forum (Post #10).

 

Videotearing in Linux (Manjaro/Arch) und XBMC

What the heck is Videotearing?

Tearing äußert sich auf dem Monitor dadurch, dass horizontale Streifen durch das komplette Bild wahrnehmbar sind. Das ist vorallem bei Videos und Filmen ärgerlich, da das Bild anfängt zu stocken und ziemlich „zerrissen“ ausschaut. Extrem fällt das bei schnellen Kameraschwenks auf. Es vermittelt den Eindruck als würde man mehrere Bilder gleichzeitig sehen, die alle ein bisschen verschoben sind (wobei genau das auch der Grund ist, siehe unten). Es gibt mehr als genug Beispiele wirft man einfach die Google Bildersuche an. Kurzum, ein Spaßkiller möchte man einen entspannten Filmabend verbringen.

Woher kommt’s?

Das Problem liegt hierbei an der Grafikkarte, diese berechnet und schickt die Bilder schneller an den Monitor als der sie darstellen kann. Das fällt extrem auf bei den genannten schnellen Kameraschwenks. Bevor ein Bild komplett auf dem Monitor angezeigt wird, schick die Grafikkarte schon das nächste Bild, welches der Monitor dann sofort anfängt darzustellen. Dadurch wird das typische Muster erzeugt, dass auf dem Monitor untereinander gleichzeitig verschiedene Bilder dargestellt werden, die deutlich mit einem Streifen getrennt sind. Je nach Film kann dies zu extremen Rucklern oder Verzerrungen führen. Gerade bei schnellen Actionfilmen wird dadurch der Film „unschaubar“.

Was tun?

Abhilfe schafft hier die sogenannte Vertical Synchronisation, kurz VSync. Ist sie eingeschaltet wartet die Grafikkarte bis der Monitor fertig ist ein Bild darzustellen und schickt erst dann das nächste Bild an den Monitor. Diese Option kann man so gut wie bei jeder Grafikkarte in den Einstellungen aktivieren.

Wo liegt dann das Problem?

Was tun, wenn VSync aktiviert ist (in XBMC und in XFCE4) das Problem aber trotzdem noch auftritt? Ja das ist die große Frage. Ich habe sämtliche Optionen und Lösungsansätze getestet die ich im Netz gefunden. Dort habe ich die Lösung dann auch gefunden. Es stellte sich heraus, dass die aktuelle Version von XOrg das Problem war. Ab 1.15.0 ist die sogenannte „backing store function“ standardmäßig aktiviert, welche zu genau diesem Problem führt.

Lösung

Ich habe momentan Manjaro Linux (basiert auf Archlinux) mit XFCE auf meinem mini Media PC mit einer integrierten Intel Grafik am laufen.

Also hab ich zuerst versucht VSync zu aktivieren. In Manjaro muss hierzu diese Datei bearbeitet /etc/X11/mhwd.d/intel.conf (bei purem Arch wäre es: /etc/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf) und um folgendes ergänzt/abgeändert werden:

Section "Device"
   Identifier "Intel Graphics"
   Option "SwapbuffersWait" "true"
   Option "AccelMethod"  "sna"
   Option "TearFree" "true"
EndSection

Hiermit wird VSync (TearFree) aktiviert.

Siehe Update 1.

Des weiteren habe ich über Probleme des Compositing gelesen und entschlossen dieses in den XFCE optionen komplett zu deaktivieren. Da ich den PC sowieso nur für MPD, XBMC und ähnliches benutzen möchte, brauche ich hier sowieso keine „fancy“ Effekte 😉

Der letzte Schritt in Manjaro/Arch war dann die backingstore Funktion zu deaktivieren. Das ganze ist in Arch super einfach, es muss lediglich das AUR Repository eingerichtet sein – was in Manjaro schon ab Installation vorhanden ist. Dann einfach ein kurzes:

yaourt -S sdl-nobackingstore

Und nach einem Reboot läuft alles wie man sich das wünscht. Besonders schön ist es in XBMC noch die Funktion „Adjust display refresh rate to match video“ zu aktivieren (vorausgesetzt der Fernseher unterstützt alle Videomodi wie z.B. 24p). Dadurch erhält man ein noch flüssigeres und angenehmeres Filme-Erlebnis 😉

Auch für Ubuntu Jünger gibt es hier Abhilfe (siehe Eintrag #12).

Update 1

Nach mehreren Stunden Videos ist mir aufgefallen, dass das Bild nach einer gewissen Zeit anfängt zu stottern und ab und zu kleine Lags auftauchen. Das äußert sich so, dass das Bild ganz kurz stehen bleibt und dann in doppelter Geschwindigkeit läuft bis es wieder synchron ist, danach läuft es ganz normal weiter. Komisch ist, dass es nicht durchgängig auftaucht. Nachdem ich das neuste Systemupgrade von Manjaro installiert hatte, XBMC auf 13.2 RC1 upgegraded und TearFree wieder deaktiviert hatte (nobackinstore + XBMC VSync reicht vollkommen aus um das Tearing zu verhindern), funktionierte alles einwandfrei ohne Ruckler. Was genau das Problem ausgelöst hat weiß ich nicht, aber in der Konfiguration funktioniert alles wunderbar.

Mandriva Linux die 2.

Nach einem halben Monat Linux kann ich jetzt endlich mal mehr schreiben. Ich habe Linux installiert und wollte jetzt sehen ob es mir wie beim letzten Test geht und ich nach 2 Tagen keine Lust mehr auf Linux hatte, weil die Hälfte der Programme nicht so wollte wie ich und ich auch nach verzweifelter Suche immer noch keine Lösung parat hatte.

Jetzt kann ich sagen, ich hatte ein Laufzeit-Verhältnis von 3 : 1 für Linux. Windows wurde ausschließlich zum Spielen gestartet, für alles andere habe ich jetzt Linux verwendet. Ich hatte ein paar mal zu kämpfen. Vorallem mit dem Sound. Aber jetzt bin ich echt zufrieden und erfreut. Ich habe das Design nocheinmal leicht verändert:

Das Design gefällt mir jetzt ganz gut. Nicht zu übertrieben, aber auch nicht dieses standard Festerdesign, das mochte mir immer noch nicht so ganz gefallen 🙂 Obwohl es schon besser ist als in der alten Version. Aber eigentlich muss man hier auch garnichtmehr viel sagen, da KDE 4.1 so oder so bald herauskommen wird und ich dann, wenn es wirklich stabil laufen sollte, auf KDE 4 umsteigen werde. Es sieht einfach soooo gut aus 🙂 Ich freue mich schon richtig. Vielleicht installiere ich mir auch mal die RC1 um es mir anzuschauen.

Zu meinem Soundproblem: Ich hatte das Problem, dass ich in Opera kein Sound in den Flashfilmen hatte. Dieses Problem ließ sich vergleichsweiße aber noch sehr einfach, durch installation des Paketes „libflashsupport“ und einem anschließenden Neustarts beheben. Zudem habe ich mir Pulseaudio installiert, das ist ein ganz nettes Progrämmchen, damit kann man einzel bei jedem Programm die Lautstärke einstellen:

Bei dem Flashplayer ging es gleich weiter. Ich habe eine 64bit Version von Firefox, doch das Flashplugin gibt es nur als 32bit Version. Der Firefox hat einen „nspluginwrapper“ damit das 32bit Plugin auch in der 64bit Version benutzt werden kann. Doch ich bei mir hat er das nicht automatisch verwendet. Erlösung brachte die Zeile

nspluginwrapper -i /usr/lib/flash-plugin/libflashplayer.so

Erfreulich war, dass fast jedes Programm das ich benötigt habe (und ich in Windows jedesmal installieren muss) schon auf der Festplatte waren. Wie zum Beispiel ein FTP Programm (Filezilla), ein guten Musikplayer (Amarok), ein Browser (Firefox, wobei ich trotzdem Opera nachinstalliert habe), ein guten Editor (kWrite) und etliches mehr.

Das einzige was mich bisher stört, ist, dass es kein ICQ-Client gibt, der meinen Ansprüchen entspricht. Kopete ist wirklich gut, aber es stürzt bei mir leider zuoft ab. LICQ hat bei mir noch etwas zuviele Zicken gemacht und hat nicht funktioniert wie es sollte und Miranda gibt es leider noch nicht für Linux und mit Wine funktionieren leider zuviele Plugins nicht. Pidgin hatte mir, beim letzten Test, zuwenig konfigurationsmöglichkeiten aber ich werde jetzt noch einen 2. Test wagen.

Heruntergeladen und meine benötigten Plugins installiert sieht es doch ganz gut aus. Ich werde das mal weiter verfolgen und testen 🙂 Wichtig ist mir vorallem, dass ich selbst konfigurieren kann wie alles funktioniert und angezeigt wird, z.B., dass ich auf Enter+Strg Messages abschicken kann und dass ich Farben etc anpassen kann. Ich werde es mal im laufe der nächsten Tage testen. Wobei mir Kopete immer noch lieber wäre 🙁 Wenn es doch ohne Fehler funktionieren würde…

Wine, genau, das nächste Stichwort. Wine funktioniert super. Leider bis auf den Sound. Da ich Wine bisher noch nicht dringend benötigte, habe ich mich noch nicht um das Problem gekümmert, aber in der Soundauswahl gibt es bei mir nur OSS… ALSA oder Pulseaudio fehlen komplett, leider. Aber ohne Sound laufen die meisten Windowsprogramme 1a.

Auch VMWare habe ich getestet. Die virtuelle Windows Maschine läuft super. Die LAN-Karte wird direkt übernommen, so kann ich auch auf meinen Server zugreifen. Die Installation lief Problemlos ab, alles funktioniert ordnungsgemäß. Aber im Moment benötige ich keine Virtuelle Maschine.

Kurz habe ich auch die Spiele getestet, es gibt sehr schöne Spiele und vorallem, sehrsehr viel Auswahl an kostenlosen Spielen, die schon direkt mit dabei sind. Aber die meisten Spiele werden mit KDE 4 richtig aufgemöbelt 🙂

Sobald KDE 4.1 da ist, werde ich hier nochmal einen weiteren „Test“ schreiben 🙂

Mandriva 2008 Spring – Endlich getestet…

…und ich muss sagen wow :-O . Super Sache!

Es sind die kleinen Dinge die verändert wurden und ein super Gesamtbild abgeben. Zum Beispiel wurde endlich der „Startknopf“ verändert, dieser sieht jetzt – im Vergleich zum alten – doch wesentlich schöner aus 🙂 Auch einige Icons, wie z.B. das Netzwerkcenter, haben eine überarbeitung erhalten. Zudem ist endlich dieses grelle „Babyblau“ bei den Fenstern verschwunden, es wurde ein wenig dunkler gemacht. Soviel zu den grafischen Neuerungen, die mir bisher aufgefallen sind. Auch funktionstechnisch hat sich einiges verändert. So ist der Softwaremanager überarbeitet worden und bieten jetzt mehr Komfort als vorher.

Hier ein kleiner Screenshot:

Die Funktionsvielfalt überzeugt wie immer! In der DVD-Version sind alle wichtigen Programme vorinstalliert (eher zuviel, als zuwenig 😉 ) Ich habe es jetzt auch sehr einfach geschafft meinen 2. Monitor zu benutzen und ich muss sagen es ist fast noch komfortabler als in Windows. Sogar im 3D-Manager Compiz-Fusion kann man einstellen ob man für jeden Bildschirm einen „Cube“ (3D-Würfel) haben will, oder nur einen großen. Echt gut!

Hier auch wieder der obligatorische Screen:

Amarok finde ich bis heut immer noch einen der fazinierendsten Musikplayer überhaupt. Das muss man echt getestet haben, über die in der KDE 3.5 noch etwas „veralteten“ Oberfläche muss man hinwegsehen. (Diese wird ab KDE 4 sowieso um einiges besser aussehen 🙂 *freu* Also heißt es in diesem Falle: abwarten)

Die nächsten Tage werde ich nur noch in Linux arbeiten und in diesem Zuge auch die Programme Wine und VirtualBox testen. Mit diesen kann man Windowsprogramme unter Linux zum Laufen bringen. Wobei Wine direkt in Linux arbeitet und VirtualBox eben eine Windows Maschine virtuell laufen lässt. Bei Zeit werde ich natürlich einen kleinen Testbericht schreiben.

Sehr erfreut bin ich auch von dem neuen Opera (Version 9.51). Es läuft super unter Linux und durch die Lesezeichensynchronisation habe ich, egal ob in Windows oder Linux, immer alle Lesezeichen. Natürlich auch auf allen anderen Rechner, mit sofortiger Synchro. Auch die Volltextsuche direkt in der Adressbar ist sehr interessant, aber ich komme vom Thema ab. 🙂

Bisher habe ich noch keinen Grund gefunden, wieder mein Windows zu starten. 🙂 Im laufe der nächsten Tage werden wir sehen ob dies auch so bleibt. Ich werde meinen Blog auf jedenfall auf dem Aktuellen halten 🙂